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20 Jahre Theater Hora

Akteur vom Theater Hora zum internationalen Festival OKKUPATION! in Zürich
Akteur vom Theater Hora zum internationalen Festival OKKUPATION! in Zürich
Foto: Michael Bause

UNBEKANNT (KOBINET) In Zürich geht morgen ein internationales Festival zu Ende, zu dem das nunmehr 20 Jahre bestehende Theater Hora eingeladen hatte. Zum vierten Mal fand hier das internationale Theaterfestival OKKUPATION! statt, das vermeintliche Aussenseiterkunst und international anerkannte Vertreter sogenannt normaler Bühnenkunst präsentiert. Behinderte und nicht behinderte Künstlerinnen und Künstler befassen sich mit dem "zum Glück immer noch imperfekten Menschen – und okkupieren dabei zentrale Spielstätten der Hochkultur mit ungewöhnlichen Arbeiten von den Rändern der Gesellschaft und jenseits üblicher Weltwahrnehmung".

Tanz, Theater und Performance, Burlesque-Revue, Impro-Konzert und Live-Malerei – die Rote Fabrik und die Gessnerallee Zürich waren vollgepackt mit Festivalprogramm, das Schauspielhaus Schiffbau wurde zur temporären Heimstätte einer ungewöhnlichen Video-Lach-Installation. Das Zürcher Theaterprojekt zeigte nicht nur seinen Welterfolg "Disabled Theater", gerade zurückgekehrt vom Berliner Theatertreffen, sondern auch eine eigens gestaltete Jubiläums-Revue, geliebte Klassiker aus dem Repertoire, ein Endlos-Tanzfilm mit ungezählten HORAficionados sowie – Stichwort Nachwuchsförderung – innovative Kleinformate zwischen Hörstück und theatraler Videoausstellung.

In Zürich angereist war auch das Berliner Team des Theaterfestivals "No limits", das in diesem Jahr vom 7. bis 17. November die Zuschauer wieder begeistern und deren Blick auf die Gesellschaft verändern soll. International, intensiv, professionell, progressiv, kämpferisch, kompromisslos, behindert, nicht behindert, das sind nur einige Attribute der zu erwartetenden fast 200 Künstlerinnen und Künstler. Sie sollen die Kulturbrauerei, das Ballhaus Ost, das HAU und andere Orte "zu Experimentierfeldern der internationalen inklusiven Leit-Kultur verwandeln", erfuhr kobinet von Antje Grabenhorst, die wiederum mit der Pressearbeit betraut wurde.