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Mehrere Millionen Euro an Nachzahlungen erstritten

Logo des VdK Nordrhein-Westfalen
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DüSSELDORF (KOBINET) Die Ergebnisse der heutigen Jahrespressekonferenz des Essener Landessozialgerichts sieht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen als Beleg dafür, dass Anträge von den Sozialversicherungsträgern weiterhin häufig erst einmal abgelehnt werden. "In unserer Beratungspraxis machen wir die Erfahrung, dass Rentenansprüche, Pflegestufen oder eine Schwerbehinderung oft nur anerkannt werden, wenn sich Betroffene auf juristischem Wege gegen ablehnende Bescheide zur Wehr setzen. Anscheinend nutzen die Verwaltungen ihren Ermessensspielraum in vielen Fällen nicht aus - zu Lasten der Menschen, denen Sozialleistungen zustehen", kritisiert der Vorsitzende Horst Vöge.

Als starker Partner unterstützt der Sozialverband VdK seine rund 350.000 Mitglieder in Nordrhein-Westfalen ganz konkret dabei, ihre Rechte gegenüber Behörden und Sozialversicherungsträgern durchzusetzen. "Allein im vergangenen Jahr haben unsere Juristen landesweit fast neun Millionen Euro an einmaligen und gut 650.000 Euro an laufenden monatlichen Zahlungen erstritten - Geld, das im Einzelfall dringend benötigt wird und Existenzen sichert", betont Vöge.

"Anhand der aktuellen Zahlen des Landessozialgerichts zeigt sich, dass wir insbesondere für Ältere und Menschen mit Behinderung eine wichtige Stütze im sozialen System sind." So betrafen von den mehr als 6.200 Fällen, die 2018 von VdK-Experten in NRW abgeschlossen worden sind, rund 2.800 das Schwerbehindertenrecht und über 2.300 den Bereich der Rentenversicherung. "Bei aller Freude über die erfolgreiche Arbeit für unsere Mitglieder macht diese Entwicklung zugleich deutlich, dass sich inzwischen nur noch wenige Menschen im Dickicht des sozialrechtlichen Dschungels zurechtfinden", so der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen.

"Es kann nicht sein, dass Behörden Menschen in Notsituationen einfach im Regen stehen lassen. Vielmehr müssen die Voraussetzungen für mögliche Ansprüche von Anfang an gewissenhaft geprüft, Antragsverfahren vereinfacht sowie neutrale Beratungsstrukturen ausgebaut werden", fordert Horst Vöge.