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Gnadentod-Phantasien unerträglich

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Foto: Rolf Barthel

BERLIN (KOBINET) Als "unerträgliche Gnadentod-Phantasien für Rollstuhlfahrer" hat der christdemokratische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe heute das Pamphlet eines Berliner Sterbehelfers bezeichnet. Vor der  morgigen Abstimmung über Beihilfe zur Selbsttötung schickte Dr. med. Hanjo Lehmann an alle Mitglieder des Bundestages ein langes "Gedicht", in dem er über die Akteure der aktuellen Sterbehilfedebatte zu Gericht sitzt. Er "verflucht" und "verurteilt" die Gegner von Suizidbeihilfe zu schrecklichen Todesarten und "segnet" die Sterbehilfe-Befürworter im Bundestag und seinen Sterbehelfer-Kollegen Uwe-Christian Arnold.

Bei der Passage über den ehemaligen Behindertenbeauftragten Hubert Hüppe offenbart Dr. Lehmann, wie er sich die Selbstwahrnehmung eines Rollstuhlfahrers vorstellt. Hüppes Sohn, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, legt er die Worte in den Mund: "Vater, ich will sterben, ich hasse mich selbst, ich bin der Welt nur Last".

"Das böse Lehmann-Pamphlet zeigt, wie der Ungeist vom Leben, das nicht wert ist zu leben, in der Gesellschaft wieder aufersteht", so Hüppe. Es sei "genauso bestürzend wie bezeichnend, dass so ein Arzt deutschlandweit Sterbehilfe anbietet." In Bezug auf die kommende Abstimmung warnt Hüppe: "Sollte einer der beiden liberalen Entwürfe oder gar nichts beschlossen werden, könnten Leute wie Dr. Lehmann ungehindert weitermachen."

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

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