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KASSEL (KOBINET)
KASSEL (KOBINET) An fast 70 Standorten in Hessen finden psychisch kranke Männer und Frauen dauerhaft oder vorübergehend Unterstützung in Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB). Diese ambulanten Angebote von 44 Trägern fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr mit rund 2,54 Millionen Euro (2014: 2,53 Millionen Euro). Das hat der LWV-Verwaltungsausschuss jetzt beschlossen.
„PSKB haben sich als Basisangebot in der gemeindepsychiatrischen Versorgung bewährt. Wir wollen das Angebot für die steigende Zahl der seelisch behinderten Menschen sichern“, sagte Landesdirektor Uwe Brückmann, Vorsitzender des LWV-Verwaltungsausschusses. Vier Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen fördert der LWV beispielsweise in der Stadt und im Landkreis Kassel: Der Ludwig-Noll-Verein unterhält eine Einrichtung in der Frankfurter Straße, die der LWV mit 33.865 Euro unterstützt. Der Verein Sozialtherapie bekommt für seine PSKB in der Motzstraße 45.630 Euro. Das Gesundheitsamt der Region Kassel betreibt eine PSKB in der Oberen Königsstraße in Kassel sowie in der Johannesstraße in Hofgeismar und wird mit 95.776 Euro gefördert.
Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sind nach Informationen des LWV Hessen ein niedrigschwelliges Angebot und wichtiger Baustein der regionalen Versorgung in Hessen. Sie stehen sowohl Menschen mit einer seelischen Behinderung, also chronisch psychisch Kranken, als auch deren Angehörigen offen. PSKB bieten demnach Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und mit den Mitarbeitern. Den Betroffenen werden weiterführende Hilfestellungen vermittelt oder sie werden nach der Entlassung aus einer stationären Behandlung unterstützt. Die PSKB sind auch Begegnungsstätten, die ermöglichen, den Tag gemeinsam zu planen und zu gestalten. Es gibt keine verbindliche Teilnahme: Das Angebot ist offen.
Die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet ist Bemessungsgrundlage für die Fördersumme. Sie deckt rund 30 Prozent der Kosten. Die PSKB sind in der Regel Teil Psychosozialer Zentren, einem Verbundsystem aus Tagesstätten, Betreutem Wohnen und Werkstattangeboten. Sie werden durch Träger der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunaler Trägerschaft betrieben.




