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Armutsgefährdung Älterer steigt

Ulrike Mascher
Ulrike Mascher
Foto: VdK

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BERLIN (KOBINET) Der heute in Berlin veröffentlichte Sozialreport bestätigt den VdK in seiner Einschätzung, dass die  Armutsgefährdung älterer Menschen steigt „Wer Armut im Alter vermeiden will, muss für ordentlich bezahlte Arbeit und gute Arbeitsbedingungen sorgen", fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Die Studie bestätigt leider die sich verschärfende Armutssituation älterer Menschen, auf die der VdK seit langem hinweist. So hat sich im Vergleich zu 2007 die Armutsgefährdung der älteren Erwerbsfähigen um fast drei Prozentpunkte auf 20,5 Prozent erhöht.

Berlin (kobinet) Der heute in Berlin veröffentlichte Sozialreport bestätigt den VdK in seiner Einschätzung, dass die  Armutsgefährdung älterer Menschen steigt „Wer Armut im Alter vermeiden will, muss für ordentlich bezahlte Arbeit und gute Arbeitsbedingungen sorgen“, fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Die Studie bestätigt leider die sich verschärfende Armutssituation älterer Menschen, auf die der VdK seit langem hinweist. So hat sich im Vergleich zu 2007 die Armutsgefährdung der älteren Erwerbsfähigen um fast drei Prozentpunkte auf 20,5 Prozent erhöht.

Die hohe Armutsgefährdungsquote bei der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen ist für Mascher ein weiteres Gegenargument für die Heraufsetzung des Rentenalters: „Die Rente mit 67 wird diese Situation nur noch weiter verschärfen. Hinter diesen Zahlen stecken schon heute Menschen, die langzeitarbeitslos sind oder wegen einer Erkrankung im Berufsleben kürzer treten müssen.“ Bereits heute ist jeder zehnte Erwerbsminderungsrentner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen.

„Die aktuellen Zahlen der Studie machen sehr deutlich, dass Armut in Deutschland ein akutes Problem ist und nicht mehr wegdiskutiert werden darf. Insbesondere Altersarmut ist kein Randproblem. Deshalb muss die Vermeidung und Bekämpfung von Armut ganz nach oben auf die politische Tagesordnung“, mahnt Mascher. Der Sozialverband sieht daher einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn als wichtigen Schritt zur Lösung des Problems. Er sieht darüber hinaus auch eine gesetzliche Regelung zur Einschränkung von Leih- und Zeitarbeit sowie von befristeten Jobs als notwendig an, um Lohndumping zu bekämpfen.

Armut gefährdet auch die Gesundheit: wer in prekärer Beschäftigung lebt, hat eine signifikant geringere Lebenserwartung als Gutverdiener. So liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Frauen rund acht Jahre niedriger als in der Gruppe der Bezieher hoher Einkommen. Bei Männern unterer Einkommensgruppen beträgt die Differenz sogar fast elf Jahre. „Es ist ein Skandal in einem reichen Land wie der Bundesrepublik, dass Armut existiert und noch dazu zu einem erhöhten Sterberisiko führt. Wer dies vermeiden will, muss die Kluft zwischen Arm und Reich endlich schließen. Hier wartet ein großes Stück Arbeit auf die neue Bundesregierung“, so Mascher.