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Kommt endlich Fonds für behinderte Heimkinder?

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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Kommt endlich auch ein Fonds für ehemalige Heimkinder in Behinderteneinrichtungen und stationären psychiatrischen Einrichtungen, die dort Unrecht und Leid erfahren mussten? Wird endlich die Ungerechtigkeit aufgehoben, dass diejenigen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe Gewalt und Unrecht erfahren haben, Hilfen bekommen, aber diejenigen in Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen nicht? Dies fragen sich viele angesichts der heutigen Anhörung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Denn nun liegen endlich konkrete Vorschläge für die längst überfälligen Hilfen vor.



Die Amtschefkonferenz der Staatskanzleien und des Bundeskanzleramtes hatte im Mai einen Auftrag ausgegeben, dass bis Ende August von Bund, Ländern und Kirchen ein Vorschlag erarbeitet wird, um die Benachteiligungen aufzuheben und Hilfen zu gewähren. Während einer ersten Anhörung am 7. Juli im Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatten die sich in der Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Heimkinder Deutschland (AeHD) zusammen geschlossenen Betroffenen aufgrund der Kurzfristigkeit der Einladung nach längerer Untätigkeit die Teilnahme verweigert. Heute werden VertreterInnen des AeHD dabei sein und die Vorschläge kritisch überprüfen. Klar ist, dass die nötigen Hilfen schnell kommen müssen, denn wie Uschi Lehmann zurecht am 7. Juli kritisierte, haben die Betroffenen von dem damaligen Unrecht keine Zeit zu verlieren, da viele von ihnen bereits gestorben sind.

Neben der Abstimmung auf einen Hilfefonds, der auch von allen Ländern und den Kirchen finanziell getragen werden muss – der Bund hat bereits Geld hierfür in den Haushalt eingestellt -, geht es heute also auch darum, die Hilfen im weitestgehenden Einklang mit den Betroffenen zu planen.