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Schwerbehindertenvertretungen stärken

Porträtfoto Uwe Schummer
Porträtfoto Uwe Schummer
Foto: Rolf Barthel

BERLIN (KOBINET) Die Unionsfraktion des Bundestages hat heute gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund über die Zukunft der Schwerbehindertenvertretungen beraten. Dazu erklärte der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion, Uwe Schummer: "Wir haben im Koalitionsvertrag zugesagt, die Schwerbehindertenvertretungen zu stärken. Dieses Versprechen wollen wir noch in diesem Jahr einlösen."

Schwerbehindertenvertreter brauchen vor allem mehr Zeit und gut ausgebildete Stellvertreter, um ihren vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. Als Co-Manager kümmern sie sich um die betriebliche Wiedereingliederung von erkrankten Mitarbeitern, gestalten Arbeitsplätze für Mitarbeiter mit Behinderungen barrierefrei oder begleiten Antragsverfahren.

Viel Zeit investieren sie vor allem in Bemühungen, die von Behinderung bedrohten Mitarbeiter im Arbeitsprozess zu halten. Unter diesen sind immer mehr Kolleginnen und Kollegen mit psychischen Erkrankungen. Doch der Einsatz lohnt sich für die Unternehmen: Die Kosten für Produktionsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen betragen jährlich rund sechs Milliarden Euro. Damit führen sie zu einer Minderung der Bruttowertschöpfung um 10,5 Milliarden Euro.

Psychische Störungen sind bei 42,7 Prozent der Beschäftigten die Ursache für Frühverrentungen. 20 Prozent der Beschäftigten in Werkstätten haben eine psychische Behinderung - Tendenz steigend. Schon heute werden die Haushalte der Länder und Kommunen dadurch mit über einer Milliarde Euro pro Jahr für Eingliederungshilfe belastet.

"In Zeiten des Fachkräftemangels können Schwerbehindertenvertretungen effizient dazu beitragen, Ausfallzeiten zu verkürzen und erfahrene Mitarbeiter zu halten", betonte Schummer. "Sie helfen damit den Unternehmen, enorme Kosten zu sparen. Die Union unterstützt die Forderung nach besserer Freistellung für die Vertrauenspersonen in Betrieben mit mehr als 100 schwerbehinderten Beschäftigten."

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

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