Berlin (kobinet)
Barriere-Freiheit bei Zügen
Der DBV ist der Deutsche Bahn-Kunden-Verband.
Das ist ein Verein für Fahr-Gäste von Zügen.
Der DBV sagt:
Barriere-Freiheit bei Zügen ist noch nicht gut.
Barriere-Freiheit bedeutet:
Alle Menschen können etwas benutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Ein Hindernis ist etwas im Weg.
Zug-Verkehr bedeutet:
Züge bringen Menschen von einem Ort zum anderen.
Einige Dinge sind besser geworden.
Zum Beispiel:
Es gibt neue Züge.
Es gibt neue Computer-Programme.
Ein Computer-Programm hilft dir am Computer.
Damit kannst du verschiedene Sachen machen.
Die ganze Reise soll barriere-frei sein
Klaus Honold arbeitet beim DBV.
Er sagt:
Neue Züge und Computer-Programme reichen nicht.
Die ganze Reise muss barriere-frei sein.
Das bedeutet:
Alle Teile der Reise müssen ohne Hindernisse sein.
Es gibt noch viele Hindernisse.
Zum Beispiel:
Die Zugänge zu den Zügen sind schwer zu benutzen.
Es fehlen Rampen.
Viele Aufzüge sind kaputt.
Die Informationen für Fahr-Gäste sind schlecht.
Manche Bahnsteige sind höher als der Zug.
Manche Bahnsteige sind tiefer als der Zug.
Ein Bahnsteig ist eine Fläche am Gleis.
Von dort steigen Menschen in den Zug ein.
Und von dort steigen Menschen aus dem Zug aus.
Viele Menschen können deshalb nicht allein reisen.
Barriere-Freiheit muss geplant werden
Barriere-Freiheit muss von Anfang an geplant werden.
Das gilt für Gebäude.
Das gilt für Computer.
Manchmal gibt es trotzdem Hindernisse.
Dann muss es schnelle Hilfe geben.
Die Hilfe muss einfach zu bekommen sein.
Das fordert der DBV
Der DBV will mehr Barriere-Freiheit.
Das gilt für Züge.
Das gilt für Bahnhöfe.
Aufzüge müssen immer funktionieren.
Rampen müssen immer funktionieren.
Alle Informationen müssen verständlich sein.
Das gilt für gesprochene Informationen.
Das gilt für geschriebene Informationen.
Das Gesetz für Barriere-Freiheit muss überall gelten.
Es darf keine langen Warte-Zeiten geben.
Wenn es Hindernisse gibt, muss es schnelle Hilfe geben.
Die Hilfe muss so gut sein wie im Flug-Verkehr.
Flug-Verkehr bedeutet:
Flugzeuge bringen Menschen von einem Ort zum anderen.
Die Bahn muss Mitarbeiter gut ausbilden.
Die Mitarbeiter lernen, wie sie helfen können.
Auf der InnoTrans sieht man:
InnoTrans ist eine Messe für Züge.
Firmen zeigen dort neue Technik für Bahnen.
Barriere-Freiheit ist möglich.
Klaus Honold sagt:
Sie muss auch im Alltag funktionieren.
Barriere-Freiheit darf kein Versprechen bleiben.
Sie muss für immer mehr Menschen da sein.
Und zwar jetzt.
Foto: DBV
Berlin (kobinet)
Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) zieht anlässlich der InnoTrans 2026 in Berlin ein gemischtes Fazit zur Barrierefreiheit im Schienenverkehr. Zwar werde Barrierefreiheit bei der Entwicklung von Fahrzeugen und technischen Systemen wie Buchungs- und Informationsangeboten zunehmend berücksichtigt, so Klaus Honold, Bundesvorstand für barrierefreie Mobilität beim DBV. Gleichzeitig bestünden im Alltag weiterhin erhebliche Defizite.
Honold betonte, dass neue Fahrzeuge und digitale Systeme allein nicht ausreichten. Entscheidend sei die Barrierefreiheit der gesamten Reisekette. Erschwerte Zugänge, fehlende Rampen, defekte Aufzüge, unzureichende Fahrgastinformationen und bundesweit unterschiedliche Bahnsteighöhen führten dazu, dass viele Menschen nicht selbstständig reisen könnten. Barrierefreiheit müsse daher ganzheitlich – analog wie digital – von Anfang an mitgedacht werden. Persönliche Unterstützung müsse zudem zeitnah und unkompliziert abrufbar bleiben, wenn technische oder bauliche Barrieren nicht vermeidbar seien.
Der DBV fordert konkret:
- Konsequente und zielgerichtete Förderung von Barrierefreiheit im bestehenden und zukünftigen Schienenverkehr, analog wie digital.
- Zuverlässig funktionierende Infrastruktur, inklusive regelmäßiger Wartung von Aufzügen und Zugangshilfen.
- Durchgängige, verständliche Fahrgastinformationen in Echtzeit, akustisch wie visuell, sowie für Menschen mit kognitiven Bedarfen – durch flächendeckende Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG). Übergangsfristen seien im Interesse der Fahrgäste zu vermeiden.
- Verlässliche, zeitnahe und unkomplizierte personelle Unterstützung bei unvermeidbaren Barrieren, vergleichbar mit den Standards im Flugverkehr.
- Zielgerichtete und nachhaltige Sensibilisierung sowie Weiterbildung von Personal.
"Die InnoTrans hat gezeigt, was technisch möglich ist. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass diese Möglichkeiten auch im Alltag der Fahrgäste ankommen. Barrierefreiheit darf kein Zukunftsversprechen bleiben, sondern muss für immer mehr Menschen heute selbstverständlich erfahrbar sein", sagte Honold abschließend.
Foto: DBV
Berlin (kobinet)
Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) zieht anlässlich der InnoTrans 2026 in Berlin ein gemischtes Fazit zur Barrierefreiheit im Schienenverkehr. Zwar werde Barrierefreiheit bei der Entwicklung von Fahrzeugen und technischen Systemen wie Buchungs- und Informationsangeboten zunehmend berücksichtigt, so Klaus Honold, Bundesvorstand für barrierefreie Mobilität beim DBV. Gleichzeitig bestünden im Alltag weiterhin erhebliche Defizite.
Honold betonte, dass neue Fahrzeuge und digitale Systeme allein nicht ausreichten. Entscheidend sei die Barrierefreiheit der gesamten Reisekette. Erschwerte Zugänge, fehlende Rampen, defekte Aufzüge, unzureichende Fahrgastinformationen und bundesweit unterschiedliche Bahnsteighöhen führten dazu, dass viele Menschen nicht selbstständig reisen könnten. Barrierefreiheit müsse daher ganzheitlich – analog wie digital – von Anfang an mitgedacht werden. Persönliche Unterstützung müsse zudem zeitnah und unkompliziert abrufbar bleiben, wenn technische oder bauliche Barrieren nicht vermeidbar seien.
Der DBV fordert konkret:
- Konsequente und zielgerichtete Förderung von Barrierefreiheit im bestehenden und zukünftigen Schienenverkehr, analog wie digital.
- Zuverlässig funktionierende Infrastruktur, inklusive regelmäßiger Wartung von Aufzügen und Zugangshilfen.
- Durchgängige, verständliche Fahrgastinformationen in Echtzeit, akustisch wie visuell, sowie für Menschen mit kognitiven Bedarfen – durch flächendeckende Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG). Übergangsfristen seien im Interesse der Fahrgäste zu vermeiden.
- Verlässliche, zeitnahe und unkomplizierte personelle Unterstützung bei unvermeidbaren Barrieren, vergleichbar mit den Standards im Flugverkehr.
- Zielgerichtete und nachhaltige Sensibilisierung sowie Weiterbildung von Personal.
"Die InnoTrans hat gezeigt, was technisch möglich ist. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass diese Möglichkeiten auch im Alltag der Fahrgäste ankommen. Barrierefreiheit darf kein Zukunftsversprechen bleiben, sondern muss für immer mehr Menschen heute selbstverständlich erfahrbar sein", sagte Honold abschließend.





Lesermeinungen