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Große Unterschiede bei schulischer Inklusion

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KASSEL (KOBINET)

KASSEL (KOBINET) Während im derzeitigen Bundestagswahlkampf zuweilen beklagt wird, dass es keine großen Aufreger und zum Teil nur kleine Unterschiede in den Positionen der einzelnen Parteien gibt, war gestern Abend bei einer Podiumsdiskussion zur Landtagswahl in Hessen im Evangelischen Forum in Kassel zur schulischen Inklusion nicht der Fall. Die Unterschiede der einzelnen Parteien in der Philosophie und Ausgestaltung in Sachen inklusive Bildung waren unüberhörbar.



Während die Vertreterin der CDU die Ansicht vertrat, dass das System der Förderschulen nicht gegen die UN-Behindertenrechtskonvention verstößt und sich stolz zeigte, dass Hessen ein solch gut ausdifferenziertes Förderschulsystem hat, das inklusiv sei, trat die Vertreterin der Linken eindeutig für eine Schule für alle ein. Dazwischen schilderte der FDP Vertreter, wie wichtig es sei, dass der Prozess der schulischen Inklusion länger dauern würde, weil es ja auch noch eine ganze Reihe von Eltern gäbe, die gegen die Inklusion sind. Die Grünen und die SPD plädierten klar dafür, das vor kurzem geänderte Schulgesetz in Hessen und die damit verbundene Verordnung über die Organisation und Stundenzahl für Sonderpädagogen schnellstmöglich zu ändern.

Alle waren sich einig darüber, dass die Umsetzung der schulischen Inklusion noch einige Jahre in Heesen dauern werde. Johannes Batton machte in seiner Einführung in der von Martina Puschke vom Weibernetz moderierten Veranstaltung mit seinem Einführungsreferat deutlich, dass schulische Integration nichts neues ist und bereits vor 30 Jahren auf der Tagesordnung stand. Vor allem schilderte er, dass hier vieles möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und genau hier kritisierte er die Verschlechterungen, die durch die von CDU und FDP beschlossenen Änderungen in Hessen eingetreten sind. Die große Resonanz von ca. 100 TeilnehmerInnen an der von einem breiten Bündnis zur Inklusion organisierten Veranstaltung und die rege Diskussion machte deutlich, dass das Thema schulische Inklusion auch nach der Wahl in Hessen auf der Tagesordnung stehen wird.