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Down ist in – nicht out

Kampagnengrafik: Down ist in
Kampagnengrafik: Down ist in
Foto: Lebenshilfe

BERLIN (KOBINET) Ein Smart Mob soll morgen um 12.21 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin Auftakt bundesweiter Aktionen gegen vorgeburtliche Bluttests auf Down-Syndrom sein. Anlässlich der Orientierungsdebatte zu nichtinvasiven Pränataltests im Deutschen Bundestag am 11. April fordert ein breites Bündnis von Lebenshilfe und weiteren Organisationen ein „Ja“ zur Vielfalt des menschlichen Lebens. Ivonne Kanter, zweite Vorsitzende der Lebenshilfe Berlin und Mutter eines elfjährigen Sohns mit Down-Syndrom, ist besorgt: „Heute sollen Menschen mit Trisomie 21 aussortiert werden. Wer ist morgen dran?“

Das Bündnis lehnt Untersuchungen auf Krankenkassenkosten, die keinen therapeutischen Nutzen haben, ab. „Die Tests verstärken die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, weil bei werdenden Eltern der Eindruck entsteht, Behinderung sei vermeidbar“, so Kanter.

Der Smart Mob ist Endpunkt der vom Verein downsyndromberlin veranstalteten Demo „Inklusion statt Selektion“, die um 11 Uhr am Bundesgesundheitsministerium startet und zum Pariser Platz führt.

Gemeinsame Erklärung von 27 unterzeichnenden Organisationen der Behinderten und Selbsthilfe aus ganz Deutschland