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Entschließungsantrag zum Wahlrecht

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MAINZ (KOBINET)

MAINZ (KOBINET) Mit der Verabschiedung des neugefassten Landeswahlgesetzes ist die rechtliche Grundlage gelegt, die Landtagswahl am 13. März 2016 in Rheinland-Pfalz abzuhalten. Dazu passend haben die Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen Entschließungsantrag zum Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen verabschiedet.



„In der Bundesrepublik und auch in Rheinland-Pfalz sind gesetzlich verschiedene Gründe aufgeführt, warum manchen Menschen ihr Wahlrecht vorenthalten wird“, erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Carsten Pörksen. „Die SPD-Fraktion ist der Auffassung, dass diese Wahlrechtsausschlussgründe dringend überprüft und gegebenenfalls geändert werden müssen. Auf Drängen der rot-grünen Landesregierung wird derzeit auf Bundesebene eine wissenschaftliche Studie erstellt, die sich umfassend mit dem Wahlrecht behinderter Menschen auseinandersetzt und die bestehenden Wahlrechtsausschlüsse bewertet. Für die SPD-Fraktion ist daher klar: Nach Vorliegen der Studie sollen auch auf Landesebene Verbesserungen beim Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen vorgenommen werden.“ Dies fordert die SPD-Fraktion gemeinsam mit dem Koalitionspartner in dem am Mittwoch beschlossenen Antrag.

„Handlungsbedarf besteht auch beim Wahlgang selbst: Insbesondere Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen muss die Teilnahme an der Wahl ermöglicht oder erleichtert werden. Ihre Wahlteilnahme darf nicht an räumlichen oder bautechnischen Hindernissen scheitern“, betont Pörksen. „Zu begrüßen sind die bisherigen Bemühungen und Anstrengungen der Kommunen, sie haben zu deutlichen Verbesserungen bei der Barrierefreiheit in Wahllokalen geführt.“