HANNOVER (kobinet)
Morgen ist der Internationale Tag der Katastrophen-Vorbeugung.
Katastrophen-Vorbeugung bedeutet:
Man tut etwas.
Damit Katastrophen nicht passieren.
Oder damit sie nicht so schlimm werden.
Es geht um Schutz vor Katastrophen.
Menschen mit Behinderung brauchen besonderen Schutz.
Eine Behinderung bedeutet:
Manche Dinge sind schwerer.
Man braucht oft mehr Hilfe.
Auch Menschen mit Pflege brauchen besonderen Schutz.
Pflege bedeutet:
Man bekommt Hilfe.
Zum Beispiel beim Waschen.
Oder beim Anziehen.
Oder beim Essen.
Der Sozial-Verband Deutschland warnt.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe.
Die Gruppe hilft Menschen.
Die Hilfe brauchen.
Das Wetter wird gefährlicher
In Deutschland gibt es mehr Hoch-Wasser.
Hoch-Wasser bedeutet:
Sehr viel Wasser steht auf dem Land.
Häuser und Straßen sind unter Wasser.
Es gibt mehr Stürme.
Es gibt mehr Hitze.
Deshalb ist Schutz für alle wichtig.
Was 2021 passiert ist
2021 gab es eine große Flut.
Die Flut war im Ahr-Tal.
Viele Menschen sind gestorben.
Besonders viele Menschen mit Behinderung.
Auch viele ältere Menschen sind gestorben.
12 Menschen starben in einem Heim.
Das Heim war für Menschen mit Behinderung.
Das darf nie wieder passieren.
Die Regierung von Nieder-Sachsen hat einen Plan.
Ein Plan ist eine genaue Überlegung.
Man überlegt:
Wie erreicht man ein Ziel?
Der Plan soll schwache Gruppen schützen.
Er soll auch vor Hitze schützen.
Aber es passiert noch zu wenig.
Dirk Swinke
Dirk Swinke sagt:
Nur Pläne schützen keine Menschen.
Man muss etwas tun.
Der Katastrophen-Schutz muss für alle da sein.
Er muss auf Menschen mit Behinderung achten.
Bedürfnisse sind:
Dinge, die ein Mensch braucht.
Zum Beispiel Hilfe oder besondere Rücksicht.
Er muss auch auf Menschen achten.
Die Pflege brauchen.
In Nieder-Sachsen leben fast 780.000 Menschen.
Sie haben eine Schwer-Behinderung.
Man darf sie im Notfall nicht vergessen.
Was der SoVD fordert
Der SoVD will klare Regeln.
Die Regeln sollen für alle gelten.
Städte und Gemeinden müssen zusammen-arbeiten.
Sie müssen mit Pflege-Diensten arbeiten.
Sie müssen auch mit Verbänden arbeiten.
Die Verbände sind für Menschen mit Behinderung.
Und mit sozialen Einrichtungen.
Städte und Gemeinden müssen Pläne machen.
Die Pläne zeigen:
Wer braucht Hilfe?
Wer kann helfen?
Das ist ein Notfall-Register.
Ein Notfall-Register ist eine Liste.
Auf der Liste stehen:
Menschen, die Hilfe brauchen.
Und Menschen, die helfen können.
In Heimen für alte Menschen muss es Notfall-Pläne geben.
In Kranken-Häusern auch.
In Einrichtungen für Menschen mit Behinderung auch.
Es muss klare Ansprech-Personen geben.
Es muss geschultes Personal geben.
Geschultes Personal hat etwas gelernt.
Es weiß:
Wie man in Notfällen richtig hilft.
Wichtig sind Warnungen.
Alle müssen die Warnungen verstehen.
Warnungen müssen auf verschiedene Arten kommen.
Zum Beispiel durch Sirenen.
Oder durch Warn-Apps.
Warn-Apps sind Programme fürs Handy.
Sie warnen dich.
Wenn eine Gefahr kommt.
Zum Beispiel bei Sturm.
Oder bei Hoch-Wasser.
Oder durch Radio.
Oder durch Fernsehen.
Oder durch Lautsprecher.
Es muss auch Warnungen geben.
Die man sehen kann.
Zum Beispiel Licht-Signale.
Und Informationen in Leichter Sprache.
So wissen alle Bescheid.
Der Bund und das Land müssen Geld geben.
Städte und Gemeinden brauchen das Geld.
So können sie die Pläne umsetzen.
Dieser Text ist in Leichter Sprache nach DIN SPEC 33429.
Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Anlässlich des morgigen "Internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung" mahnt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige in Krisenplänen und Vorbereitungen stärker zu berücksichtigen. Überschwemmungen, Stürme und Extremtemperaturen nähmen in Deutschland zu, der Schutz der Bevölkerung werde daher immer wichtiger. Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 habe gezeigt, dass insbesondere Menschen mit Behinderung und Ältere massiv benachteiligt seien, so der Verband. Damals seien zahlreiche Betroffene gestorben, darunter 12 in einer Einrichtung für behinderte Menschen.
"So etwas darf sich auf keinen Fall wiederholen. Die niedersächsische Landesregierung stellt zwar in ihrer neuen Strategie vulnerable Gruppen und den Hitzeschutz in den Vordergrund, allerdings passiert in der Praxis noch viel zu wenig. Konzepte und Leitfäden allein schützen noch keine Menschen", betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Der Katastrophenschutz müsse inklusiv sein und die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftigen berücksichtigen. "Allein in Niedersachsen leben fast 780.000 Bürger*innen mit einer Schwerbehinderung. Sie dürfen im Notfall nicht das Nachsehen haben", so Swinke.
Der SoVD fordert ein einheitliches und verbindliches Vorgehen. Kommunen müssten mit Pflegediensten, Behindertenverbänden und sozialen Einrichtungen Versorgungsketten und ein Notfallregister entwickeln, erläutert Swinke. So sei im Ernstfall klar, wer Unterstützung benötige und wer helfe. In Pflegeheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für behinderte Menschen seien verbindliche Notfallpläne, konkrete Ansprechpartner*innen und geschultes Personal notwendig. Zudem spiele barrierefreie Kommunikation eine zentrale Rolle: "Warnungen müssen gleichzeitig über Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio, Fernsehen und Lautsprecher erfolgen. Außerdem brauchen wir visuelle Warnungen und leicht verständliche Informationen, damit alle Bescheid wissen", fordert der Vorstandsvorsitzende. Eine dauerhafte Finanzierung sei unerlässlich: "Bund und Land müssen die Kommunen so ausstatten, dass die Vorsorgemaßnahmen auch umgesetzt werden können."
Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Anlässlich des morgigen "Internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung" mahnt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige in Krisenplänen und Vorbereitungen stärker zu berücksichtigen. Überschwemmungen, Stürme und Extremtemperaturen nähmen in Deutschland zu, der Schutz der Bevölkerung werde daher immer wichtiger. Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 habe gezeigt, dass insbesondere Menschen mit Behinderung und Ältere massiv benachteiligt seien, so der Verband. Damals seien zahlreiche Betroffene gestorben, darunter 12 in einer Einrichtung für behinderte Menschen.
"So etwas darf sich auf keinen Fall wiederholen. Die niedersächsische Landesregierung stellt zwar in ihrer neuen Strategie vulnerable Gruppen und den Hitzeschutz in den Vordergrund, allerdings passiert in der Praxis noch viel zu wenig. Konzepte und Leitfäden allein schützen noch keine Menschen", betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Der Katastrophenschutz müsse inklusiv sein und die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftigen berücksichtigen. "Allein in Niedersachsen leben fast 780.000 Bürger*innen mit einer Schwerbehinderung. Sie dürfen im Notfall nicht das Nachsehen haben", so Swinke.
Der SoVD fordert ein einheitliches und verbindliches Vorgehen. Kommunen müssten mit Pflegediensten, Behindertenverbänden und sozialen Einrichtungen Versorgungsketten und ein Notfallregister entwickeln, erläutert Swinke. So sei im Ernstfall klar, wer Unterstützung benötige und wer helfe. In Pflegeheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für behinderte Menschen seien verbindliche Notfallpläne, konkrete Ansprechpartner*innen und geschultes Personal notwendig. Zudem spiele barrierefreie Kommunikation eine zentrale Rolle: "Warnungen müssen gleichzeitig über Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio, Fernsehen und Lautsprecher erfolgen. Außerdem brauchen wir visuelle Warnungen und leicht verständliche Informationen, damit alle Bescheid wissen", fordert der Vorstandsvorsitzende. Eine dauerhafte Finanzierung sei unerlässlich: "Bund und Land müssen die Kommunen so ausstatten, dass die Vorsorgemaßnahmen auch umgesetzt werden können."





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