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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Wie Inklusion gelebt werden kann, beschreibt Minka Wolters in ihrem diesen Herbst im Christoph Links Verlag erschienenen Buch "Besonders normal". In der Verlagsempfehlung heißt es: "Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch - behindert oder nicht behindert - selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Nur welche Strukturen müssen dafür geschaffen werden? Wie viel Kampf, Mut und Unterstützung gehören dazu? Wo muss der Einzelne umdenken?"
Dazu hat Minka Wolters (Jahrgang 1976) viele Betroffene, Menschen aus ihrem Umfeld und Fachleute befragt. Sie alle erzählen von ihren Erfahrungen mit Inklusion im Kindergarten, in der Schule, an der Universität und am Arbeitsplatz. Von den täglichen Herausforderungen: mit Behörden, mit dem Partner und mit den Geschwistern. Es geht um Wut, um Verzweiflung und um die große Freude über winzige Erfolge.
Die Friedrich Ebert Stiftung nimmt das Buch als Einstieg und Grundlage einer Diskussionsveranstaltung am 25. November in Berlin. Sie will die Schilderungen von Minka Wolters aufgreifen und über Ansatzpunkte diskutieren, wie die selbstbestimmte Teilnahme aller Menschen am gesellschaftlichen Leben gestaltet und gewährleistet werden kann. „Die Schaffung und gerechte Verteilung von Lebenschancen ist eine zentrale Aufgabe von Politik und Gesellschaft. Ziel einer modernen Inklusionspolitik ist die selbstbestimmte Teilnahme aller Menschen am gesellschaftlichen Leben“, so wird die Veranstaltung der SPD-nahen Stiftung angekündigt. „Mehr als fünf Jahre nach Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention bestehen in Deutschland gleichwohl eine Reihe von ausgrenzenden gesellschaftlichen Strukturen, die einer umfassenden Teilhabe von Menschen mit Behinderung entgegenstehen. Die Ausgestaltung des Rechts auf Inklusion bleibt deshalb eine zentrale gesellschaftspolitische Herausforderung.“




