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Neue Strecken in Grimma getestet

Bei der Eröffnung der neuen Stadtbuslinien im sächsischen Grimma
Bei der Eröffnung der neuen Stadtbuslinien im sächsischen Grimma
Foto: Kube

UNBEKANNT (KOBINET) Mitte April hatte in der sächsischen Stadt Grimma eine Pressefahrt zur Eröffnung des neuen Stadtverkehrs in Grimma stattgefunden. Dazu war auch die Projektmitarbeiterin Jana Treffler-Klingner vom Landrat eingeladen worden, die auch in den Nachrichten des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen darüber berichtete . Ausgangspunkt für diese Pressefahrt war unter anderem die in den zurückliegenden Jahren erfolgreich gestaltete konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Projekt, dem hiesigen Busunternehmen, dem Verkehrsverbund und dem Landratsamt.

Auf zwei Strecken gibt es zukünftig einen halbstündigen Stadtverkehr mit 25 neuen Haltestellen im Stadtgebiet von Grimma. Jana Treffler-Klingner konnte sich auf dieser Pressefahrt überzeugen, dass der neue Stadtverkehr weitgehend barrierefrei nutzbar ist. Im Gespräch mit einigen Mitarbeitern des Mitteldeutschen Verkehrsverbunden (MDV) und dem Landratsamt konnten Sie und ihre Begleitung zugleich zum Erfahrungsgewinn der Verantwortlichen beitragen.

Dazu wurde unter anderem durch den Busfahrer an mehreren Haltestellen die Rampe des Busses ausgelegt, um die unterschiedlichen Ein- und Ausstiegssituationen sichtbar zu machen. Für einige Fahrgäste in sofern etwas ganz Neues, weil es im ländlichen Raum bisher kaum möglich war, das Verkehrsmittel weitgehend barrierefrei zu erreichen bzw. zu verlassen.

Auf der Linie B wird zurzeit allerdings ein Kleinbus eingesetzt, der zwar formal über einen Rollstuhl-Stellplatz verfügt, allerdings nur die Beförderung kleiner Greifradrollstühle ermöglicht. Bei größeren Modellen wird das Aus- beziehungsweise Einklappen der fahrzeugeigenen Rampe durch die entstehende Flächenüberschneidung verhindert. Damit werden mit diesem Fahrzeug die von der EU definierten Mindestanforderungen zur Beförderung von Fahrgästen mit Rollstuhl (Abmessungen des Rollstuhls 120 x 70 cm) ebenso verfehlt wie die von der SMWA-ÖPNV-Strategiekommission bestätigte Regelung für den Freistaat Sachsen. Das wurde von der Projektmitarbeiterin kritisch angemerkt und muss zu gegebenenalls möglichen Umbauten in den bereits vorhandenen Fahrzeugen bzw. zu Schlussfolgerungen bei weiteren Beschaffungen führen.