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Über 125 TeilnehmerInnen beim Sommercamp

Sommercamp-Logo
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Foto: Malika Groß

DUDERSTADT (KOBINET) Als das erste Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen vor zehn Jahren in Duderstadt vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) durchgeführt wurde, war dies ein Experiment. Dieses hat sich nicht nur bewährt, in dem seither jährlich Sommercamps wechselnd in Graz und Duderstadt stattfinden, das diesjährige Sommercamp erfreut sich mit insgesamt 127 TeilnehmerInnen besonderer Beliebtheit.

Waren es früher durchschnittlich 60 bis 80 TeilnehmerInnen, die am Sommercamp in Duderstadt teilnahmen, ist der Andrang in diesem Jahr besonders groß. Am Sommercamp werden nämlich auch eine Reihe von InklusionsbotschafterInnen und einige der TeilnehmerInnen von Empowermentschulungen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) teilnehmen. Neben alten Häsinnen und Hasen des Sommercamp-Treibens, werden dieses Mal auch einige neue Gesichter das Geschehen in Duderstadt prägen. So stehen dieses Mal auch eine Reihe von neuen Angeboten auf dem Programm. Die Kellerkinder aus Berlin bieten beispielsweise in ihrem Aktionszelt, das sie in Duderstadt aufschlagen, Angebote für die Seele, eine Theatervorführung und Möglichkeiten für die Gestaltung von Filmen an. Roland Walter von Rolands Künstlerrampe wird am Montagabend eine Performance zum besten geben und Uwe Wypior bietet Trommeln für Alle an.

Neben den kreativen Angeboten ist sicherlich auch einiges an Kreativität bei den politischen Themen zu erwarten, die beim Sommercamp traditionell eine zentrale Rolle spielen. Das Bundesteilhabegesetz steht dabei genauso im Mittelpunkt, wie die Selbstvertretung behinderter Menschen und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, teilten die Veranstalter des bifos im Vorfeld des Sommercamps mit. Auch der Kontakt mit Aktiven vor Ort steht auf dem Programm, wie eine Stadterkundung von Duderstadt und Gespräche mit Aktiven in Duderstadt. Die lokale Presse hat bereits Interesse bekundet, sich ein Bild vom Sommercamp zu machen und darüber zu berichten.

Auch wenn das Sommercamp als eine Mischung zwischen politischer Auseinandersetzung und Freizeit und Spaß gedacht ist, dürfte es auch bei diesem Sommercamp bei einigen zu massivem Schlafmangel kommen. Denn die Zeit zwischen Pokernächten, der abendlichen Disco oder dem Lagerfeuer und dem morgendlichen Walken im Park dürfte für einige nicht viel Zeit zum Schlafen übrig lassen. So gilt es also für die TeilnehmerInnen bis zum Auftakt des Sommercamps am Sonntagabend sich noch etwas Schlaf zu gönnen.