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FC St. Pauli-Museum setzt Hightech-Brille für Blinde ein

Symbol: Mensch mit Blindenstock
Symbol: Mensch mit Blindenstock
Foto: domain public

HAMBURG (KOBINET) Für neue Wege in der Inklusion steht nach Informationen der Aktion Mensch eine ungewöhnliche und innovative Lösung, die gestern im FC St. Pauli-Museum vorgestellt wurde. Statt eines konventionellen Audio-Guides ermöglicht die Lösung BLINDSPOTTER MR (Mixed Reality) auch blinden und sehbehinderten Menschen einen mehrdimensionalen Ausstellungsgenuss mit freier Bewegung im Raum und dreidimensionalem Sound. Blindenfußballer Serdal Çelebi testete die Hightech-Brille vor Ort: "Eine sinnvolle Technik. Ich war überrascht, was das Gerät alles kann. Es reagiert sehr sensibel und erkennt auch kleine Bewegungen."

Das Nürnberger Unternehmen INCLUSIFY hat das innovative Wegeleitsystem für Museen und andere kulturelle Einrichtungen auf Basis der Microsoft Mixed-Reality-Brille HoloLens entwickelt. Raum- und Objektbeschreibungen sprach die "Stimme vom Millerntor“, Ex-Stadionsprecher Rainer Wulff. Die Realisierung im FC St. Pauli-Museum wird durch die Unterstützung der Aktion Mensch, der Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM) und der KIEZHELDEN des FC St. Pauli sowie der Beratungsstelle KickIn! der Bundesbehinderten­fanarbeitsgemeinschaft e.V. (BBAG) ermöglicht.

Die Buchung für blinde und sehbehinderte Museumsbesucher*innen ist ab dem 1. Juli auf der Ausstellungs-Website www.kiezbeben.de möglich. Neben dem regulären Eintritt (7 Euro / 4 Euro ermäßigt) entstehen keine zusätzlichen Kosten, wie die Aktion Mensch mitteilte.

"Inklusion ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Ob in Bildung, Kultur oder Sport: Wir dürfen niemanden ausschließen, nur weil er oder sie vielleicht ein unterschiedliches Set an Fähigkeiten und Einschränkungen hat als die Mehrheit.“ Das betonte Ewald Lienen, Technischer Direktor FC St. Pauli. "Die Aktion Mensch sieht in der Digitalisierung enorme Chancen für Menschen mit Behinderungen. Es ist spannend zu erleben, wie Innovationen und neue Technologien kreativ genutzt werden können, um Inklusion voranzutreiben", erklärte Christina Marx, Leiterin des Bereichs Aufklärung der Aktion Mensch.

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