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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Katrin Werner, findet die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linken mit dem Thema „Entwicklungsstand und Umsetzung des Inklusionsgebotes in der Bundesrepublik Deutschland" ernüchternd. Zu knapp 250 Fragen legte die Bundesregierung den Stand zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dar. Die Frage, ob die Regierung eine Gesetzesprüfung in Hinblick auf eine Vereinbarkeit mit der Behindertenrechtskonvention plant, verneint die Regierung mit der Begründung, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zu dem zu erwartenden Erkenntnisgewinn stehe.
„Die Bundesregierung ist dazu verpflichtet, die deutschen Gesetze nach ihrer Vereinbarkeit mit der UN-Behindertenrechtskonvention zu überprüfen. Wenn sie das unterlässt, verstößt sie gegen geltendes Recht“, erklärt Katrin Werner. „Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, dürfen nicht mehr als 2600 Euro ansparen. Sie werden per Gesetz arm gemacht. Würde die Bundesregierung den Zusammenhang erkennen, würde sie im Teilhabegesetz Teilhabeleistungen einkommens- und vermögensunabhängig gestalten. Das wird sie aber leider nicht.“
Menschen mit Behinderung sind viel häufiger arbeitslos als Menschen ohne Behinderungen. „Auch hier keinen Zusammenhang von Armut und Behinderung zu erkennen, macht mich fassungslos“, so Werner.




