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Brandenburg baut Barrierefreiheit im Tourismus weiter aus

Handbiker am Senftenberger See
Handbiker am Senftenberger See
Foto: Nada Quenzel

POTSDAM (KOBINET) Mit seinen Seen und großen Waldflächen, seinen kleine Städten und seiner großen Geschichte ist Brandenburg ein vielgefragtes Reiseziel. Vor allem die Berliner und Brandenburger finden hier, wie auch ihre Gäste, viele Erholungsmöglichkeiten und Erlebnisangebote.

Seit mehreren Jahren wird daran gearbeitet, alles zunehmend auch Menschen mit Behinderungen zugänglich und erlebbar zu machen. Das trifft nicht nur auf die Landeshauptstadt Potsdam zu, wo die Museen auch taktile Erlebnisse und Informationen in Gebärdensprache bieten, sondern im wachsenden Umfang auch auf weitere Regionen dieses Bundeslandes. So konnten wir in den "kobinet-Nachrichten" erst kürzlich über die Eindrücke der Inklusionsbotschafterin Anna Radtke von einem Besuch in Rheinsberg informieren sowie Erfahrungen eines Besuchs mit Rollstuhl in dieser Stadt veröffentlichen.   

Kürzlich wurde nun die Nachricht veröffentlicht, dass ab diesem Jahr erstmals zwei komplett barrierefreie Urlaubsreisen durch das Lausitzer Seenland führen. Über drei oder vier Tage können Individualreisende und Gruppen diese Urlaubsregion ohne Barrieren erleben. Die Übernachtung erfolgt in barrierefreien Unterkünften und für Ausflüge stehen behindertengerechte Räder bereit. Außerdem ist bei diesen Reiseangeboten ein orts- und fachkundiger Reisebegleiter zur Stelle. Den bisherigen Möglichkeiten, als Rollstuhlnutzer auch Segelboot zu fahren, oder die Region um den Senftenberger See auch mit Rollstuhl bei eine Fahrt mit der "Seeschlange" kennen zu lernen, werden also auch hier die barrierefreien Angebote weiter ausgebaut.

Ein weiterer Schritt von einer Reiseregion, die auch barrierefreie Angebote hat, zu einem Reiseziel, in dem der mobilitätseingeschränkte Reisende überall Barrierefreiheit vorfindet, ist die Erfassung der Barrierefreiheit entlang der Radwege in Brandenburg. Die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH hat Kriterien zur Erhebung der Barrierefreiheit und Familientauglichkeit von Radwegen erarbeiten lassen. An der Erarbeitung waren auch Vertreter von Reisegebieten, Handbike-Nutzer und Anbietern aus dem Segment barrierefreies Reisen beteiligt. Dieser Fragebogen wurde in der vergangenen Woche veröffentlicht und soll jetzt die Grundlage für das weitere Erfassen der Bedingungen entlang der Radwege in Brandenburg sein.

Wer nach Brandenburg reist, wird bald weiter verbesserte Informationsmöglichkeiten vorfinden. Gegenwärtig, so konnte kobinet von der Tourismusmarketing Brandenburg erfahren, wird an der Aktualisierung der Internetseite "Barrierefrei Brandenburg" gearbeitet. Wenn die Überarbeitung Ende des Monats wirksam wird, dann werden den Besucherinnen und Besuchern dieser Seiten vor allem verbesserte Filterfunktionen helfen, das für sie passende Angebot zu finden.