ERFURT (kobinet)
Dennis Petschner ist der Landes-Beauftragte.
Er arbeitet für Menschen mit Be-hinder-ungen.
Sein Amt heißt: TLMB.
TLMB ist die Abkürzung für:
Thüringer Landes-Beauftragter für Menschen mit Be-hinder-ungen.
Dennis Petschner spricht über den Bahn-hof in Themar.
Themar ist eine Stadt in Thüringen.
Der neue Bahn-hof dort ist nicht gut.
Der Bahn-hof hat viel Geld gekostet.
Es waren 6,2 Millionen Euro.
Das Land Thüringen hat Geld gegeben.
Es waren 658 Tausend Euro.
Nur ein Bahn-steig ist barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet:
Alle Menschen können ihn nutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Die anderen Bahn-steige haben Treppen.
Die Treppen sind im neuen Tunnel.
Dennis Petschner sagt:
Ein Bahn-hof muss für alle sein.
Dann ist er gut für die Zukunft.
Das nennt man: Zukunfts-Bahn-hof.
Ein Zukunfts-Bahn-hof hat Auf-züge.
Er hat keine Treppen.
Die Bau-Leute sagen:
Es fahren nicht viele Menschen mit dem Zug.
Diese Menschen heißen: Fahr-Gäste.
Deshalb gibt es keine Auf-züge.
Auf-züge bringen Menschen nach oben.
Oder nach unten.
Das ist zu teuer.
Dennis Petschner sagt:
Das ist nicht richtig.
Barriere-Frei-heit ist ein Recht.
Das Recht gilt für alle Menschen.
Es heißt: Menschen-Recht.
Das steht in einem Vertrag.
Der Vertrag heißt:
UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Viele Länder haben den Vertrag unter-schrieben.
Barriere-Frei-heit darf nicht vom Geld abhängen.
Barriere-Frei-heit ist kein Luxus.
Barriere-Frei-heit ist für alle da.
Auch wenn nicht viele Menschen den Bahn-hof nutzen.
Dennis Petschner sagt:
Alle Menschen sollen sich frei bewegen können.
Das nennt man: Mobil-ität.
Man kann zum Beispiel mit dem Zug fahren.
Oder mit dem Auto.
Oder zu Fuß gehen.
Dennis Petschner sagt:
Mobil-ität und Teil-habe gehören zusammen.
Dennis Petschner sagt:
Ohne Mobil-ität gibt es keine Teil-habe.
Das nennt man: Teil-habe.
Zum Beispiel beim Bahn-Fahren.
Wenn ein Bahn-hof nicht barriere-frei ist,
können viele Menschen nicht mit-fahren.
Zum Beispiel:
- Menschen im Roll-stuhl
- ältere Menschen
- Familien mit Kinder-wagen
Auf dem Land ist das ein großes Problem.
In Süd-Thüringen leben viele ältere Menschen.
Sie brauchen gute Bahn-Höfe.
Dennis Petschner sagt:
Ein Bahn-hof für die Zukunft muss für alle sein.
Wenn ein Bahn-hof Menschen aus-schließt,
ist er kein Zukunfts-Bahn-hof.
Dennis Petschner fordert:
Jeder neue Bahn-hof muss barriere-frei sein.
Das muss immer so sein.
An jedem Bahn-steig.
Dieser Text ist in Leichter Sprache nach DIN SPEC 33429.
Foto: Lebenshilfe Bremen /Stefan Albers
ERFURT (kobinet)
Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen (TLMB), Dennis Petschner, kritisiert die unzureichende Barrierefreiheit am kürzlich wiedereröffneten Bahnhof in Themar (Landkreis Hildburghausen). Trotz eines Projektumfangs von 6,2 Millionen Euro, davon rund 658.000 Euro aus Landesmitteln, sei nur ein Bahnsteig stufenlos erreichbar, erklärte Petschner am 28. Oktober 2026. Die übrigen Gleise seien weiterhin ausschließlich über Treppenanlagen im neuen Personentunnel zugänglich. "Ein Bahnhof ist erst zukunftsfähig, wenn er für alle Menschen gleichermaßen nutzbar ist", betonte Petschner. Die Begründung, der Verzicht auf Aufzüge oder Rampen sei aufgrund geringerer Fahrgastzahlen und wirtschaftlicher Abwägungen notwendig, sei nicht hinnehmbar. "Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht, fest verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie darf niemals unter Haushaltsvorbehalt gestellt oder als optionaler Luxus behandelt werden, der erst ab einer bestimmten Passagierquote gewährt wird", sagte der Landesbeauftragte.
"Mobilität und Teilhabe kennen keine Mindestfrequenz", so Petschner weiter. Wer Zugänglichkeit an Passagierzahlen koppele, schließe Menschen mit Behinderungen, Rollstuhlnutzende, Seniorinnen und Senioren sowie Familien mit Kinderwagen systematisch von der Schiene aus. Gerade im ländlichen Raum, insbesondere in Südthüringen, wo der demografische Wandel besonders spürbar sei, brauche es verlässliche und altersgerechte Mobilität. "Wer im Jahr 2026 einen ‚Zukunftsbahnhof‘ einweiht, gleichzeitig aber bauliche Hürden für Jahrzehnte zementiert, verfehlt den Auftrag einer echten Mobilitätswende. Ein Zukunftsbahnhof, der Menschen ausschließt, verdient diesen Namen nicht", erklärte Petschner.
Abschließend forderte der TLMB: "Wenn umfänglich saniert oder gebaut wird, muss der stufenlose Zugang zum gesamten Bahnhof Standard sein – ausnahmslos an jedem Bahnsteig!"
Foto: Lebenshilfe Bremen /Stefan Albers
ERFURT (kobinet)
Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen (TLMB), Dennis Petschner, kritisiert die unzureichende Barrierefreiheit am kürzlich wiedereröffneten Bahnhof in Themar (Landkreis Hildburghausen). Trotz eines Projektumfangs von 6,2 Millionen Euro, davon rund 658.000 Euro aus Landesmitteln, sei nur ein Bahnsteig stufenlos erreichbar, erklärte Petschner am 28. Oktober 2026. Die übrigen Gleise seien weiterhin ausschließlich über Treppenanlagen im neuen Personentunnel zugänglich. "Ein Bahnhof ist erst zukunftsfähig, wenn er für alle Menschen gleichermaßen nutzbar ist", betonte Petschner. Die Begründung, der Verzicht auf Aufzüge oder Rampen sei aufgrund geringerer Fahrgastzahlen und wirtschaftlicher Abwägungen notwendig, sei nicht hinnehmbar. "Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht, fest verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie darf niemals unter Haushaltsvorbehalt gestellt oder als optionaler Luxus behandelt werden, der erst ab einer bestimmten Passagierquote gewährt wird", sagte der Landesbeauftragte.
"Mobilität und Teilhabe kennen keine Mindestfrequenz", so Petschner weiter. Wer Zugänglichkeit an Passagierzahlen koppele, schließe Menschen mit Behinderungen, Rollstuhlnutzende, Seniorinnen und Senioren sowie Familien mit Kinderwagen systematisch von der Schiene aus. Gerade im ländlichen Raum, insbesondere in Südthüringen, wo der demografische Wandel besonders spürbar sei, brauche es verlässliche und altersgerechte Mobilität. "Wer im Jahr 2026 einen ‚Zukunftsbahnhof‘ einweiht, gleichzeitig aber bauliche Hürden für Jahrzehnte zementiert, verfehlt den Auftrag einer echten Mobilitätswende. Ein Zukunftsbahnhof, der Menschen ausschließt, verdient diesen Namen nicht", erklärte Petschner.
Abschließend forderte der TLMB: "Wenn umfänglich saniert oder gebaut wird, muss der stufenlose Zugang zum gesamten Bahnhof Standard sein – ausnahmslos an jedem Bahnsteig!"





Lesermeinungen