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Ausstellung: Requiem für die Norm

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Foto: domain public

STUTTGART (KOBINET) Vom 23. Februar bis 5. Mai zeigt der Württembergische Kunstverein die erste umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Lorenza Böttner am Schlossplatz 2 in Stuttgart unter dem Motto "Requiem für die Norm". Lorenza Böttner, die mit Füßen und Mund malte und Fotografie, Zeichnung, Tanz, Installation und Performance als Mittel des ästhetischen Ausdrucks verwendet hat, widersetzt sich in ihrem Werk den Prozessen der Entsubjektivierung und Entsexualisierung, dem Wegsperren und Unsichtbarmachen von funktional andersartigen und Transgenderkörpern. Eine kleine Auswahl ihrer Arbeiten war 2017 auf der documenta 14 in Kassel zu sehen, heißt es in der Ankündigung für die Ausstellung, auf die Britta Schade vom Stuttgarter Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

"In der Stuttgarter Schau wird es sich um die bislang umfangreichste Präsentation ihrer Werke handeln. Neben Zeichnungen, Pastellen und Ölmalereien wird sie eine Reihe von Videos umfassen, die ihre Performances dokumentieren bzw. ihrer Person gewidmet sind. Zugleich werden Materialien zu Böttners Leben als auch zu ihren Studien über Freakshows sowie über einige historisch bedeutsame Künstler*innen mit physisch diversen Körpern wie Frida Kahlo, Thomas Schweitzer, Louis Steinkogler, Django Reinhardts oder Aimée Rapin aus dem privaten Archiv präsentiert. Die Ausstellung zeugt von Böttners rigorosem und bedingungslosem Eintreten für die Sichtbarkeit von nicht normativen Körpern. Zugleich ist sie eine Reise in die ebenso bemerkenswerte wie einzigartige Welt einer Künstlerin, deren Bestimmung es zu sein scheint, zu einer Klassikerin des 20. Jahrhunderts zu avancieren: als unverzichtbarer Beitrag zur Kritik an der Normalisierung des Körpers und des sozialen Geschlechts", heißt es in der Ausstellungsbeschreibung.