HAMBURG (kobinet)
Der Verein BSVH hat eine wichtige Forderung.
BSVH ist ein Verein aus Hamburg.
Der Verein hilft blinden und seh-behinderten Menschen.
Der Verein will einen neuen Studien-Gang.
Ein Studien-Gang ist ein Lern-Programm an einer Hoch-Schule.
Der Studien-Gang soll heißen:
Rehabilitation bei Seh-Beeinträchtigung und Blindheit.
Rehabilitation hilft Menschen mit Behinderung.
Die Hilfe ist für den Alltag.
Seh-Beeinträchtigung bedeutet: Ein Mensch sieht schlecht.
Blindheit bedeutet: Ein Mensch sieht nichts.
Der Studien-Gang soll zu einem Abschluss führen.
Der Abschluss heißt Bachelor.
Bachelor ist ein Abschluss an einer Hoch-Schule.
Mit dem Bachelor zeigt man: Man hat das Studium geschafft.
Der Verein BSVH unterstützt eine andere Gruppe.
DBSV ist ein Verband für blinde und seh-behinderte Menschen.
Der Verband ist für ganz Deutschland.
Der Verein will mit dem Senat sprechen
Der Senat ist die Regierung von Hamburg.
Sie wollen über den neuen Studien-Gang reden.
Sie wollen schnell handeln.
Es fehlen Fach-Kräfte
In Deutschland gibt es zu wenige Fach-Kräfte.
Fach-Kräfte haben eine besondere Ausbildung.
Fach-Kräfte helfen blinden und seh-behinderten Menschen.
Manche Menschen müssen lange auf Hilfe warten.
Sie warten bis zu 1 Jahr.
Sie warten auf besondere Schulungen.
Eine Schulung heißt: Orientierung und Mobilität.
Menschen lernen, sich sicher zu bewegen.
Zum Beispiel mit einem weißen Stock oder einem Blinden-Hund.
Eine andere Schulung heißt: Lebens-praktische Fähigkeiten.
Das sind Dinge für den Alltag.
Zum Beispiel: Kochen, Anziehen oder Einkaufen.
In den nächsten 10 Jahren gehen viele Fach-Kräfte in Rente.
Rente bedeutet: Sie hören auf zu arbeiten.
Mehr als 40 von 100 Fach-Kräften gehen in Rente.
Gleichzeitig brauchen mehr Menschen Hilfe.
Das liegt am demografischen Wandel.
Demografischer Wandel bedeutet: Es gibt mehr alte Menschen.
Ein neuer Studien-Gang soll das Problem lösen
Bisher gibt es nur eine Weiter-Bildung für diesen Beruf.
Weiter-Bildung bedeutet: Man lernt etwas Neues.
Die Weiter-Bildung kostet viel Geld.
Man braucht vorher einen Beruf.
Zum Beispiel einen Beruf im Sozial-Bereich.
Der Sozial-Bereich hilft Menschen.
Zum Beispiel: Unterstützung für arme oder kranke Menschen.
Oder einen Beruf im Gesundheits-Bereich.
Der Gesundheits-Bereich kümmert sich um kranke Menschen.
Dazu gehören Ärzte und Kranken-Häuser.
Ein neuer Studien-Gang kann das ändern.
Der Studien-Gang führt zum Bachelor-Abschluss.
Der Beruf wird dadurch attraktiver.
Attraktiv bedeutet: Viele Menschen wollen den Beruf lernen.
So gibt es später genug Fach-Kräfte.
Hamburg ist ein guter Ort für den Studien-Gang.
In Hamburg gibt es schon wichtige Einrichtungen.
Eine Einrichtung heißt IRIS.
IRIS bedeutet: Institut für Rehabilitation und Integration.
IRIS hilft seh-behinderten Menschen.
An der Uni Hamburg gibt es schon einen Studien-Gang.
Der Studien-Gang heißt: Pädagogik bei Seh-Beeinträchtigung und Blindheit.
Pädagogik bedeutet: Wie man Menschen am besten lehrt.
IRIS ist sehr wichtig.
In ganz Deutschland gibt es nur 2 Ausbildungs-Stätten.
Ausbildungs-Stätten sind Orte zum Lernen.
IRIS ist eine davon.
Die Regierung von Hamburg soll helfen
Heiko Kunert arbeitet beim Verein BSVH.
Er sagt:
„Hamburg hat alles für den Studien-Gang.
IRIS und die Uni Hamburg können den Studien-Gang anbieten.
Die Regierung von Hamburg soll mitmachen.
Sie soll mit den Einrichtungen reden.
Sie sollen gemeinsam Lösungen finden.“
„Es geht um die Versorgung von blinden und seh-behinderten Menschen.“
Versorgung bedeutet: Menschen bekommen die Hilfe, die sie brauchen.
Die Hilfe ist für den ganzen Norden von Deutschland.
Hamburg soll die Chance nutzen.“
Rehabilitation ist wichtig
Rehabilitation hilft blinden und seh-behinderten Menschen.
Sie lernen, sich sicher zu bewegen.
Das nennt man: Orientierung und Mobilität.
Sie lernen auch Lebens-praktische Fähigkeiten.
So können sie selbst-bestimmt leben.
Selbst-bestimmt bedeutet: Sie entscheiden selbst.
Rehabilitation hilft auch, Unfälle zu vermeiden.
Sie hilft, weniger Pflege zu brauchen.
Pflege bedeutet: Hilfe im Alltag.
Sie hilft auch, weniger Unterstützung zu brauchen.
Unterstützung bedeutet: Hilfe bei bestimmten Dingen.
Heiko Kunert sagt weiter:
„Die Ausbildung von Fach-Kräften ist sehr wichtig.
Sie stärkt die Selbst-Ständigkeit.“
Selbst-Ständigkeit bedeutet: Man kann vieles allein machen.
„Sie stärkt die Teilhabe.“
Teilhabe bedeutet: Man gehört dazu.
„Die Ausbildung spart auch Geld.
Das Sozial-System wird entlastet.“
Das Sozial-System hilft Menschen in Deutschland.
Es bezahlt zum Beispiel Arzt-Kosten.
„Wir müssen jetzt handeln.
So gibt es auch in Zukunft genug Hilfe.“
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors
HAMBURG (kobinet)
Anlässlich des Tags des weißen Stockes fordert der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) die Einrichtung eines Bachelor-Studiengangs "Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit". Damit unterstützt der Verein die Forderung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und wendet sich an den Hamburger Senat, zeitnah Gespräche mit den beteiligten Einrichtungen aufzunehmen und konkrete Schritte einzuleiten.
Der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist bundesweit gravierend. Schon jetzt müssen blinde und sehbehinderte Menschen in einigen Regionen bis zu einem Jahr auf Schulungen in Orientierung und Mobilität (O&M) oder Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) warten. In den kommenden zehn Jahren werden zudem über 40 Prozent der derzeit tätigen Fachkräfte in den Ruhestand gehen, während der Bedarf durch den demografischen Wandel steigt.
Bisher erfolgt die Qualifizierung zur Rehabilitationsfachkraft über eine kostenintensive Weiterbildung, die auf einem sozialen oder Gesundheitsberuf aufbaut. Ein grundständiger Bachelor-Studiengang könnte den Beruf attraktiver machen und langfristig Nachwuchs sichern. Hamburg und Marburg gelten laut DBSV als besonders geeignete Standorte. In Hamburg bestehen mit dem Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter (IRIS) e.V. und dem Studiengang "Pädagogik bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit" an der Universität Hamburg bereits wichtige fachliche Strukturen. IRIS ist eine von bundesweit nur zwei Ausbildungsstätten für Rehabilitationsfachkräfte.
"Hamburg bringt mit dem IRIS und der Universität Hamburg hervorragende Voraussetzungen für einen solchen Studiengang mit. Wir brauchen jetzt die Bereitschaft des Senats, gemeinsam mit den beteiligten Einrichtungen konkrete Lösungen zu entwickeln. Es geht um die langfristige Versorgung blinder und sehbehinderter Menschen im gesamten Norden. Hamburg sollte diese Chance nutzen", sagt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH.
Rehabilitationsmaßnahmen wie O&M- und LPF-Schulungen ermöglichen blinden und sehbehinderter Menschen ein selbstbestimmtes Leben. Sie tragen dazu bei, Unfälle, Pflegebedürftigkeit und weiteren Unterstützungsbedarf zu vermeiden oder zu verringern. "Investitionen in die Ausbildung von Rehabilitationsfachkräften stärken nicht nur die Selbstständigkeit und Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen. Sie sind auch gut angelegtes Geld, um das Sozialsystem langfristig von vermeidbaren Folgekosten im Gesundheits- und Sozialbereich zu entlasten. Wir müssen jetzt handeln, damit notwendige Unterstützung auch in Zukunft verfügbar ist", betont Kunert.
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors
HAMBURG (kobinet)
Anlässlich des Tags des weißen Stockes fordert der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) die Einrichtung eines Bachelor-Studiengangs "Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit". Damit unterstützt der Verein die Forderung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und wendet sich an den Hamburger Senat, zeitnah Gespräche mit den beteiligten Einrichtungen aufzunehmen und konkrete Schritte einzuleiten.
Der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist bundesweit gravierend. Schon jetzt müssen blinde und sehbehinderte Menschen in einigen Regionen bis zu einem Jahr auf Schulungen in Orientierung und Mobilität (O&M) oder Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) warten. In den kommenden zehn Jahren werden zudem über 40 Prozent der derzeit tätigen Fachkräfte in den Ruhestand gehen, während der Bedarf durch den demografischen Wandel steigt.
Bisher erfolgt die Qualifizierung zur Rehabilitationsfachkraft über eine kostenintensive Weiterbildung, die auf einem sozialen oder Gesundheitsberuf aufbaut. Ein grundständiger Bachelor-Studiengang könnte den Beruf attraktiver machen und langfristig Nachwuchs sichern. Hamburg und Marburg gelten laut DBSV als besonders geeignete Standorte. In Hamburg bestehen mit dem Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter (IRIS) e.V. und dem Studiengang "Pädagogik bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit" an der Universität Hamburg bereits wichtige fachliche Strukturen. IRIS ist eine von bundesweit nur zwei Ausbildungsstätten für Rehabilitationsfachkräfte.
"Hamburg bringt mit dem IRIS und der Universität Hamburg hervorragende Voraussetzungen für einen solchen Studiengang mit. Wir brauchen jetzt die Bereitschaft des Senats, gemeinsam mit den beteiligten Einrichtungen konkrete Lösungen zu entwickeln. Es geht um die langfristige Versorgung blinder und sehbehinderter Menschen im gesamten Norden. Hamburg sollte diese Chance nutzen", sagt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH.
Rehabilitationsmaßnahmen wie O&M- und LPF-Schulungen ermöglichen blinden und sehbehinderter Menschen ein selbstbestimmtes Leben. Sie tragen dazu bei, Unfälle, Pflegebedürftigkeit und weiteren Unterstützungsbedarf zu vermeiden oder zu verringern. "Investitionen in die Ausbildung von Rehabilitationsfachkräften stärken nicht nur die Selbstständigkeit und Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen. Sie sind auch gut angelegtes Geld, um das Sozialsystem langfristig von vermeidbaren Folgekosten im Gesundheits- und Sozialbereich zu entlasten. Wir müssen jetzt handeln, damit notwendige Unterstützung auch in Zukunft verfügbar ist", betont Kunert.





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