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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen hat in einem Rückblick auf ihr erstes Jahr in diesem Amt das Teilhaberecht als dominierendes Thema bekräftigt. "In nahezu allen Gesprächen und Veranstaltungen war in diesem Jahr vor allem die große Teilhaberechtsreform das dominierende Thema. Diese im Koalitionsvertrag versprochene Reform der Eingliederungshilfe wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorangetrieben und soll 2017 in Kraft treten", betonte Verena Bentele heute in ihrem Inklusionsnewsletter.
Begleitet werde der Prozess durch eine Arbeitsgruppe, in der die verschiedenen Akteure zusammen kommen, so Bentele. „Mit dem neuen Gesetz soll die bisherige Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, angesiedelt bei der Sozialhilfe im SGB XII, im Neunten Sozialgesetzbuch verankert werden – dort, wo auch die Rehabilitation und Teilhabe geregelt sind. Denn Behinderung und Sozialhilfe haben in einer inklusiven Gesellschaft nichts miteinander zu tun.“
Inklusion bedeutet nach ihren Worten, dass Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeiten haben, frei zu wählen, wie sie leben wollen, wo sie arbeiten möchten, wo sie zur Schule gehen oder auch mit wem sie zusammen leben wollen. „Damit wir inklusiv leben und denken können in unserer Gesellschaft, müssen noch viele Barrieren in den Köpfen beseitigt werden“, betont die Behindertenbeauftragte. „Inklusion bewegt“, so laute das Motto ihrer Amtszeit. „Lassen Sie uns gemeinsam im nächsten Jahr das Ziel einer inklusiven Gesellschaft Stück für Stück verwirklichen“, appelliert die Beauftragte an ihre Mitstreiter und zitiert Gotthold Ephraim Lessing, einen ihrer Lieblingsdichter der deutschen Aufklärung: „Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.“




