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Toiletten für alle

Stuttgarts erste Toilette für alle wurde am 13. Juni eingeweiht
Stuttgarts erste Toilette für alle wurde am 13. Juni eingeweiht
Foto: Jutta Pagel-Steidl

STUTTGART (KOBINET) Baden-Württembergs Ministerium für Soziales und Integration stellt in diesem Jahr rund 300.000 Euro für die Einrichtung von speziellen öffentlichen Toiletten bereit, die eigens auf die Bedürfnisse von Menschen mit besonders schweren Behinderungen ausgerichtet sind. Minister Manne Lucha teilte heute mit, dass nun in der zweiten Tranche des Förderprogramms „Toiletten für alle" weitere 16 Anträge bewilligt worden seien. Insgesamt könnten durch das Programm 26 der Toiletten eingerichtet werden, nachdem in der ersten Tranche zehn Standorte gefördert wurden.

„Bisher gab es in Baden-Württemberg kaum öffentlich zugängliche ‚Toiletten für alle'. Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Angehörigen und Assistenten mussten daher unterwegs improvisieren, etwa indem sie auf den Boden einer Rollstuhltoilette oder die Rückbank eines Autos auswichen. Als Konsequenz haben sie teilweise gar ganz darauf verzichtet, das Haus längere Zeit zu verlassen", so Lucha in seiner Pressemitteilung:

Menschen mit schweren Behinderungen können oftmals weder eine allgemeine noch eine Behinderten-Toilette benutzen, weil sie Assistenz und eine Liege zum Wechseln der Windeln brauchen. In einer „Toilette für alle" finden Betroffene alles, was sie für ihre persönliche Hygiene brauchen. Der Raum beinhaltet eine höhenverstellbare Liege und einen elektrischen Personen-Lifter, der die betroffenen Personen sicher vom Rollstuhl auf das WC oder die Liege hebt. Dort liegen sie bequem und hygienisch, während die Begleitperson die Inkontinenzeinlage wechseln kann.

Infos und Fotos über das Projekt des Landesverbands für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung auf 

www.toiletten-fuer-alle-bw.de