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Teilhabe braucht Barrierefreiheit

Irmgard Badura
Irmgard Badura
Foto: FOTOSTUDIO LAUER

UNBEKANNT (KOBINET) Teilhabe braucht Barrierefreiheit, betont heute die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung in einer Presseinformation über ihr gestriges Treffen mit Vertretern der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Irmgard Badura wollte schildern, "wie wichtig ein politisches Verankern von Barrierefreiheit im Gesetz ist, um wirklich für die gleichberechtigte Teilhabe von uns allen vorwärts zu kommen". Barrierefreiheit sei eine wesentliche Voraussetzung für gleichberechtigtes Miteinander. Der Abgeordnete Karl Holmeier lehnt dagegen gesetzliche Verpflichtungen für die Privatwirtschaft ab.

„Gerade für wenig sehende, blinde Menschen, wie auch mich selbst, ist es aufgrund ‚moderner' Menüsteuerung kaum noch möglich, ein Telefon, eine Waschmaschine oder ein Radiogerät selbständig zu bedienen. So stelle ich mir die Zukunft für uns alle nicht vor. Deshalb sehe ich auch die privaten Unternehmen in der Pflicht, barrierefreie, mindestens nach dem Zwei-Sinne-Prinzip arbeitende Angebote zu schaffen. Deshalb wünsche ich mir eine gesetzliche Verpflichtung von privaten Unternehmen und ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen", so Badura.

Der Abgeordnete Karl Holmeier meinte dagegen, mit der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes verpflichte sich der Bund in den Bereichen, für die er verantwortlich ist, Barrierefreiheit umzusetzen. "Im Bereich der Privatwirtschaft setzen wir auf konsensuale Lösungen. Inzwischen hat dort bereits ein Umdenken stattgefunden, Produkte und Dienstleistungen barrierefrei oder zumindest barrierearm anzubieten. Gesetzliche Verpflichtungen für die Privatwirtschaft wird es nicht geben", so Holmeier.