Bremen / Berlin (kobinet)
Bremen hilft bei der Erinnerung
Hier erfährst du etwas über Bremen.
Bremen hat geholfen.
Erinnerung bedeutet: Das Gedächtnis speichert etwas.
Es geht um schlimme Taten.
Die Taten waren in der Nazi-Zeit.
Nazi-Zeit ist die Zeit vom National-Sozialismus.
National-Sozialismus ist eine gefährliche Welt-Anschauung.
National-Sozialismus ist ungerecht.
In dieser Zeit gab es schlimme Verbrechen.
Verbrechen bedeutet: Gewalt gegen Menschen.
Oft soll jemand dabei sterben.
Die Verbrechen passierten in der Medizin.
Medizin bedeutet: Die Wissenschaft vom Gesund-Werden.
Medizin ist auch ein Heil-Mittel.
Arne Frankenstein sorgte für eine Tagung.
Eine Tagung ist ein großes Treffen.
Dort sprechen Menschen über wichtige Themen.
Arne Frankenstein ist der Landes-Behinderten-Beauftragte.
Ein Behinderten-Beauftragter hilft Menschen mit Behinderung.
Die Tagung in Berlin
Die Tagung ist in Berlin.
Die Tagung ist vom 30. Oktober bis 1. November 2026.
Der Arbeits-Kreis organisierte die Tagung.
Ein Arbeits-Kreis ist eine Gruppe.
Die Menschen arbeiten zusammen an einem Thema.
Der Arbeits-Kreis erforscht Nazi-Verbrechen.
Es geht um Euthanasie.
Euthanasie bedeutet: Einem Menschen beim Sterben helfen.
Im Text bedeutet es: Menschen werden getötet.
Weitere Themen der Tagung
Auch über Zwangs-Sterilisation geht es.
Zwangs-Sterilisation bedeutet: Man machte Menschen unfruchtbar.
Sie konnten keine Kinder bekommen.
Das geschah gegen ihren Willen.
Das Ziel ist ein Bundestags-Beschluss.
Ein Bundestags-Beschluss ist eine Entscheidung vom Bundestag.
Der Bundestag ist das Parlament von Deutschland.
Der Beschluss will die Aufarbeitung intensivieren.
Aufarbeitung bedeutet: Man beschäftigt sich mit der Vergangenheit.
Man will verstehen: Was ist passiert?
Am Samstag war ein wichtiges Podium.
Ein Podium ist eine erhöhte Fläche.
Menschen stehen dort. Alle sollen sie gut sehen.
Das Podium am Samstag
Jürgen Dusel ist Behinderten-Beauftragter der Bundes-Regierung.
Die Bundes-Regierung leitet Deutschland.
Die Chefin heißt Bundes-Kanzlerin.
Der Chef heißt Bundes-Kanzler.
Jürgen Dusel sprach ein Gruß-Wort.
Ein Gruß-Wort ist eine kurze Rede.
Man begrüßt damit die Menschen.
Danach diskutierten drei Frauen.
Die Frauen heißen: Birgitt Rambalski, Petra Fuchs, Sigrid Arnade.
Die drei Frauen sprachen über Erfahrungen.
Erfahrungen sind Dinge. Man hat sie selbst erlebt.
Man weiß danach: So ist etwas.
Man sprach auch über Entschädigung und Akten.
Entschädigung macht etwas Schlimmes wieder gut.
Akten sind wichtige Papiere.
Darin stehen Informationen über Menschen.
Nancy Böhning sagt
Nancy Böhning ist Bevollmächtigte von Bremen beim Bund.
Eine Bevollmächtigte ist offiziell zuständig.
Sie darf Entscheidungen für andere treffen.
Nancy Böhning sagt: Erinnerung braucht Orte.
Die Opfer sollen ihre Würde zurück bekommen.
Würde bedeutet: Jeder Mensch verdient Achtung.
Jeder Mensch verdient gute Behandlung.
Ihr Leid soll sichtbar werden.
Heute müssen wir die Würde aller Menschen achten.
Doktorin Claudia Schilling sagt
Doktorin Claudia Schilling ist Senatorin in Bremen.
Eine Senatorin ist eine Politikerin in einer großen Stadt.
Sie ist für ein Thema zuständig.
Sie ist zuständig für Soziales und Justiz.
Soziales bedeutet: Dinge für Menschen. Diese Dinge sind wichtig.
Zum Beispiel Hilfe bei Geld oder Wohnen.
Justiz sind alle Gerichte in Deutschland.
Sie entscheiden über Streit und Verbrechen.
Doktorin Claudia Schilling sagt: Wir müssen die Menschen sehen.
Die Menschen stehen hinter den Akten.
Die Angehörigen lebten lange mit Verlust.
Verlust bedeutet: Jemand Wichtiges ist nicht mehr da.
Das macht sehr traurig.
Die Tagung berührt Fragen des Zusammen-Lebens.
Zusammen-Leben bedeutet: Wie alle Menschen miteinander umgehen.
Arne Frankenstein sagt
Arne Frankenstein ist der Landes-Behinderten-Beauftragte.
Arne Frankenstein sagt: Oft sprechen Menschen über behinderte Menschen.
Aber sie sprechen nicht mit ihnen.
Das ist falsch.
Heute müssen wir mit ihnen sprechen.
Heute müssen wir die Perspektive ernst nehmen.
Perspektive bedeutet: Die Sicht-Weise von jemandem.
So sieht jemand etwas.
Wer hat geholfen
Viele Stellen ermöglichten die Tagung.
Die Landes-Vertretung hat geholfen.
Die Landes-Vertretung ist ein Büro in Berlin.
Das Büro gehört zu einem Bundes-Land.
Der Landes-Behinderten-Beauftragte hat geholfen.
Die Senatorin hat geholfen.
Kultur-Ambulanz und Ge-Denk-Ort Charité halfen.
Ein Gedenk-Ort ist ein besonderer Platz.
Dort erinnern sich Menschen an andere Menschen.
Förder-Kreis Gedenk-Ort T4 halfen auch.
Der Bundes-Behinderten-Beauftragte half auch.
Foto: Tristan Vankann / fotoetage
Bremen / Berlin (kobinet)
Bremen leistete einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit an die nationalsozialistischen Medizinverbrechen: Auf Initiative des Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein ermöglichte die Vertretung des Landes Bremen beim Bund dem Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie" und Zwangssterilisation, seine Herbsttagung vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Berlin auszurichten. Die Tagung brachte Forschung, Angehörige, Selbstvertretungen und Politik miteinander ins Gespräch. Ziel war es insbesondere, die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses "Opfer von NS-‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation – Aufarbeitung intensivieren" (Drucksache 20/12415) zu befördern.
Ein wichtiger Schwerpunkt lag am Samstag: Nach dem Grußwort des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, diskutierten Angehörige, Selbstvertretung und Disability Studies über die Perspektiven und Erfahrungen behinderter Menschen. Das Podium mit Birgitt Rambalski, Prof. Dr. Petra Fuchs und Dr. Sigrid Arnade machte deutlich, dass Aufarbeitung unterschiedliche Stimmen einbeziehen muss – insbesondere die der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Darüber hinaus wurden unter anderem die ausgebliebene Entschädigung der Opfer sowie der Zugang zu Patientenakten und Archiven behandelt. Die Veranstalter leisteten damit einen wichtigen Beitrag, die Erinnerung wachzuhalten und offene Fragen der Aufarbeitung weiterzuverfolgen.
Nancy Böhning, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa betonte: "Erinnerungsarbeit braucht Orte. Die Erinnerungsarbeit an die NS-Euthanasie-Verbrechen bedeutet, den Opfern ihre Würde zurückgeben, ihr Leid sichtbar zu machen und die Verantwortung für die Geschichte wach zu halten. Die Tagung in der Landesvertretung Bremen in Berlin würdigt das Engagement all jener, die das Unrecht aufarbeiten, das Gedenken bewahren und sich für eine Gesellschaft einsetzen, in der jeder Mensch unabhängig von Krankheit oder Unterstützungsbedarf gleichwertig und unantastbar geachtet wird. Heute ist es umso mehr unsere gemeinsame Verantwortung, die Würde aller Menschen uneingeschränkt zu achten und zu schützen."
Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration sowie für Justiz und Verfassung betonte: "Auf dieser Tagung geht es darum, die Menschen hinter den Akten als Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes anzuerkennen und die Angehörigen ernst zu nehmen, die vielfach über Jahrzehnte mit Verlust und fehlender Anerkennung leben mussten. Gleichzeitig werden durch die fachliche Debatte ganz grundlegende Fragen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens ebenso wie die Fundamente unseres Rechtsstaates berührt."
Arne Frankenstein, Landesbehindertenbeauftragter der Freien Hansestadt Bremen erklärte: "Viel zu häufig wird noch immer über behinderte Menschen gesprochen und nicht mit ihnen. So können sich menschen- und behindertenfeindliche Positionen artikulieren und durchsetzen. Das zeigt sich auch im aktuellen Erstarken rechtsextremer Kräfte. Darum ist es gerade jetzt so wichtig, die Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit wachzuhalten und endlich auch die Perspektive behinderter Menschen wahr- und ernst zu nehmen. Hierzu kann diese Tagung einen wichtigen Beitrag leisten."
Die Tagung wurde durch die Unterstützung der Landesvertretung, des Landesbehindertenbeauftragten, der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, der KulturAmbulanz, des GeDenkOrt.Charité, des Förderkreises Gedenkort T4 e. V. und des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen ermöglicht.
Link zu weiteren Informationen zur Veranstaltung: https://www.behindertenbeauftragter.bremen.de/oeffentlichkeit/tagungen-und-veranstaltungen/opfer-von-ns-euthanasie-und-zwangssterilisation-aufarbeitung-intensivieren-47268
Foto: Tristan Vankann / fotoetage
Bremen / Berlin (kobinet)
Bremen leistete einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit an die nationalsozialistischen Medizinverbrechen: Auf Initiative des Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein ermöglichte die Vertretung des Landes Bremen beim Bund dem Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie" und Zwangssterilisation, seine Herbsttagung vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Berlin auszurichten. Die Tagung brachte Forschung, Angehörige, Selbstvertretungen und Politik miteinander ins Gespräch. Ziel war es insbesondere, die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses "Opfer von NS-‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation – Aufarbeitung intensivieren" (Drucksache 20/12415) zu befördern.
Ein wichtiger Schwerpunkt lag am Samstag: Nach dem Grußwort des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, diskutierten Angehörige, Selbstvertretung und Disability Studies über die Perspektiven und Erfahrungen behinderter Menschen. Das Podium mit Birgitt Rambalski, Prof. Dr. Petra Fuchs und Dr. Sigrid Arnade machte deutlich, dass Aufarbeitung unterschiedliche Stimmen einbeziehen muss – insbesondere die der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Darüber hinaus wurden unter anderem die ausgebliebene Entschädigung der Opfer sowie der Zugang zu Patientenakten und Archiven behandelt. Die Veranstalter leisteten damit einen wichtigen Beitrag, die Erinnerung wachzuhalten und offene Fragen der Aufarbeitung weiterzuverfolgen.
Nancy Böhning, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa betonte: "Erinnerungsarbeit braucht Orte. Die Erinnerungsarbeit an die NS-Euthanasie-Verbrechen bedeutet, den Opfern ihre Würde zurückgeben, ihr Leid sichtbar zu machen und die Verantwortung für die Geschichte wach zu halten. Die Tagung in der Landesvertretung Bremen in Berlin würdigt das Engagement all jener, die das Unrecht aufarbeiten, das Gedenken bewahren und sich für eine Gesellschaft einsetzen, in der jeder Mensch unabhängig von Krankheit oder Unterstützungsbedarf gleichwertig und unantastbar geachtet wird. Heute ist es umso mehr unsere gemeinsame Verantwortung, die Würde aller Menschen uneingeschränkt zu achten und zu schützen."
Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration sowie für Justiz und Verfassung betonte: "Auf dieser Tagung geht es darum, die Menschen hinter den Akten als Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes anzuerkennen und die Angehörigen ernst zu nehmen, die vielfach über Jahrzehnte mit Verlust und fehlender Anerkennung leben mussten. Gleichzeitig werden durch die fachliche Debatte ganz grundlegende Fragen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens ebenso wie die Fundamente unseres Rechtsstaates berührt."
Arne Frankenstein, Landesbehindertenbeauftragter der Freien Hansestadt Bremen erklärte: "Viel zu häufig wird noch immer über behinderte Menschen gesprochen und nicht mit ihnen. So können sich menschen- und behindertenfeindliche Positionen artikulieren und durchsetzen. Das zeigt sich auch im aktuellen Erstarken rechtsextremer Kräfte. Darum ist es gerade jetzt so wichtig, die Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit wachzuhalten und endlich auch die Perspektive behinderter Menschen wahr- und ernst zu nehmen. Hierzu kann diese Tagung einen wichtigen Beitrag leisten."
Die Tagung wurde durch die Unterstützung der Landesvertretung, des Landesbehindertenbeauftragten, der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, der KulturAmbulanz, des GeDenkOrt.Charité, des Förderkreises Gedenkort T4 e. V. und des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen ermöglicht.
Link zu weiteren Informationen zur Veranstaltung: https://www.behindertenbeauftragter.bremen.de/oeffentlichkeit/tagungen-und-veranstaltungen/opfer-von-ns-euthanasie-und-zwangssterilisation-aufarbeitung-intensivieren-47268





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