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MüNCHEN (KOBINET)
MüNCHEN (KOBINET) Seit zehn Jahren übt Oswald Utz mittlerweile das Amt des Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München aus. Gestern beging er dieses Jubiläum mit einem Empfang im Foyer des Jüdischen Museums München. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit dem engagierten und langjährigen Streiter der Behindertenbewegung über sein Jubiläum.
kobinet-nachrichten: An was erinnerst du dich noch, als du damals vor zehn Jahren das Amt des Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München übernommen hast?
Oswald Utz: Ich habe mich sehr gefreut und war auch ein wenig stolz, schließlich bin ich gewählt worden und zwar vom Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München.
kobinet-nachrichten: Welche Highlights gab es für dich in diesem Amt und was hat dich am meisten herausgefordert?
Oswald Utz: Das es mir gelungen ist, das Thema Menschen mit Behinderungen zumindest in der Stadtverwaltung als Querschnittsthema zu verankern, ist das eine. Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat meinem Amt nochmal sehr viel mehr Bedeutung und auch „Macht“ beschert, diese braucht man auch um etwas zu bewegen. Herausfordern tun mich die Themen Arbeit, Wohnen und Armut, bei diesen Themen komme ich nicht wirklich voran, hier ist es immer ein hinterher laufen.
kobinet-nachrichten: Du übst das Amt hauptamtlich aus. In vielen Städten ist das noch ehrenamtlich. Wie schätzt du das ein?
Oswald Utz: Nein, ich übe das Amt im Ehrenamt aus. Aufgrund der Bayerischen Gemeindeordnung bin ich aber für meinen Job als Behindertenbeauftragter freigestellt. Dieses Konstrukt schätze ich sehr, zum einen kann ich meine ganze Kraft in das Amt legen und trotzdem bin ich weisungsunabhängig.
kobinet-nachrichten: Was sind deine nächsten Projekte und Ziele?
Oswald Utz: Wir haben in München einen ersten Aktionsplan verabschiedet, den gilt es jetzt umzusetzen. Auch meine Aufgaben wurden nochmal erweitert, ich baue gerade eine Antidiskriminierungsstelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in meinem Büro auf.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die nächsten zehn Jahre




