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Internationale Mobilität eingeschränkt

Logo des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev)
Logo des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev)
Foto: bezev

ESSEN (KOBINET) Rebecca Daniel vom Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) hat den kobinet-nachrichten ein Beispiel einer jungen Frau mit Behinderung, die einen Rollstuhl nutzt und die sich gerne im Ausland engagieren möchte, zugesandt. Dies macht deutlich, wie die Mobilität und Teilhabe behinderter Menschen, die sich gerne im Ausland weiterbilden oder dort arbeiten möchten, eingeschränkt wird. Deshalb hat der Verein auch zusammen mit einer Reihe von anderen Verbänden Forderungen zum Bundesteilhabegesetz entwickelt, um die Benachteiligungen zu beenden. 

"Dieses Erlebnis steht stellvertretend für Menschen mit Behinderung, die Teilhabeleistungen nach SGB IX, XI oder XII beziehen und sich gerne im Rahmen von Bildung oder Arbeit im Ausland aufhalten möchten. Der Grund, weshalb eine Rollstuhlnutzerin beispielsweise nicht gleichberechtigt wie andere Menschen einen Freiwilligendienst im (außereuropäischen) Ausland leisten kann, oder für seinen deutschen Arbeitgeber im (außereuropäischen) Ausland tätig werden kann, ist folgender: Für die Teilhabe notwendige Leistungen werden dort nicht finanziert: Obwohl der gewöhnliche Aufenthalt der Person weiterhin in Deutschland bleibt und sie dieselben Leistungen auch in Deutschland in Anspruch nimmt, wenn sie nicht ins Ausland geht", schreibt Rebecca Daniel.

Die für Teilhabe notwendigen Leistungen würden der jungen Frau während ihres Auslandsaufenthaltes nämlich gestrichen und sie müsste selbst für die Kosten aufkommen – zum Beispiel für ihre Persönliche Assistenz, sowie für die wöchentliche Physiotherapie. Alleine für die beiden Bedarfe müsste sie so für nahezu 6.000 Euro/Monat aufkommen. "Die hoch motivierte junge Frau brach bereits im Bewerbungsverfahren ihren Traum von einem Freiwilligendienst ab. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, welches deutlich macht, dass Menschen mit Behinderung nicht gleichberechtigt an allen Lebensbereichen teilnehmen können. Internationale Mobilität im Rahmen von Bildung oder Arbeit  – Das ist längst nicht selbstverständlich für alle möglich", so die Erfahrung des Vereins bezev.

Link zum Forderungspapier für eine internationale Mobilität

ESSEN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfks159