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Weitere Projektgruppe für barrierefreien ÖPNV in Sachsen

Blick von der Augustusbrücke auf die Altstadt mit Brühlscher Terrasse in Dresden
Blick von der Augustusbrücke auf die Altstadt mit Brühlscher Terrasse in Dresden
Foto: H. Smikac

DRESDEN (KOBINET) Nach aktuellen Berichten des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen hat das Projekt "ÖPNV / SPNV für alle" in den vergangenen Monaten seine Arbeit fortgesetzt und nun eine weitere regionale Projektgruppe für die Landkreise Leipzig Land und Nordsachsen gebildet.

Diese Projektgruppe wird sich ab jetzt damit befassen, dass die Umsetzung der Barrierefreiheit in dieser Region bis zum Beginn des Jahres 2022 in diesen Regionen deutliche vorangetrieben wird. Während die Gesamt-Projektgruppe, wie die Selbsthilfe-News berichten, sich zukünftig vorzugsweise mit dem Problemkreis Bahn und den zugehörigen Verknüpfungspunkten befassen wird, sollen die regionalen Bus- und Stadtbahnverkehre einschließlich der Sonderverkehrsmittel (Fähren, Bergbahnen, Aufzüge) Schwerpunkte der Tätigkeit der regionalen Projektgruppen sein.

Dementsprechend wird sich die neue Regionalgruppe damit befassen, im Leipziger Land und in Nordsachsen für Autobusse, Stadtbahnen und Bahnen barrierefreie Verkehrsmittel zu bekommen, barrierefreie Zugangsstellen zu den Verkehrsmitteln, einschließlich barrierefreier Zuwegungen, zu erreichen, die Barrierefreiheit des Informationssystem zu sichern sowie die Schulung des Personals der Verkehrsunternehmen und der mobilitätseingeschränkten Fahrgäste (Mobilitäts-Training) durchzuführen.

Nach den Informationen der Selbsthilfe-News gehen die Projektmitglieder davon aus, dass zwar bis zum 01.Januar 2022 deutliche Verbesserungen erforderlich und möglich sind, aber auch jeweils zwischen den Verkehrsunternehmen / Kommunen und den Vertretungen der mobilitätseingeschränkten Fahrgäste abgestimmte Zwischen- und Übergangslösungen erforderlich sein werden.

Während bei der Fahrzeug-Neubeschaffung und beim Neubau von Zugangsstellen alle Forderungen der Barrierefreiheit als "zu erfüllen" eingeschätzt werden, kann im Bestand auch eine "eingeschränkte Barrierefreiheit"  in Betracht kommen, die zwar die Nutzung der Verkehrsmittel durch alle Fahrgäste ermöglicht, aber eine besondere Aufmerksamkeit des Fahrgastes und/oder eine qualifizierte Hilfeleistung durch das Fahrpersonal einschließt.

Zum Abschluss des Treffens waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Barrierefreiheit im Personennahverkehr und ein "ÖPNV/SPNV für alle" nur realisiert werden können, wenn alle Beteiligten, die Nutzer, ihre Vertretungen, Verkehrsunternehmen, Kommunen und weitere Beteiligte konstruktiv zusammenarbeiten, gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten und umsetzen.