Menu Close
Hinweis: Dieser Beitrag wurde von der alten Website importiert und gegebenenfalls vorhandene Kommentare wurden nicht übernommen. Sie können den Original-Beitrag mitsamt der Kommentare in unserem Archiv einsehen: Link

Strukturen für gleichberechtigte Teilhabe schaffen

Willi Rudolf
Willi Rudolf
Foto: Willi Rudolf

1024w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1152/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/A078BNSyJmk6sFxezrDobcZ5Up9uMt3lgiOYPI4VhWGvjq1REKTLQHfXwanC.jpg"/>
Willi Rudolf
Foto: Willi Rudolf

1152w, https://kobinet-nachrichten.org/cdn-cgi/image/q=100,fit=scale-down,width=1280/https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/A078BNSyJmk6sFxezrDobcZ5Up9uMt3lgiOYPI4VhWGvjq1REKTLQHfXwanC.jpg"/>
Willi Rudolf
Foto: Willi Rudolf

1280w" sizes="(max-width: 1024px) 1024px, (max-width: 1152px) 1152px, (max-width: 1280px) 1280px" src="https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/A078BNSyJmk6sFxezrDobcZ5Up9uMt3lgiOYPI4VhWGvjq1REKTLQHfXwanC.jpg"/>
Willi Rudolf
Foto: Willi Rudolf

KARLSRUHE (KOBINET)

KARLSRUHE (KOBINET) Beim diesjährigen Reha-Kolloquium von 10. bis 12. März im Karlsruher Kongresszentrum wurden über 200 wissenschaftliche Vorträge zu aktuellen Ergebnissen aus der Rehabilitationsforschung präsentiert. Der Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Willi Rudolf trat in seinem Vortrag unter dem Motto "Inklusion oder Illusion" für Strukturen ein, die Teilhabe ermöglichen.



„Wir müssen Strukturen schaffen, die es ermöglichen, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am Leben teilhaben können“, forderte Willi Rudolf und fügte hinzu, dass viele „Menschen mit Behinderung, die eine Arbeitsstelle mit ihren Fähigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt suchen, Enttäuschungen erleben, die sie dann erst einmal verarbeiten müssen“. Auch bei der Wohnungssuche stießen Betroffene auf Hindernisse: „Die passende barrierefreie Wohnung zum richtigen Zeitpunkt mit der entsprechenden Finanzierbarkeit zu finden, ist äußerst schwierig.“

Die Lösung sieht Willi Rudolf in einem Teilhabegesetz und fordert neben einem eigenständigen Bundesteilhabegesetz ein Bundesteilhabegeld, also eine aus dem Bundeshaushalt finanzierte monatliche Geldleistung als Nachteilsausgleich. Heftig kritisierte Willi Rudolf die derzeitige Situation bei der Persönlichen Assistenz und Unterstützung. „Dies ist in der jetzigen Praxis völlig unzureichend und eher restriktiv geregelt. Doch genau diese Form von Persönlicher Assistenz bietet ein Höchstmaß an persönlicher Autonomie, Flexibilität, Entfaltung und Selbstbestimmung“, stellte Willi Rudolf fest. Auch beim Budget für Arbeit sieht er dringend Handlungsbedarf. „Das Budget für Arbeit müsste eine echte Alternative zur Werkstattunterbringung darstellen. Das Budget für Arbeit sollte ein Instrument sein, um normale sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich zu machen. Das bisherige Konzept der Rehabilitation im SGB IX muss dem Konzept der Teilhabe weichen. Das Prinzip der Teilhabe bedeutet, dass Menschen mit Behinderung inklusive Unterstützung erfahren sollen, um Ausgliederung zu vermeiden und Teilhabe zu ermöglichen“, so das Fazit von Willi Rudolf.