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Kritik am Portal Barrierefrei studieren

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Foto: omp

UNBEKANNT (KOBINET) Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks hat das Portal über barrierefreies Studieren getestet und prinzipielle Kritik geäußert. Das datenbankgestütztes Angebot, welches vorgibt, passend zu Behinderung und Hochschulort Fördermöglichkeiten zu benennen, sei gegenwärtig nicht zu empfehlen, so deren Leiterin Dr. Christiane Schindler.

"Um das Angebot nutzen zu können, müssen Interessierte sich anmelden und notwendig Angaben machen über Hochschule, Studienfach, Studienabschluss, Art und Grad der Behinderung, Religion und Geschlecht. Die Nutzung dieser persönlichen Daten erfolgt auch zu kommerziellen Zwecken – darauf wird in den Informationen zum Datenschutz explizit hingewiesen", so Schindler.

Außerdem liefere die Datenbankabfrage vielfach Fehlinformationen. So habe die Suche bei psychischer Erkrankung in Hamburg als erste "Fördermöglichkeit" die "Finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung eines KFZ" ergeben. "Nicht zuletzt haben wir auch Bedenken bezüglich des hinter dem Portal stehenden Konzeptes. Passgenaue Angaben zu Finanzierung und Nachteilsausgleichen für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten sind auf Mausklick nur schwerlich zu bekommen", stellt Schindler fest. Hier würden bei den Studierenden Erwartungen geweckt, "die sich in der versprochenen einfachen Weise nicht erfüllen lassen".