Menu Close

VdK fordert sinkende GKV-Beiträge und höhere Bundeszuschüsse

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Schätzerkreis beim Bundesamt für Soziale Sicherung prognostiziert, dass die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr voraussichtlich stabil bleiben. Im Vorjahr 2025 sah die Prognose zunächst ebenfalls gut aus, doch die Zusatzbeiträge wurden unterjährig stark erhöht. Anlässlich dieser Bekanntgabe äußerte sich der Sozialverband VdK kritisch. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte: "Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat zunächst scheinbar seine Aufgabe erfüllt. Die Beiträge steigen nicht. Eine stabile Finanzierung der GKV sieht aber anders aus. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre wichtig, dass die Beiträge endlich wieder sinken. Die Zusatzbeiträge kommen für die Versicherten schließlich noch obendrauf. Seit Jahren bewegen sie sich auf einem hohen Niveau. Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen brauchen dringend Entlastung. Ziel muss jetzt sein, die Ausgaben der GKV mit den Einnahmen wieder in Einklang zu bringen."

Um die Finanzlage der GKV zu verbessern, fordert der VdK vom Bundesfinanzministerium, den Bundeszuschuss zur GKV zu erhöhen. Bentele betonte: "Der Bund lässt die gesetzlichen Krankenkassen und ihre fast 75 Millionen Versicherten mit versicherungsfremden Leistungen weitgehend alleine. Die Finanzkrise in den Krankenkassen wäre quasi gelöst, wenn der Bund die Rechentricks sein lässt und endlich in vollem Umfang die politisch gewünschten und gesellschaftlich notwendigen versicherungsfremden Leistungen finanziert. Dazu gehören zum Beispiel das Kinderkrankengeld, die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und teilweise Ehepartnern oder die Krankenversicherung für Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung."

Zusätzlich fordert der VdK seit Jahren, das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung aufzulösen. "Wir brauchen eine einheitliche, solidarische Versicherung, in die alle einzahlen – auch Beamtinnen und Beamte, Abgeordnete und gutverdienende Selbstständige, und in der auch Gewinne aus Kapitalerträgen oder Mieten verbeitragt werden. Das würde das Dauer-Finanzloch zusätzlich stopfen", so Bentele.

Lesermeinungen

Bitte beachten Sie unsere Regeln in der Netiquette, unsere Nutzungsbestimmungen und unsere Datenschutzhinweise.

Sie müssen angemeldet sein, um eine Lesermeinung verfassen zu können. Sie können sich mit einem bereits existierenden Disqus-, Facebook-, Google-, Twitter-, Microsoft- oder Youtube-Account schnell und einfach anmelden. Oder Sie registrieren sich bei uns, dazu können Sie folgende Anleitung lesen: Link
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Lesermeinungen
Neueste
Älteste
0
Wir würden gerne Ihre Meinung lesen, schreiben Sie einen Leserbrief!x