Werbung:
Werbung
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Werbung
Banner mit Inklusion Jetzt und der Schrift Dabei am 5. Mai - Live-Blog zum Protesttag
Werbung
Stellenanzeige des DIMR
Springe zum Inhalt

LVR nimmt Inklusion und Menschenrechte in den Fokus

Akteure in Sachen Aktionsplan des LVR
Akteure in Sachen Aktionsplan des LVR
Foto: LVR

KöLN (KOBINET) Auf der Fachtagung "Gemeinsam in Vielfalt" stellte der Landschaftsverband Rheinland (LVR) gestern seinen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor. Damit will der LVR die Behindertenrechtskonvention in seinen Aufgabenfeldern umsetzen und einen wichtigen Beitrag leisten, dass Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird.

Auch Roland Borosch vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und der Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention, Dr. Valentin Aichele, kamen zu der Tagung nach Köln, an der über 200 Gäste teilnahmen. Kurz nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention in Deutschland 2009 gründete die politische Vertretung des LVR die "Kommission Inklusion". Für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention richtete LVR-Direktorin Ulrike Lubek in ihrem Stab eine Anlauf- und Koordinierungsstelle BRK ein. Ulrike Lubek betonte bei der Fachtagung, dass die Umsetzung des Aktionsplanes für den LVR aber weitaus mehr sei, als nur gesetzliche Verpflichtung: "Als größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland und als öffentlicher Träger psychiatrischer Kliniken ist der LVR ganz besonders bei der Umsetzung der BRK gefordert. Aufgrund unseres Selbstverständnisses sind die Ziele und Werte der BRK dem LVR ein echtes Anliegen, das wir verbindlich verfolgen werden und deshalb in unserem Steuerungsprozess nachhaltig verankern." Hierbei seien unter anderem wichtige Ziele, "dass Menschen mit Behinderungen selbst ihre Interessen vertreten und für sich selbst sprechen können. Allen muss bewusst werden, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen Rechte haben. Denn genau darum geht es: um Menschenrechte", so Ulrike Lubek weiter.

Bei der Entwicklung des Aktionsplans hat der LVR auf einen partizipativen und dialogorientierten Ansatz Wert gelegt. Das dezernatsübergreifende Projektteam bezog auch die Gesamtschwerbehindertenvertretung ein. Außerdem wurden an den zahlreichen Projektworkshops Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Behinderung beteiligt. Dorothee Daun, Vorsitzende der LVR-Kommission Inklusion, bewertete dies als besonders erkenntnisreich für die Arbeit: "Durch die Beteiligung behinderter Menschen konnte wertvolles, zielgruppenspezifisches Erfahrungswissen vermittelt werden. So wurden die vielfältigsten, unüberwindbaren Hürden deutlich, die für Nichtbetroffene oft kaum wahrnehmbar sind. Das war für unsere Arbeit von großem Wert."

Der LVR-Aktionsplan versteht sich im Sinne eines BRK-Mainstreamings, das möglichst konkret die menschenrechtlichen Aufgaben und Anliegen der Behindertenrechtskonvention für die Aufgabengebiete des LVR erschließt, damit diese systematisch bearbeitet werden können. Den LVR-Aktionsplan "Gemeinsam in Vielfalt" zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gibt's als Broschüre im Internet unter:  http://www.lvr.de/media/wwwlvrde/projektseiten/portalinklusion/dokumente_1/lvr_fachtagung/LVR-Vielfalt.pdf.

KöLN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfnsxy3