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Minister Wüst soll im Ringen um den DB-Mobilitätsservice eingreifen

Logo des VdK Nordrhein-Westfalen
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Foto: VdK NRW

DüSSELDORF (KOBINET) Wegen des Streits um die Finanzierung des Mobilitätsservices der Deutschen Bahn (DB) hat der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen jetzt den hiesigen Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Handeln aufgefordert. "Es kann nicht sein, dass Menschen mit Behinderung seit dem 1. Februar wortwörtlich auf der Strecke bleiben", kritisiert der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge.

Bis zu diesem Stichtag koordinierte die entsprechende Zentrale der DB alle Hilfeleistungen für Reisende mit Einschränkungen aus einer Hand - wie etwa das Ein- und Umsteigen mit einer Rollstuhl-Rampe. "Inzwischen sollen private Mitbewerber hierfür jedoch zur Kasse gebeten werden", erklärt Vöge. "Und weil ein Großteil der Eisenbahnunternehmen dazu nicht bereit war, mussten sie mit gerade mal drei Tagen Vorlauf selbst die Verantwortung übernehmen."

Das führte bei vielen Anbietern zu Überforderung, deren Leidtragende unter anderem blinde Menschen, Rollstuhlfahrer wie auch Ältere sind. "Seit der Umstellung erhalten Betroffene, die mit privaten Bahnen reisen wollen, von der Deutschen Bahn lediglich Kontaktdaten und müssen alles Weitere selbst organisieren", heißt es in einem Brief des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen an Minister Wüst wie auch die zuständige DB Regio AG. Beide werden angesichts der mangelhaften Versorgung mit barrierefreien Bahnhöfen in der Fläche gebeten, sich auf Bundesebene für eine einheitliche Regelung durch eine zentrale Anlaufstelle einzusetzen - beispielsweise in Form einer finanziellen Beteiligung der hohen Zahl von Verkehrsgesellschaften zur Entlastung der Deutschen Bahn.

"NRW als Touristikland hat ein besonders großes Interesse daran, dieses Problem zu lösen", schreibt der Vorsitzende Horst Vöge abschließend.