Foto: Regine-Hildebrandt-Schule
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Foto: Regine-Hildebrandt-Schule
UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Der Kreistag Oberhavel hat entschieden, das Wohnheim der Regine-Hildebrandt-Schule im brandenburgischen Birkenwerder zu schließen, ohne dass es eine Alternative zur inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schüler mit Körper- und Mehrfachbehinderung gibt. Mit 25 Ja-Stimmen bei 19 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen stimmte der von SPD und CDU geführte Kreistag für die Schließung des Wohnheims der Gesamtschule mit seinen 27 Plätzen. Für den Sprecher für Menschen mit Behinderungen der Linksfraktion im Landtag, Jürgen Maresch, bedeutet dies eine Rolle rückwärts in Sachen Inklusion.
Wie eine Alternative aussehen soll, fragen sich nun Schüler wie Eltern. Eine Alternative gibt es nicht. Die Schüler ohne Behinderung zeigen sich solidarisch und fordern ebenso wie die Betroffenen, deren Eltern und viele weitere Unterstützer, das Wohnheim zu erhalten.
„Solange andernorts die Voraussetzungen für eine inklusive Beschulung an Regelschulen nicht geschaffen sind, muss der Zugang zu dieser einzigen inklusiven Schule, an der auch das Abitur möglich ist, erhalten bleiben“, betont Maresch. Das gemeinsame Lernen sei gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention verbindliches Recht. Da dieses Recht nirgendwo anders in dieser Region eingelöst werden könne, müsse das Wohnheim zumindest so lange erhalten bleiben, bis alle Voraussetzungen für eine inklusive Beschulung vor Ort gegeben seien.
„Eigentlich sollte man stolz auf diese Schule sein – und nicht dieses einzigartige und beispielhafte Miteinander von Schülern mit und ohne Behinderung zerstören“, meint Maresch. „Das Land ist in der Pflicht, das Recht auf eine inklusive Bildung von Menschen mit Behinderung anzuerkennen, zu fördern und damit diese fatale Rolle rückwärts in Sachen Inklusion zu stoppen!“




