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Taubblinde demonstrierten in Berlin

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Foto: ht

BERLIN (KOBINET) Rund 500 Taubblinde und Begleiter zogen heute durch Berlins Mitte. Manche waren schwarz gekleidet, mit Augenbinden um den Kopf, berichtet die tageszeitung (taz). Helfer hielten ein weißes Band, an dem sich die Demonstranten entlangtasten. „Taubblinde in Isolationhaft - Schluss damit“ stand auf einigen T-Shirts.

Wenn Taubblindheit in der deutschen Gesetzgebung vorkommt, wird sie definiert als die Summe von Blindheit und Gehörlosigkeit – aber das wird dieser Behinderung nicht gerecht. Wer nicht hören kann, ist extrem auf den Sehsinn angewiesen, als Blinder nutzt man sein Gehör sehr intensiv. Taubblinde Menschen müssen auf beide Hauptsinne verzichten, können also viel weniger ausgleichen als jemand mit „nur" einer Behinderung. Ohne Assistenz ist beispielsweise die Ausübung des Wahlrechts nicht möglich, aber auch der tägliche Einkauf oder ein Arztbesuch werden zu unlösbaren Problemen.