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Suche nach perfektem Kuss

Der Kuss - Gustav Klimt 1908/09
Der Kuss - Gustav Klimt 1908/09
Foto: Galerie Belvedere

UNBEKANNT (KOBINET) Auf der Suche nach dem perfekten Kuss treffen sich Tastexperten aus vier europäischen Ländern am kommenden Donnerstag in Berlin. Beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband geht es darum, wie aus einem Bild ein blindengerechtes Relief wird, wie Gemälde für blinde Menschen tastbar dargestellt werden können. Im Projekt soll dies am Beispiel des Jugendstil-Werkes "Der Kuss" von Gustav Klimt erprobt werden, teilte heute der Verband mit.

Reliefs können heute computergesteuert ausgefräst oder mit 3D-Druckern hergestellt werden. Die Projektpartner wollen weitere Verfahren testen, um mit einem einzigen Gerät beliebig viele Kunstwerke darzustellen. Auf dem Prüfstand stehen unter anderem virtuelle Modelle und die Finger-tracking-Technologie, bei der die Berührung bestimmter Bereiche eines Modells einen Audio-Kommentar auslöst.

Das Projekt AMBAVis - Access to Museums for Blind and Visually Impaired People through 3D-Technology - läuft seit Dezember 2014 bis Ende 2016. Gefördert vom EU-Programm "Erasmus+" werden von sieben Partnerverbänden aus Österreich, Großbritannien, der Slowakei und Deutschland unterschiedliche Verfahren zur Übertragung von Bildern in taktile Formate getestet und miteinander verglichen.

Mit weiteren Verfahren zur Herstellung von Tastobjekten befasst sich das DBSV-Projekt "Kultur mit allen Sinnen", das im März 2015 gestartet ist. Die Dauerausstellung der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, soll zugänglicher für Besucher mit Seheinschränkung gestaltet werden.