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Schulungen zur Barrierefreiheit in Niedersachsen

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HANNOVER (KOBINET) Wenn in Städten und Gemeinden im öffentlichen Verkehrsraum neu gebaut oder vorhandener Baubestand umgestaltet wird, wenn für alte oder junge oder Menschen mit Behinderungen die Mobilität im öffentlichen Raum nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, sind meist ehren- oder hauptamtlich Tätige aus Behindertenbeiräten, Behinderten- und Sozialverbänden gefragt. In den kommenden zwei Jahren werden in zehn Städten Niedersachsens hierfür mindestens elf viertägige Schulungen durchgeführt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Beiräte und Verbände beraten in der Regel die Kommunen, Bauträger und Planer in der Umsetzung der barrierefreien Gestaltung. Die Verwaltungen sind oftmals gewillt, das Recht auf Barrierefreiheit umzusetzen – allerdings fehlt ihnen trotz existierender Regelwerke zur Umsetzung eines barrierefreien Verkehrsraumes häufig das notwendige Know-how, um vor Ort die Bedürfnisse aller behinderter Menschen zu berücksichtigen. Deswegen sieht die Behindertenrechtskonvention vor, dass Menschen mit Behinderungen in alle Planungen mit einbezogen werden, heißt es in einer Information zum neuen Schulungsprojekt. Die Materie selbst sei allerdings nicht immer einfach. Die Anforderungen von Rollstuhl- und RollatornutzerInnen müssen ebenso bedacht werden wie die von blinden, sehbehinderten und gehörlosen Menschen, von Personen mit geistiger Behinderung, von Passanten mit Kinderwagen, Fahrradanhängern/Spezialrädern, von Senioren und Kindern.

Um die Beratungskompetenz der einzelnen VertreterInnen zu stärken und auf ein für ganz Niedersachsen einheitliches Niveau zu bringen, hat der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN) gemeinsam mit weiteren Verbänden wie dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, der Selbsthilfe Körperbehinderter Niedersachsen, dem Gehörlosenverband, dem Niedersächsischen Landesrat für Menschen mit Behinderungen, dem Landesseniorenrat, der Lebenshilfe, dem Landesverband Paritätischer Niedersachsen, dem SoVD und dem VdK sowie mit Unterstützung aus der Politik ein Bündnis zur Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum initiiert. In Zusammenarbeit mit den Bündnispartnern haben die Verkehrsplanerin Tanja Aurich und die Architektin Andrea Heppner einen Schulungsplan sowie barrierefreies Schulungsmaterial entwickelt.

In den kommenden zwei Jahren werden im Rahmen dieses von der Aktion Mensch geförderten Projektes in zehn Städten Niedersachsens unter der Leitung von Tanja Aurich und Andrea Heppner mindestens elf viertägige Schulungen durchgeführt. In neun Modulen werden in praxisbezogenen Simulationseinheiten im Rollstuhl, mit dem Rollator, unter der Augenbinde und unter der Simulationsbrille behinderungsspezifische Beeinträchtigungen vermittelt. In theoretischen Blöcken geht es um das Fachwissen zur barrierefreien Gestaltung, über bestehende Normen und Regelwerke sowie um eine korrekte Erstellung schriftlicher Stellungnahmen. Ziel ist es, Betroffene aus Behinderten- und Sozialverbänden sowie Mitglieder aus Behindertenbeiräten und Behindertenbeauftragte für die Belange von Barrierefreiheit so zu schulen, dass diese gegenüber Planern und Gemeinden als für alle Behinderungsarten kompetenten Ansprechpartner auftreten können.

Die Schulungen beginnen im Frühjahr 2014. Aufgrund der Förderung durch Aktion Mensch können die Schulungen bis zum Projektende (August 2015) kostenfrei angeboten werden. Anmeldung und weitergehende Informationen zu den Schulungen, den Veranstaltungsorten und –zeiten sowie zu den Anmeldeformalitäten gibt’s unter http://www.blindenverband.org/wir-in-der-region/projekt-barrierefreiheit/ oder bei Tanja Aurich und Andrea Heppner, Tel.: 0511/5104 280, E-Mail: [email protected] und [email protected].