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Diskussion über Reha- und Teilhaberecht

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Foto: DVfR

HEIDELBERG (KOBINET) Mit einem Monitoring-Projekt will die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ihr Diskussionsforum über die Reform des Reha- und Teilhaberechts fortführen. Der Verein startet jetzt sein neues Kooperationsprojekt „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts“. Es soll den Reformprozess zu einem Bundesteilhabegesetz mit dem Fokus auf der Teilhabe am Arbeitsleben unterstützen, wurde kobinet heute mitgeteilt.

„Nach wie vor machen Menschen mit Behinderung die Erfahrung, dass gesetzliche Regelungen nicht schlicht umgesetzt, sondern in der Praxis unterschiedlich interpretiert, bisweilen auch ignoriert werden“, so DVfR-Vorsitzender Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann. Für die Betroffenen würden dadurch gerade auch in der Arbeitswelt Barrieren für eine nachhaltige Teilhabe entstehen. Die fehlende Rechtsklarheit sei auch für die Fachleute der Rehabilitation und Eingliederung bei der bedarfsgerechten Leistungsausführung ein Problem.

Das neue Projekt „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts“ hat sich die Aufgabe gestellt, nicht nur die geplanten Inhalte eines Bundesteilhabegesetzes, sondern auch deren Auswirkungen auf Strukturen der Leistungsangebote und Prozesse der Leistungserbringung unter die Lupe zu nehmen. Methodisch geht es dabei zunächst um die Analyse möglicher neuer Regelungen sowie deren Umsetzung in die Verwaltungs- und Rehabilitationspraxis. Die Wahrnehmungen und Einschätzungen der behinderten Menschen und die Bedeutung der Regelungen für ihre Lebenssituation sollen dabei besondere Berücksichtigung erfahren.

Für das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderte und von September 2015 bis August 2018 laufende Projekt konnte die DVfR namhafte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Rechts- und Sozialwissenschaften, Sozialmedizin/Begutachtung, Psychologie und Rehabilitationsmedizin gewinnen: Prof. Dr. Wolfhard Kohte (Direktor des Zentrums für Sozialforschung Halle, Bürgerl. Recht, Arbeits-, Unternehmens- und Sozialrecht, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Katja Nebe (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Recht der Sozialen Sicherheit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Gudrun Wansing (Fachgebiet Behinderung und Inklusion, Universität Kassel) und Prof. Dr. Felix Welti (Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung, Universität Kassel). Frau Prof. Nebe, Herr Prof. Welti und Herr Prof. Kohte gehören zugleich dem Herausgeberkreis des Diskussionsforums an. Mehr Informationen finden sich unter monitoring.reha-recht.de.

HEIDELBERG (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scdgsz3