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Es geht um Menschenrechte

UN-Behindertenrechtskonvention
UN-Behindertenrechtskonvention
Foto: UNO

BOCHUM (KOBINET) Besser hätte die gestrige Veranstaltung "Initiativen für ein 'Gedächtnis der Behindertenbewegung': 35 Jahre Krüppeltribunal – 10 Jahre Behindertenrechtskonvention" am Vortag des heutigen Tages der Menschenrechte nicht gewählt worden sein. Denn bei der Veranstaltung im vollen Hörsaal an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum wurde deutlich, dass die Verbindungslinie zum damaligen Engagement der Krüppel- und Behinderteninitiativen zum heutigen Wirken für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eindeutig darin liegt, dass es um den Kampf für Menschenrechte geht. Dieses Gedächtnis zu wahren und damit die heutigen Aktivitäten zu beflügeln, war ein Anliegen der Veranstaltung.

"Der Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember gefeiert und ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International nehmen diesen Tag jedes Jahr zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen", heißt es in Wikipedia.

Dass es in der Behindertenpolitik noch viel zu tun gibt, um die Menschenrechte entsprechend zu achten, daran ließ Prof. Dr. Theresia Degener von der Evangelischen Fachhochschule in Bochum als Gastgeberin mit ihrem Team von BODYS in ihrem Vortrag keinen Zweifel. Gerade das Bundesteilhabegesetz habe gezeigt, wie viel Arbeit in Deutschland noch vor uns liegt, um ein entsprechendes Menschenrechtsverständnis zu verankern. Dass der damalige Schwung und die provokante und herausfordernde Art der Krüppelbewegung mit dem Krüppeltribunal im Dezember 1981 anlässlich des Internationalen Jahres der Behinderten viel in Bewegung gebracht hat, daran bestand bei der Veranstaltung kein Zweifel. Die vielfältigen Aktivitäten zum Bundesteilhabegesetz der letzten Monate hätten aber gezeigt, dass die Behindertenbewegung nach wie vor lebt und mit einer anderen Generation neuer Schwung gekommen sei. Dieses Engagement gelte es zu bewahren und zu fördern.

Und genau deshalb dürften die Aktivitäten und Erfahrungen der Behindertenbewegung nicht verloren gehen, sondern müssten dokumentiert und in einem Museum entsprechend vermittelt werden. Darin waren sich die TeilnehmerInnen einig, denn bereits bei der Veranstaltung war zu merken, dass einige Fakten von damals schon in den Gesprächen am Rande der Veranstaltung rekonstruiert werden mussten.

BOCHUM (KOBINET) Kategorien Nachrichten

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