BERLIN (kobinet)
Heute ist der Welt-Hospiz-Tag.
Was ist ein Hospiz?
Ein Hospiz ist ein Haus.
Dort bekommen schwer kranke Menschen Hilfe.
Die Menschen sind sehr krank.
Sie werden bald sterben.
Die Caritas ist eine große Organisation.
Die Caritas sagt:
Es gibt ein neues Gesetz.
Das Gesetz soll Suizid verhindern.
Ein Mensch tötet sich selbst.
Das nennt man: Suizid.
Dafür muss die Hilfe besser werden.
Die Hilfe ist für sterbende Menschen.
Die Hilfe heißt:
Hospiz- und Palliativ-Versorgung.
Schwer kranke Menschen bekommen Hilfe.
Die Hilfe ist gegen Schmerzen.
Die Hilfe macht das Leben besser.
Viele Menschen haben Angst.
Sie haben Angst vor Schmerzen.
Sie haben Angst, allein zu sterben.
Manche denken:
Suizid ist die beste Lösung.
Eva Welskop-Deffaa sagt:
Das stimmt oft nicht.
Die Menschen brauchen Hilfe.
Gute Hospiz-Arbeit kann helfen.
Eva Welskop-Deffaa sagt:
Hospiz-Arbeit nimmt die Ängste ernst.
Sie zeigt:
Sterben gehört zum Leben.
In Deutschland sterben jeden Tag 2.700 Menschen.
Viele sind lange krank.
140.000 Menschen helfen ihnen.
Manche helfen freiwillig.
Sie bekommen kein Geld dafür.
Andere arbeiten für Geld.
Das ist ihr Beruf.
Jedes Jahr nehmen sich 10.000 Menschen das Leben.
Viele sind ältere Frauen.
Sie bekommen Hilfe beim Suizid.
Jemand hilft ihnen, sich selbst zu töten.
Manche Menschen wollen sterben.
Sie haben Angst vor Schmerzen.
Sie haben Angst vor Einsamkeit.
Sie haben Angst, anderen zur Last zu fallen.
Hospiz-Arbeit nimmt die Ängste ernst.
Eva Welskop-Deffaa sagt:
Sterben gehört zum Leben.
Eva Welskop-Deffaa ist Caritas-Präsidentin.
Sie sagt:
Hospiz-Arbeit ist wichtig.
Die Helfer hören den Menschen zu.
Sie nehmen die Ängste weg.
Sie helfen, das Leben zu ertragen.
Jeder Mensch soll gute Palliativ-Versorgung bekommen.
Jeder soll Hilfe gegen Schmerzen bekommen.
Jeder soll Begleitung bekommen.
Die Caritas wünscht sich mehr Helfer.
Die Helfer sollen gut ausgebildet sein.
Sie sollen in Alten-Heimen arbeiten.
Ein Haus für alte Menschen.
Dort bekommen sie Hilfe und Pflege.
Sie sollen in Kranken-Häusern arbeiten.
Ein Ort für kranke Menschen.
Dort werden sie untersucht und behandelt.
Sie sollen zu den Menschen nach Hause kommen.
Pflege-Heime sollen selbst entscheiden dürfen.
Ein Haus für Menschen, die Pflege brauchen.
Dort bekommen sie Hilfe im Alltag.
Pflege-Heime dürfen sagen:
Wir helfen beim Leben.
Wir helfen nicht beim Sterben.
Foto: Jsme MILA
BERLIN (kobinet)
Zum heutigen Welthospiztag fordert die Caritas, die Hospiz- und Palliativversorgung im geplanten Suizidpräventionsgesetz zu stärken. "Solange Menschen Angst haben, bei einer schweren Erkrankung über Monate mit Schmerzen allein gelassen zu werden, kann Suizidassistenz ihnen leicht als attraktive Alternative erscheinen. Das Versprechen einer guten Palliativversorgung und einer guten Begleitung Sterbenskranker mit den Angeboten der Hospizarbeit ist daher im besten Sinne Suizidprävention", betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.
In Deutschland sterben jeden Tag über 2.700 Menschen, die meisten nach längerer Krankheit. Mehr als 140.000 Menschen begleiten sie ehren- oder hauptamtlich in der Hospiz- und Palliativarbeit. Gleichzeitig nehmen sich jedes Jahr in Deutschland über 10.000 Menschen das Leben. Zunehmend sind darunter auch viele ältere Frauen, die Suizidassistenz in Anspruch nehmen.
Todeswünsche sind oft Hilferufe. Dahinter stehen Ängste: vor Schmerzen, vor ungewisser Pflege. Besonders alte, schwerkranke Menschen haben Furcht vor einem langsamen Sterben in Einsamkeit und vor unerträglichen Schmerzen.
Ältere Frauen sorgen sich häufig, ihren Angehörigen oder der Gesellschaft in einer langen Phase des Leidens zur Last zu fallen. Ein assistierter Suizid erscheint dann als einfachster Ausweg. Hospizliche und palliative Begleitung kann diese Ängste nehmen und Menschen die Zuversicht geben, dass auch die Phase des nahenden Todes ein wichtiger Teil des Lebens ist.
Eva Welskop-Deffaa: "Hospizarbeit nimmt die Erfahrung des Sterbenwollens ernst. Die beruflich und ehrenamtlich in der Hospizarbeit Engagierten bleiben mit den sterbenskranken Menschen im Gespräch, sie nehmen ihnen Ängste und helfen zum Leben. Jeder Mensch muss im Bedarfsfall eine gute Palliativversorgung bekommen.
Die Caritas wünscht sich mehr hospizlich und palliativ qualifiziertes Personal in der Altenhilfe. In Krankenhäusern braucht es weitere Palliativstationen und in der häuslichen Versorgung muss psychosoziale Begleitung ein fester Teil der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) werden. Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sollten sich dafür entscheiden können, frei von Suizidassistenz zu bleiben und stattdessen qualifizierte Begleitung und suizidpräventive Angebote zu machen.
Foto: Jsme MILA
BERLIN (kobinet)
Zum heutigen Welthospiztag fordert die Caritas, die Hospiz- und Palliativversorgung im geplanten Suizidpräventionsgesetz zu stärken. "Solange Menschen Angst haben, bei einer schweren Erkrankung über Monate mit Schmerzen allein gelassen zu werden, kann Suizidassistenz ihnen leicht als attraktive Alternative erscheinen. Das Versprechen einer guten Palliativversorgung und einer guten Begleitung Sterbenskranker mit den Angeboten der Hospizarbeit ist daher im besten Sinne Suizidprävention", betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.
In Deutschland sterben jeden Tag über 2.700 Menschen, die meisten nach längerer Krankheit. Mehr als 140.000 Menschen begleiten sie ehren- oder hauptamtlich in der Hospiz- und Palliativarbeit. Gleichzeitig nehmen sich jedes Jahr in Deutschland über 10.000 Menschen das Leben. Zunehmend sind darunter auch viele ältere Frauen, die Suizidassistenz in Anspruch nehmen.
Todeswünsche sind oft Hilferufe. Dahinter stehen Ängste: vor Schmerzen, vor ungewisser Pflege. Besonders alte, schwerkranke Menschen haben Furcht vor einem langsamen Sterben in Einsamkeit und vor unerträglichen Schmerzen.
Ältere Frauen sorgen sich häufig, ihren Angehörigen oder der Gesellschaft in einer langen Phase des Leidens zur Last zu fallen. Ein assistierter Suizid erscheint dann als einfachster Ausweg. Hospizliche und palliative Begleitung kann diese Ängste nehmen und Menschen die Zuversicht geben, dass auch die Phase des nahenden Todes ein wichtiger Teil des Lebens ist.
Eva Welskop-Deffaa: "Hospizarbeit nimmt die Erfahrung des Sterbenwollens ernst. Die beruflich und ehrenamtlich in der Hospizarbeit Engagierten bleiben mit den sterbenskranken Menschen im Gespräch, sie nehmen ihnen Ängste und helfen zum Leben. Jeder Mensch muss im Bedarfsfall eine gute Palliativversorgung bekommen.
Die Caritas wünscht sich mehr hospizlich und palliativ qualifiziertes Personal in der Altenhilfe. In Krankenhäusern braucht es weitere Palliativstationen und in der häuslichen Versorgung muss psychosoziale Begleitung ein fester Teil der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) werden. Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sollten sich dafür entscheiden können, frei von Suizidassistenz zu bleiben und stattdessen qualifizierte Begleitung und suizidpräventive Angebote zu machen.





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