Berlin (kobinet)
Heute ist der Tag vom weißen Stock.
Das ist ein besonderer Tag für blinde Menschen.
Der Tag ist immer am 15. Oktober.
Es gibt einen Verein.
Der Verein heißt: Deutscher Blinden- und Seh-behinderten-Verband.
Das ist ein Verein für Menschen, die schlecht sehen.
Der Verein heißt auch: DBSV.
Der DBSV wünscht sich einen neuen Studien-Gang.
Ein Studien-Gang ist ein Lern-Programm an einer Hoch-Schule.
Dort lernst du alles für einen Beruf.
Der Studien-Gang heißt: Reha bei Seh-Beeinträchtigung und Blindheit.
Reha bedeutet: Hilfe für Menschen mit Problemen.
Eine Seh-Beeinträchtigung bedeutet: Ein Mensch sieht schlecht.
Blindheit bedeutet: Ein Mensch sieht gar nicht.
Der DBSV sagt:
Der Bund und die Länder sollen das Studium bezahlen.
Der Bund und die Länder sollen mit den Hoch-Schulen zusammen-arbeiten.
Hoch-Schulen sind Schulen für Erwachsene.
Dort kannst du nach der Schule weiter lernen.
Hilfe für Menschen mit Seh-Problemen
Manche Menschen sehen immer schlechter.
Manche Menschen werden blind.
Diese Menschen brauchen Hilfe.
Sie müssen lernen:
- Wie komme ich sicher mit dem Stock durch die Stadt?
- Wie koche ich selbst-ständig?
Selbst-ständig bedeutet: Du machst etwas allein.
- Wie gehe ich einkaufen?
- Wie bezahle ich mit Geld?
Wie benutze ich Geräte im Haus?
Hans-Werner Lange sagt:
Ohne Hilfe können sie nicht allein leben.
Dann können sie nicht überall mit-machen.
Er ist der Chef vom DBSV.
Zu wenig Fach-Leute
Es gibt zu wenig Fach-Leute für Reha.
Viele Fach-Leute hören bald auf zu arbeiten.
Dann gibt es noch weniger Hilfe.
Immer mehr alte Menschen haben Seh-Probleme.
Deshalb brauchen wir mehr Hilfe.
Manche Menschen warten schon 1 Jahr auf Hilfe.
Studium statt Weiter-Bildung
Jetzt gibt es nur eine Weiter-Bildung für Reha.
Weiter-Bildung bedeutet: Du lernst etwas Neues.
Die Weiter-Bildung ist teuer.
Viele Menschen wollen die Weiter-Bildung nicht machen.
Der DBSV wünscht sich ein Studium.
Das Studium heißt: Reha bei Seh-Beeinträchtigung und Blindheit.
Das Studium soll an der Hoch-Schule sein.
Hans-Werner Lange sagt:
Das ist gut für die Menschen.
Es spart auch Geld im Sozial-System.
Das Sozial-System hilft Menschen in Deutschland.
Es bezahlt zum Beispiel Arzt-Kosten.
15. Oktober: Tag vom weißen Stock
Im Jahr 1964 gab es eine neue Regel in den USA.
Die Regel sagte:
Der 15. Oktober ist ein besonderer Tag.
Der Tag heißt: Tag für die Sicherheit vom weißen Stock.
Der Präsident von den USA hieß Lyndon B. Johnson.
Er sagte:
Blinde Menschen sollen selbst-ständig leben können.
Jetzt ist der Tag auf der ganzen Welt bekannt.
In Deutschland ist der 15. Oktober auch der letzte Tag von der Woche des Sehens.
Die Woche des Sehens ist eine besondere Woche im Jahr.
In dieser Woche informieren viele Menschen über Blindheit.
Mehr Infos gibt es hier:
Foto: DBSV
Berlin (kobinet)
Anlässlich des heutigen Tags des weißen Stockes am 15. Oktober fordert der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) die Einführung eines Bachelor-Studiengangs "Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit". Um diesen finanziell abzusichern und gemeinsam mit den Hochschulen umzusetzen, wird dringend die Unterstützung von Bund und Ländern gebraucht, heißt es in einer Presseinformation des DBSV.
Wer sein Sehvermögen verliert oder mit einer fortschreitenden Sehbehinderung lebt, benötigt gezielte Unterstützung, um alltägliche Fähigkeiten zu erhalten oder neu zu erlernen. Dazu gehören vor allem Schulungen in Orientierung und Mobilität, etwa für die sichere Fortbewegung mit dem Blindenlangstock, sowie in lebenspraktischen Fähigkeiten. Dabei erlernt man beispielsweise, selbstständig zu kochen, einzukaufen, Geld zu verwalten oder Haushaltsgeräte sicher zu bedienen. "Ohne Reha können Betroffene ihren Alltag nicht selbstständig bewältigen, was in der Folge auch ihre gesellschaftliche Teilhabe massiv einschränkt", stellt DBSV-Präsident Hans-Werner Lange fest.
Es gibt jedoch einen gravierenden Mangel an den dafür benötigten Rehabilitationsfachkräften. Weil viele von ihnen in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden, droht sich die Lage noch zu verschärfen. Zudem wird der demographische Wandel für einen erhöhten Bedarf sorgen, denn Sehbeeinträchtigungen und Blindheit treten insbesondere im höheren Lebensalter auf. Bereits heute warten Betroffene in einigen Regionen Deutschlands rund ein Jahr auf ihre Reha-Schulungen.
Derzeit wird die Ausbildung zur Rehabilitationsfachkraft als Weiterbildung aufbauend auf einem sozialen oder Gesundheitsberuf angeboten. Sie ist mit hohen finanziellen Belastungen für die Fachschülerinnen und Fachschüler verbunden, was es erschwert, Menschen für das Berufsbild zu interessieren und ausreichend Fachkräfte zu qualifizieren. Der DBSV fordert deshalb die Einführung eines Bachelor-Studiengangs "Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit". Ein solches Hochschulstudium würde einen strukturierten Zugang zum Beruf eröffnen, fachliche Entwicklungsperspektiven verbessern und eine verlässliche Grundlage für die Ausbildung des dringend benötigten Nachwuchses schaffen. "So können wir eine flächendeckende Versorgung blinder und sehbehinderter Menschen sicherstellen. Das ist nicht nur ein Plus für die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung der Betroffenen, sondern auch gut angelegtes Geld, um das Sozialsystem von ansonsten dauerhaften Folgekosten im Gesundheits- und Sozialbereich zu entlasten", betont Lange.
15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes
Im Jahr 1964 wurde vom US-Kongress eine Resolution in Kraft gesetzt, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day (übersetzt ungefähr: "Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes") erklärte. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit.
Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der sehbehinderten und blinden Menschen. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens (www.woche-des-sehens.de).
Foto: DBSV
Berlin (kobinet)
Anlässlich des heutigen Tags des weißen Stockes am 15. Oktober fordert der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) die Einführung eines Bachelor-Studiengangs "Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit". Um diesen finanziell abzusichern und gemeinsam mit den Hochschulen umzusetzen, wird dringend die Unterstützung von Bund und Ländern gebraucht, heißt es in einer Presseinformation des DBSV.
Wer sein Sehvermögen verliert oder mit einer fortschreitenden Sehbehinderung lebt, benötigt gezielte Unterstützung, um alltägliche Fähigkeiten zu erhalten oder neu zu erlernen. Dazu gehören vor allem Schulungen in Orientierung und Mobilität, etwa für die sichere Fortbewegung mit dem Blindenlangstock, sowie in lebenspraktischen Fähigkeiten. Dabei erlernt man beispielsweise, selbstständig zu kochen, einzukaufen, Geld zu verwalten oder Haushaltsgeräte sicher zu bedienen. "Ohne Reha können Betroffene ihren Alltag nicht selbstständig bewältigen, was in der Folge auch ihre gesellschaftliche Teilhabe massiv einschränkt", stellt DBSV-Präsident Hans-Werner Lange fest.
Es gibt jedoch einen gravierenden Mangel an den dafür benötigten Rehabilitationsfachkräften. Weil viele von ihnen in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden, droht sich die Lage noch zu verschärfen. Zudem wird der demographische Wandel für einen erhöhten Bedarf sorgen, denn Sehbeeinträchtigungen und Blindheit treten insbesondere im höheren Lebensalter auf. Bereits heute warten Betroffene in einigen Regionen Deutschlands rund ein Jahr auf ihre Reha-Schulungen.
Derzeit wird die Ausbildung zur Rehabilitationsfachkraft als Weiterbildung aufbauend auf einem sozialen oder Gesundheitsberuf angeboten. Sie ist mit hohen finanziellen Belastungen für die Fachschülerinnen und Fachschüler verbunden, was es erschwert, Menschen für das Berufsbild zu interessieren und ausreichend Fachkräfte zu qualifizieren. Der DBSV fordert deshalb die Einführung eines Bachelor-Studiengangs "Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit". Ein solches Hochschulstudium würde einen strukturierten Zugang zum Beruf eröffnen, fachliche Entwicklungsperspektiven verbessern und eine verlässliche Grundlage für die Ausbildung des dringend benötigten Nachwuchses schaffen. "So können wir eine flächendeckende Versorgung blinder und sehbehinderter Menschen sicherstellen. Das ist nicht nur ein Plus für die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung der Betroffenen, sondern auch gut angelegtes Geld, um das Sozialsystem von ansonsten dauerhaften Folgekosten im Gesundheits- und Sozialbereich zu entlasten", betont Lange.
15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes
Im Jahr 1964 wurde vom US-Kongress eine Resolution in Kraft gesetzt, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day (übersetzt ungefähr: "Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes") erklärte. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit.
Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der sehbehinderten und blinden Menschen. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens (www.woche-des-sehens.de).





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