BERLIN (kobinet)
Bei einem Treffen der Bundes-Regierung fordern drei Organisationen etwas.
Die Bundes-Regierung leitet das Land Deutschland.
Die Bundes-Regierung trifft wichtige Entscheidungen für alle Menschen.
Eine Organisation ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen in der Gruppe arbeiten zusammen.
Die Organisationen sind: Deutscher Caritas-Verband, Agora Digitale Transformation und DIFIS SoFo.
DIFIS SoFo ist ein Forschungs-Zentrum für Sozial-Politik.
Das Forschungs-Zentrum ist ein Ort.
Dort untersuchen Fach-Leute wichtige Themen.
Die Fach-Leute machen Studien.
Sozial-Politik sind Regeln und Entscheidungen.
Diese Regeln sollen Menschen mit Behinderung oder in Not helfen.
Die Organisationen wollen etwas.
Beratungs-Stellen der Freien Wohlfahrts-Pflege sollen feste Anlauf-Stellen sein.
Beratungs-Stellen sind Orte.
Dort bekommst du Hilfe.
Freie Wohlfahrts-Pflege sind Hilfs-Organisationen wie Caritas oder Diakonie.
Sie helfen Menschen in Not.
Die Anlauf-Stellen sollen vor Ort sein.
Vor Ort bedeutet: Dort kannst du hingehen.
Dort bekommst du Antworten auf deine Fragen.
Das gilt für den digitalen Sozial-Staat.
Der digitale Sozial-Staat ist der Staat mit Computer.
Hilfen und Anträge gehen über das Internet.
Alle sollen mitmachen können.
Digitalisierung allein garantiert keinen Zugang für alle Menschen.
Digitalisierung bedeutet: Dinge mit Computer statt auf Papier machen.
Zugang bedeutet: Ein Weg führt zu einem Ort.
Menschen können diesen Weg benutzen.
In den kommenden Wochen gibt es wichtige Entscheidungen.
Die Sozial-Staats-Kommission empfiehlt ein zentrales digitales Sozial-Portal.
Die Sozial-Staats-Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Sie arbeiten zusammen.
Sie überlegen: Wie kann der Staat den Menschen besser helfen?
Das Sozial-Portal ist eine Internet-Seite.
Dort kannst du Hilfen vom Staat beantragen.
Über das Portal beantragst du Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen.
Leistungen sind Hilfen vom Staat.
Zum Beispiel Arzt-Besuche, Medikamente oder Geld.
Kommunen sind Städte oder Gemeinden.
Sie sorgen für Schulen, Straßen und Müll-Abfuhr.
Menschen können digitale Angebote nicht allein nutzen.
Diese Menschen sollen Unterstützung vor Ort bekommen.
Wie das organisiert wird, ist noch offen.
Wie das finanziert wird, ist auch noch offen.
Susanne Pauser sagt etwas.
Susanne Pauser ist Vorstands-Mitglied beim Deutschen Caritas-Verband.
Ein Vorstands-Mitglied leitet einen Verein.
Diese Person trifft wichtige Entscheidungen für den Verein.
Susanne Pauser ist zuständig für Personal und Digitales.
Die Beratungs-Stellen der Wohlfahrts-Verbände sind das Front-Office.
Front-Office ist die erste Stelle für Menschen.
Dort gehst du zuerst hin.
Dort bekommst du Hilfe.
Die Stellen sind wohnort-nah.
Das bedeutet: Es ist in der Nähe.
Du musst nicht weit fahren.
Die Stellen sind niedrig-schwellig.
Das bedeutet: Der Zugang ist leicht.
Alle können ohne große Hürden mitmachen.
Die Stellen sind unabhängig.
Sie kennen sich mit Sozial-Recht aus.
Sozial-Recht sind Gesetze.
Sie regeln, welche Hilfe Menschen bekommen.
Sie kennen Behörden-Vorgänge.
Das sind Abläufe bei Ämtern.
Das sind die Schritte bei Behörden.
Es wäre nicht wirtschaftlich, diese Strukturen zu ersetzen.
Es wäre auch nicht sinnvoll.
Wirtschaftlich hat mit Geld zu tun.
Digital-Lotsen sind Helfer für Computer.
Sie zeigen Menschen, wie das Internet funktioniert.
Die Beratungs-Stellen haben eine Brücken-Funktion.
Das bedeutet: Etwas verbindet zwei Dinge.
Die Stellen verbinden Menschen mit dem Staat.
Sie verbinden Bürgerinnen und Bürger mit der Sozial-Verwaltung.
Die Sozial-Verwaltung ist eine Behörde.
Sie kümmert sich um Hilfen für Menschen.
Diese Menschen brauchen Unterstützung.
Es gibt verschiedene Beratungen.
Zum Beispiel: Allgemeine Sozial-Beratung und Schulden-Beratung.
Schulden bedeutet: Du hast Geld ausgegeben, das du nicht hattest.
Die Schulden-Beratung hilft dir, das Problem zu lösen.
Es gibt auch Hilfe für Wohnungs-Lose.
Wohnungs-Lose sind Menschen ohne Wohnung.
Sie haben kein Zuhause.
Es gibt auch Migrations-Beratung.
Migrations-Beratung hilft Menschen, die neu in Deutschland sind.
Sie bekommen Tipps bei Behörden und im Alltag.
Eine Erhebung zeigt etwas.
Erhebung bedeutet: Daten werden gesammelt.
Jemand fragt nach Angaben.
42,6 Prozent haben Schwierigkeiten mit digitalen Verfahren.
Digitale Verfahren sind Abläufe am Computer.
Zum Beispiel Anträge online stellen.
Die Schwierigkeiten kommen von fehlender technischer Ausstattung.
Technische Ausstattung sind Geräte wie Computer oder Handys.
Ohne diese Geräte kannst du digitale Dinge nicht machen.
Sie kommen auch von komplizierten Antrags-Wegen.
Das sind die Schritte, um Hilfe zu beantragen.
Du musst oft viele Formulare ausfüllen.
Sie kommen auch von schlechter Verständlichkeit.
Das bedeutet: Die Sprache ist nicht einfach.
Du verstehst etwas nicht gut.
Susanne Pauser sagt weiter.
Ein digitaler Sozial-Staat muss für alle erreichbar sein.
Das bedeutet: Du kannst etwas erreichen.
Alle können mitmachen.
Niemand ist ausgeschlossen.
Wer Sozial-Leistungen beantragt, braucht oft mehr als technische Hilfe.
Sozial-Leistungen sind Hilfen vom Staat.
Zum Beispiel Geld oder andere Unterstützung.
Es geht um Fragen zum Überleben.
Das bedeutet: Das Leben weiterführen.
Du hast genug Geld für Essen und Wohnen.
Es geht um sozial-rechtliche Ansprüche.
Das sind Rechte auf etwas.
Du kannst etwas bekommen oder fordern.
Es geht um die Sicherheit, die richtige Hilfe zu bekommen.
Deshalb darfst du digitale Zugänge und persönliche Beratung nicht gegeneinander ausspielen.
Das bedeutet: Zwei gute Dinge nicht gleichzeitig nutzen.
Du musst dich für eines entscheiden.
Das ist schlecht.
Das ist sozial gerecht.
Das bedeutet: Alle Menschen werden fair behandelt.
Niemand wird benachteiligt.
Das ist wirtschaftlich vernünftig.
Das entlastet die Verwaltung.
Verwaltung ist eine Stelle.
Sie macht Regeln für Menschen.
Die Verwaltung soll weniger belastet werden.
Die Digitalisierung vom Sozial-Staat bringt große Chancen.
Es gibt weniger Bürokratie.
Bürokratie bedeutet: viel Papier-Arbeit.
Die Verfahren sind schneller.
Verfahren ist eine bestimmte Art, wie etwas gemacht wird.
Es gibt feste Schritte.
Der Zugang zu staatlichen Leistungen ist einfacher.
Du kannst diese Chancen nur nutzen, wenn alle mitmachen können.
Auch Menschen mit wenig Geld sollen mitmachen können.
Auch Menschen mit schlechten Sprach-Kenntnissen sollen mitmachen können.
Sprach-Kenntnisse ist das Wissen über eine Sprache.
Du kannst sie sprechen, lesen und schreiben.
Auch Menschen mit wenig Erfahrung mit Computern sollen mitmachen können.
Hintergrund ist ein gemeinsames Positions-Papier.
Ein Positions-Papier ist ein schriftliches Dokument.
Darin steht, was eine Gruppe denkt und fordert.
Das Papier hat konkrete Empfehlungen.
Empfehlungen sind Ratschläge von Fach-Leuten.
Sie sagen: So solltest du etwas am besten machen.
Die Empfehlungen betreffen die feste Verankerung von Beratungs-Fach-Kräften.
Verankerung bedeutet: Etwas fest machen.
Es soll sicher bleiben.
Die Empfehlungen betreffen auch die Schulung von Beratungs-Fach-Kräften.
Schulung bedeutet: Dabei lernst du etwas Neues.
Beratungs-Fach-Kräfte sind geschulte Helfer.
Sie kennen sich gut aus.
Sie beraten Menschen bei Fragen.
Foto: Pixabay/lakexyde
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des Digitalgipfels der Bundesregierung in Berlin fordern der Deutsche Caritasverband (DCV), die Agora Digitale Transformation und das Sonderforschungszentrum des Deutschen Instituts für interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS SoFo), die Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege als feste wohnortnahe Anlaufstellen im digitalen Sozialstaat zu verankern. Digitalisierung allein garantiere keinen Zugang zu sozialen Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger, betonen die Organisationen. In den kommenden Wochen stehen wichtige politische Entscheidungen zur Digitalisierung des Sozialstaats an. Die Sozialstaatskommission empfiehlt ein zentrales digitales Sozialportal, über das Bürger*innen Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen beantragen können. Gleichzeitig sollen Menschen, die digitale Angebote nicht eigenständig nutzen können, Unterstützung vor Ort erhalten. Wie diese organisiert und finanziert werden soll, ist bislang offen.
Susanne Pauser, Vorstand Personal und Digitales des Deutschen Caritasverbands, erklärt: "Die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände sind längst das bewährte Front Office des digitalen Sozialstaats. Sie sind wohnortnah, niedrigschwellig, unabhängig, verfügen über sozialrechtliche Kompetenz und kennen Behördenvorgänge. Es wäre weder wirtschaftlich noch sinnvoll, diese Strukturen durch neue staatliche Anlaufstellen zu ersetzen oder ausschließlich auf Digitallotsen ohne sozialrechtliche Beratungskompetenz zu setzen."
Die Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege übernehmen bereits heute eine wichtige Brückenfunktion zwischen Bürger*innen und der Sozialverwaltung. Ob Allgemeine Sozialberatung, Schuldnerberatung, Wohnungslosenhilfe oder Migrationsberatung – sie unterstützen Menschen bei komplexen Problemlagen, klären sozialrechtliche Ansprüche und helfen bei der Antragstellung. Eine Stichtagserhebung der Allgemeinen Sozialberatung der Caritas zeigt: 42,6 Prozent der Ratsuchenden haben Schwierigkeiten mit digitalen Verfahren. Fehlende technische Ausstattung, komplizierte Antragswege und mangelnde Verständlichkeit erschweren den Zugang zu staatlichen Leistungen.
"Ein digitaler Sozialstaat muss für alle Menschen erreichbar bleiben. Wer Sozialleistungen beantragt, braucht oft mehr als technische Unterstützung. Es geht um existenzielle Fragen, um sozialrechtliche Ansprüche und um die Sicherheit, die Hilfe zu bekommen, die einem zusteht. Deshalb dürfen wir digitale Zugänge und persönliche Beratung nicht gegeneinander ausspielen. Das ist sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig und entlastet zugleich die Verwaltung", so Pauser.
Die Digitalisierung des Sozialstaats biete große Chancen wie weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und einen einfacheren Zugang zu staatlichen Leistungen, so die Organisationen. Diese Chancen könnten jedoch nur genutzt werden, wenn die digitalen Angebote auch für Menschen mit geringem Einkommen, eingeschränkten Sprachkenntnissen oder wenig digitaler Erfahrung erreichbar seien.
Hintergrund ist ein gemeinsames Positionspapier der drei Organisationen, das sich mit der Rolle unabhängiger Beratungsangebote bei der Digitalisierung des Sozialstaats befasst. Es formuliert konkrete Empfehlungen für die institutionelle Verankerung, die technische Gestaltung digitaler Antragsverfahren und die Qualifizierung von Beratungsfachkräften.
Foto: Pixabay/lakexyde
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des Digitalgipfels der Bundesregierung in Berlin fordern der Deutsche Caritasverband (DCV), die Agora Digitale Transformation und das Sonderforschungszentrum des Deutschen Instituts für interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS SoFo), die Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege als feste wohnortnahe Anlaufstellen im digitalen Sozialstaat zu verankern. Digitalisierung allein garantiere keinen Zugang zu sozialen Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger, betonen die Organisationen. In den kommenden Wochen stehen wichtige politische Entscheidungen zur Digitalisierung des Sozialstaats an. Die Sozialstaatskommission empfiehlt ein zentrales digitales Sozialportal, über das Bürger*innen Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen beantragen können. Gleichzeitig sollen Menschen, die digitale Angebote nicht eigenständig nutzen können, Unterstützung vor Ort erhalten. Wie diese organisiert und finanziert werden soll, ist bislang offen.
Susanne Pauser, Vorstand Personal und Digitales des Deutschen Caritasverbands, erklärt: "Die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände sind längst das bewährte Front Office des digitalen Sozialstaats. Sie sind wohnortnah, niedrigschwellig, unabhängig, verfügen über sozialrechtliche Kompetenz und kennen Behördenvorgänge. Es wäre weder wirtschaftlich noch sinnvoll, diese Strukturen durch neue staatliche Anlaufstellen zu ersetzen oder ausschließlich auf Digitallotsen ohne sozialrechtliche Beratungskompetenz zu setzen."
Die Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege übernehmen bereits heute eine wichtige Brückenfunktion zwischen Bürger*innen und der Sozialverwaltung. Ob Allgemeine Sozialberatung, Schuldnerberatung, Wohnungslosenhilfe oder Migrationsberatung – sie unterstützen Menschen bei komplexen Problemlagen, klären sozialrechtliche Ansprüche und helfen bei der Antragstellung. Eine Stichtagserhebung der Allgemeinen Sozialberatung der Caritas zeigt: 42,6 Prozent der Ratsuchenden haben Schwierigkeiten mit digitalen Verfahren. Fehlende technische Ausstattung, komplizierte Antragswege und mangelnde Verständlichkeit erschweren den Zugang zu staatlichen Leistungen.
"Ein digitaler Sozialstaat muss für alle Menschen erreichbar bleiben. Wer Sozialleistungen beantragt, braucht oft mehr als technische Unterstützung. Es geht um existenzielle Fragen, um sozialrechtliche Ansprüche und um die Sicherheit, die Hilfe zu bekommen, die einem zusteht. Deshalb dürfen wir digitale Zugänge und persönliche Beratung nicht gegeneinander ausspielen. Das ist sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig und entlastet zugleich die Verwaltung", so Pauser.
Die Digitalisierung des Sozialstaats biete große Chancen wie weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und einen einfacheren Zugang zu staatlichen Leistungen, so die Organisationen. Diese Chancen könnten jedoch nur genutzt werden, wenn die digitalen Angebote auch für Menschen mit geringem Einkommen, eingeschränkten Sprachkenntnissen oder wenig digitaler Erfahrung erreichbar seien.
Hintergrund ist ein gemeinsames Positionspapier der drei Organisationen, das sich mit der Rolle unabhängiger Beratungsangebote bei der Digitalisierung des Sozialstaats befasst. Es formuliert konkrete Empfehlungen für die institutionelle Verankerung, die technische Gestaltung digitaler Antragsverfahren und die Qualifizierung von Beratungsfachkräften.





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