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STUTTGART (KOBINET)
STUTTGART (KOBINET) Behinderte Menschen stoßen in Deutschland nicht nur immer noch auf vielfältige Barrieren, sondern warten immer noch darauf, dass endlich auch private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden. Dieser Umstand zwingt Ulla Kennter, eine Rampe an ihrem Elektrorollstuhl mitzuführen, um einigermaßen zurecht zu kommen.
Als Ulla Kenntner sich am vergangenen Samstag auf den Weg zum ersten Netzwerktag zur Selbstvertretung in Baden-Württemberg von Sontheim-Brenz nach Stuttgart machte, war ihr klar, dass sie ihre eigene Rampe mitnehmen muss, um einigermaßen klar zu kommen. Mit einer entsprechenden Vorrichtung hat sie diese an ihrem Elektrorollstuhl angebracht. Denn allzu oft erlebt Ulla Kenntner, dass sie ohne diese Rampe in viele Läden, zum Teil in Verkehrsmitteln oder bei Veranstaltungen sonst draußen bleiben muss. Solange die Bundestagsabgeordneten nicht bereit sind, private Anbieter von Diensteistungen und Produkten zur Barrierefreiheit zu verpflichten, glaubt Ull Kenntner auch nicht daran, dass sich entscheidend etwas daran ändert, dass sie auch zukünftig die Rampe an ihrem Rollstuhl mitführen muss. Sie hätten im Gesetz zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts derzeit die Chance, das zu ändern und auch das Forum behinderter Juristinnen und Juristen hat einen praktikablen Vorschlag dafür gemacht. Doch bisher fehlt noch der Wille in der CDU/CSU und SPD entsprechende Regelungen in das Gesetz aufzunehmen. Ulla Kenntner hofft auf jeden Fall auf Einsicht, denn es könne nicht sein, dass jede Rollstuhlfahrerin bzw. jeder Rollstuhlfahrer mit einer Rampe durch die Lande ziehen müsse, um einigermaßen klar zu kommen.
Link zum Vorschlag des Forums behinderter Juristinnen und Juristen




