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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Sebastian Urbanski spielt bei RambaZamba Theater, ist erfolgreicher Filmschauspieler und war Synchronsprecher für Pablo Pineda in "Me too". Jetzt schildert der Berliner seinen Weg in einem Buch, das am 5. März bei Fischer erscheint: Am liebsten bin ich Hamlet. Der Verlag kündigt es als erstes Buch aus der Perspektive eines Menschen mit Downsyndrom an. "Ich bin ein sogenannter Behinderter. Ich möchte mit meinem Buch allen Lesern zeigen, dass man mit uns genauso umgehen kann, wie mit allen anderen Menschen auch", sagt der 36-Jährige, der über seine Kindheit in der ehemaligen DDR, seine Jugend im Westen und seine schauspielerische Karriere schreibt.
„Pablo Pineda ist mein großes Vorbild. Einmal fragte mich ein Journalist, was den spanischen Schauspieler mit Hochschulabschluss und mich verbindet. Ich antwortete ihm: ‚Der ist fast so wie ich. Er hat seinen eigenen Kopf. Wie ich. Er steckt sich hohe Ziele. Das mache ich auch. Und er hat das Downsyndrom“, heißt es weiter in der Verlagsankündigung.
Die Berliner Zeitung veröffentlichte im Magazin ihrer Wochenendausgabe einen längeren Auszug aus dem Buch unter dem Titel „Der Großstadtindianer“. Darin schreibt Urbanski: „Bis an mein Lebensende im Bereich Hauswirtschaft einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten, nur weil ich das Downsyndrom habe, das konnte ich mir nicht vorstellen. Ich wollte einfach mehr erreichen.“
Lesungen gibt es in Berlin am 10. März im Theater RambaZamba, am 23. März in der Buchhandlung „Einar und Bert“ und am 26. März in der Pablo-Neruda-Bibliothek.




