Münster (kobinet)
Heute ist ein wichtiger Tag.
Es geht um Geld für Arbeit.
Das Arbeits-Gericht entscheidet heute.
Das ist ein Gericht für Streit bei der Arbeit.
Es geht um den Mindest-Lohn.
Das ist das wenigste Geld für Arbeit.
Jürgen Linnemann klagt.
Er ist 57 Jahre alt.
Er arbeitet in einer Werkstatt.
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung.
Er arbeitet 24 Stunden in der Woche.
Er bekommt 195 Euro im Monat.
Das ist zu wenig Geld.
Deshalb will er mehr Geld.
Mindest-Lohn in Deutschland
In Deutschland gibt es den Mindest-Lohn.
Das sind 28.116 Euro im Jahr.
Das gilt für einen Vollzeit-Job.
Man arbeitet etwa 8 Stunden am Tag.
Das sind meist 40 Stunden in der Woche.
Der Mindest-Lohn ist nur halb so hoch.
Wie der mittlere Lohn in Deutschland.
Das Geld, das die meisten verdienen.
Löhne in der EU
In der EU gibt es 27 Länder.
Eine Gruppe von Ländern in Europa.
Die Länder arbeiten zusammen.
Eine Studie hat die Löhne verglichen.
Eine genaue Untersuchung.
Der Mindest-Lohn in Deutschland ist niedrig.
Er ist niedriger als in anderen EU-Ländern.
Menschen in Werkstätten bekommen noch weniger.
Sie bekommen weniger als den Mindest-Lohn.
Foto: Die Neue Norm aus ZDF
Münster (kobinet)
Für Jürgen Linnemann sowie für die ca. 300.000 behinderten Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, ist der heutige 15. Oktober 2026 ein spannender Tag. Das Arbeitsgericht in Münster will heute verkünden, ob es ein Urteil in Sachen Mindestlohn in Werkstätten gibt oder ob möglicherweise weiter verhandelt werden muss. "Jürgen Linnemann arbeitet pro Woche 24 Stunden in den Freckenhorster Werkstätten, am Ende des Monats werden ihm 195 Euro ausgezahlt. Das will der 57-Jährige ändern und klagt", heißt es zum Hintergrund in der Neuen Westfälischen Zeitung zur anstehenden Entscheidung. Bei der Diskussion lohnt sich aber auch ein Blick auf die generellen Gehaltsunterschiede in Deutschland und der EU.
In einer Studie im Auftrag von AMEXcited wurden Einkommen in allen 27 EU-Ländern verglichen: vom Mindestlohn über den Medianverdienst bis zum obersten 1 %. Die Studie verortet diese Einkommen in einer gemeinsamen EU-weiten Einkommensverteilung mit 450 Millionen Menschen und ordnet außerdem Politikergehälter und CEO-Vergütungen ein. Der deutsche Mindestlohn ergibt in Vollzeit 28.116 Euro im Jahr, rund 53 % des Medianverdienstes. Umgerechnet in ein Nettoeinkommen für einen Einpersonenhaushalt liegt er im 46. Perzentil der EU-weiten Einkommensverteilung, also knapp unter der Mitte. Und behinderte Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, liegen noch weit unter dieser Berechnung.
Link zum Bericht über die Studie
Link zum Bericht der Westfälischen Nachrichten über die Klage von Jürgen Linnemann
Foto: Die Neue Norm aus ZDF
Münster (kobinet)
Für Jürgen Linnemann sowie für die ca. 300.000 behinderten Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, ist der heutige 15. Oktober 2026 ein spannender Tag. Das Arbeitsgericht in Münster will heute verkünden, ob es ein Urteil in Sachen Mindestlohn in Werkstätten gibt oder ob möglicherweise weiter verhandelt werden muss. "Jürgen Linnemann arbeitet pro Woche 24 Stunden in den Freckenhorster Werkstätten, am Ende des Monats werden ihm 195 Euro ausgezahlt. Das will der 57-Jährige ändern und klagt", heißt es zum Hintergrund in der Neuen Westfälischen Zeitung zur anstehenden Entscheidung. Bei der Diskussion lohnt sich aber auch ein Blick auf die generellen Gehaltsunterschiede in Deutschland und der EU.
In einer Studie im Auftrag von AMEXcited wurden Einkommen in allen 27 EU-Ländern verglichen: vom Mindestlohn über den Medianverdienst bis zum obersten 1 %. Die Studie verortet diese Einkommen in einer gemeinsamen EU-weiten Einkommensverteilung mit 450 Millionen Menschen und ordnet außerdem Politikergehälter und CEO-Vergütungen ein. Der deutsche Mindestlohn ergibt in Vollzeit 28.116 Euro im Jahr, rund 53 % des Medianverdienstes. Umgerechnet in ein Nettoeinkommen für einen Einpersonenhaushalt liegt er im 46. Perzentil der EU-weiten Einkommensverteilung, also knapp unter der Mitte. Und behinderte Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, liegen noch weit unter dieser Berechnung.
Link zum Bericht über die Studie
Link zum Bericht der Westfälischen Nachrichten über die Klage von Jürgen Linnemann





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