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Gewaltfreie Kommunikation ist jahrelanger Lernprozess

Grafik zeigt Logo des ZsL Stuttgart
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Foto: ZsL Stuttgart

STUTTGART/LOBBACH (KOBINET) Gewaltfreie Kommunikation stand im Mittelpunkt des dritten Weiterbildungs-Wochenendes zu Inklusionsreferent*innen des Zentrums selbstbestimmt Leben in Stuttgart (ZsL). Die Frage, wie die Referent*innen Anliegen zum Thema Inklusion auch bei schwierigen Gesprächspartner*innen möglichst konflikt- und gewaltfrei vorbringen, war dabei nach Informationen von Britta Schade vom ZsL Stuttgart zentral.

"Wichtig in der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist zunächst, bei sich selbst zu bleiben", erklärt Volker Kaiser, freier Dozent für gewaltfreie Kommunikation, die Grundlage des Modells. Für jede Botschaft an den Gesprächspartner sei maßgeblich, von sich auszugehen und so auch zu kommunizieren. Nach Rosenberg findet Kommunikation zunächst in vier Schritten statt. "Was beobachte ich? Was fühle ich? Was ist mein Bedürfnis? Was ist meine Bitte? Mit diesen Fragen und Antworten im Kopf kann man bei sich bleiben und möglichst vorwurfsfrei kommunizieren", ergänzt die freie Dozentin für gewaltfreie Kommunikation Gabriella Bökönyi. Wer sich über diese Schritte klar sei, vermeide dadurch viele Konflikte. Denn dann sei die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass der Gesprächspartner einen Vorwurf heraushört. "Sich gewaltfreier Kommunikation bewusst zu werden und diese anzuwenden ist ein jahrelanger Lernprozess", fasst Volker Kaiser zusammen. Der mit einer Hörbehinderung lebende gelernte Schreiner lernt und lehrt gewaltfreie Kommunikation seit Jahren und fügt hinzu: "Der Lernprozess ist eigentlich nie abgeschlossen." Dieses Bewusstsein nahmen auch die Teilnehmer*innen der Weiterbildung mit. Einige möchten sich weiter mit gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg beschäftigen. Andere merkten für sich, dass ihnen dieses Modell nicht zusagt. Der nächste Teil der Weiterbildung zu Inklusionsreferenten*innen findet im Oktober in Lobbach statt.

Mehr Informationen zum Projekt und zu den Referent*innen gibt's unter www.zsl-empowerment.de

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