BERLIN (kobinet)
Der Caritas-Verband ist eine große Hilfs-Organisation.
Eine Hilfs-Organisation hilft Menschen.
Der Caritas-Verband hilft zum Beispiel:
- Menschen ohne Geld
- Menschen mit Krankheit
- Menschen in Not
Neues Gesetz für Kinder und Jugendliche
Es gibt ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt: Erstes Gesetz zur Struktur-Reform.
Struktur-Reform bedeutet: Man ordnet etwas neu.
Man macht Regeln anders.
Das soll alles besser machen.
Das Gesetz ist für Kinder und Jugendliche.
Jugend-Hilfe bedeutet: Der Staat hilft Kindern und Familien.
Die Hilfe soll ein gutes Leben möglich machen.
Das Gesetz hat einen langen Namen.
Die Abkürzung ist: 1. KJHSRG.
1. KJHSRG bedeutet: Erstes Gesetz für Kinder- und Jugend-Hilfe.
Das Gesetz soll die Hilfe besser machen.
Es soll mehr Inklusion geben.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Alle Kinder sollen zusammen lernen.
Alle Kinder sollen zusammen leben.
Auch Kinder mit Behinderung.
Probleme der Bundes-Länder
Die Bundes-Länder haben wenig Geld.
Bundes-Länder sind: Die 16 Teile von Deutschland.
Jedes Bundes-Land hat eigene Regeln.
Die Bundes-Länder brauchen klare Ziele.
Sie brauchen mehr Geld.
Sie brauchen Hilfe.
Forderungen von Eva Welskop-Deffaa
Eva Welskop-Deffaa arbeitet beim Caritas-Verband.
Sie ist die Chefin.
Sie sagt: Familien in Krisen brauchen schnelle Hilfe.
Die Hilfe muss überall da sein.
Nicht nur an einem Ort.
Die Hilfe muss gut erreichbar sein.
Das neue Gesetz hat gute Ideen.
Es soll mehr Ombuds-Stellen geben.
Ombuds-Stellen sind: Orte für Hilfe und Beschwerden.
Dort kann man sagen, wenn etwas schlecht läuft.
Ombuds-Stellen sind Anlauf-Punkte.
Anlauf-Punkte sind: Orte, wo man Hilfe bekommt.
Man kann dort auch Fragen stellen.
Probleme im Gesetz
Das Gesetz hat auch Probleme.
Es fehlen wichtige Dinge.
Jedes Kind soll die Hilfe bekommen, die es braucht.
Die Hilfe muss am Anfang stehen.
Dann gibt es keine Lücken.
Lücken bedeutet: Es fehlt etwas Wichtiges.
Zum Beispiel: Hilfe für Kinder.
Eva Welskop-Deffaa sagt:
Man darf nicht bei Kindern sparen.
Eva Welskop-Deffaa sagt:
Das ist schlecht für Kinder.
Kinder brauchen Hilfe.
Eva Welskop-Deffaa sagt:
Wenn man jetzt spart, gibt es später Probleme.
Das Gesetz muss sicher machen:
Kinder mit Behinderung bekommen ihre Rechte.
Rechte sind: Regeln für alle Menschen.
Sie sagen, was jeder darf.
Die Rechte müssen klar sein.
Alle Kinder sollen die gleichen Rechte haben.
Die Bundes-Länder brauchen klare Regeln.
Sie brauchen Geld.
Sie brauchen Zeit.
Sonst gibt es Unsicherheit.
Das betrifft Kinder, Familien und Helfer.
Beispiele aus der Praxis
Manche Städte haben schon angefangen.
Sie wollen die Hilfe besser machen.
Sie brauchen Unterstützung.
Zum Beispiel: Geld für Umbau.
Eva Welskop-Deffaa wünscht sich:
Eine gute Kinder- und Jugend-Hilfe.
Die Hilfe soll gut arbeiten.
Sie soll alle Kinder einbeziehen.
Die Hilfe soll die Rechte von Kindern achten.
Sie soll genug Geld haben.
Foto: ht
BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Caritasverband fordert anlässlich der Beratung des Regierungsentwurfs für das Erste Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG), die geplanten Reformen mit konkreten Anreizen für mehr Inklusion zu verbinden. Angesichts unterschiedlicher Ausgangsbedingungen in Bundesländern und Kommunen sowie knapper Haushalte brauche es klare Ziele, betont der Verband. Wer die Betreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen aus einer Hand gewährleisten wolle, müsse Unterstützung erhalten.
"Für Familien in Krisen oder mit besonderen Bedarfen ist es egal, in welchem Sozialgesetzbuch welcher Rechtsanspruch verankert ist. Für sie ist entscheidend, dass benötigte Hilfe schnell festgestellt wird und gut erreichbar ist", sagt Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbands.
Der Gesetzentwurf enthalte positive Ansätze wie die Stärkung von Ombudsstellen, spiegle aber nicht die Hinweise der Praxis wider, so der Caritasverband. Damit die vorgesehene Vorrangstellung infrastruktureller Angebote nicht zu Förderlücken führe, müsse die individuelle Feststellung des Hilfebedarfs regelhaft zum Ausgangspunkt aller Entscheidungen gemacht werden.
Welskop-Deffaa warnt vor Einsparungen zulasten von Kindern: "Seit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Juni wächst bei den Wohlfahrtsverbänden die Sorge, dass hinter den Strukturreformen in der Kinder- und Jugendhilfe vor allem Einsparziele stecken, die sich faktisch nur mit substanziellen Einschnitten bei der Förderung der Kinder erreichen lassen. Kurzfristiges Sparen auf Kosten von Kindern und Familien ist weder menschlich noch wirtschaftlich klug, gerade in einer alternden Gesellschaft, in der Bevölkerungspyramiden auf dem Kopf stehen."
Eine Strukturreform müsse stattdessen verbindlich sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ihre Rechte rechtssicher und bedarfsgerecht erhalten. Die im Gesetzentwurf vorgesehene Experimentierklausel werde diesem Anspruch nicht gerecht, so der Verband.
Länder und Kommunen bräuchten gesicherte Rahmenbedingungen für Finanzierungsfragen sowie einen verbindlichen Zeit- und Umsetzungshorizont. Sonst drohten Unsicherheiten für junge Menschen, Familien und Leistungsträger. Für Kommunen, die sich bereits auf den Weg zu neuen Strukturen gemacht hätten, seien Anreizsysteme nötig. Um Investitionen in den Umbau von Abläufen zu ermöglichen, erscheinen Anschubfinanzierungen erforderlich. Eine mit finanziellen Anreizen verbundene Drop-in-Lösung könnte einen schrittweisen Einstieg in neue Strukturen ermöglichen und dabei bestehende Entscheidungsfreiräume erhalten sowie die inklusive Zielorientierung sichern.
"Wir wünschen uns eine Kinder- und Jugendhilfe, die effiziente Strukturen, Inklusion, individuelle Rechtsansprüche und verlässliche Finanzierungsstrukturen verbindet", so Welskop-Deffaa.
Foto: ht
BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Caritasverband fordert anlässlich der Beratung des Regierungsentwurfs für das Erste Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG), die geplanten Reformen mit konkreten Anreizen für mehr Inklusion zu verbinden. Angesichts unterschiedlicher Ausgangsbedingungen in Bundesländern und Kommunen sowie knapper Haushalte brauche es klare Ziele, betont der Verband. Wer die Betreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen aus einer Hand gewährleisten wolle, müsse Unterstützung erhalten.
"Für Familien in Krisen oder mit besonderen Bedarfen ist es egal, in welchem Sozialgesetzbuch welcher Rechtsanspruch verankert ist. Für sie ist entscheidend, dass benötigte Hilfe schnell festgestellt wird und gut erreichbar ist", sagt Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbands.
Der Gesetzentwurf enthalte positive Ansätze wie die Stärkung von Ombudsstellen, spiegle aber nicht die Hinweise der Praxis wider, so der Caritasverband. Damit die vorgesehene Vorrangstellung infrastruktureller Angebote nicht zu Förderlücken führe, müsse die individuelle Feststellung des Hilfebedarfs regelhaft zum Ausgangspunkt aller Entscheidungen gemacht werden.
Welskop-Deffaa warnt vor Einsparungen zulasten von Kindern: "Seit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Juni wächst bei den Wohlfahrtsverbänden die Sorge, dass hinter den Strukturreformen in der Kinder- und Jugendhilfe vor allem Einsparziele stecken, die sich faktisch nur mit substanziellen Einschnitten bei der Förderung der Kinder erreichen lassen. Kurzfristiges Sparen auf Kosten von Kindern und Familien ist weder menschlich noch wirtschaftlich klug, gerade in einer alternden Gesellschaft, in der Bevölkerungspyramiden auf dem Kopf stehen."
Eine Strukturreform müsse stattdessen verbindlich sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ihre Rechte rechtssicher und bedarfsgerecht erhalten. Die im Gesetzentwurf vorgesehene Experimentierklausel werde diesem Anspruch nicht gerecht, so der Verband.
Länder und Kommunen bräuchten gesicherte Rahmenbedingungen für Finanzierungsfragen sowie einen verbindlichen Zeit- und Umsetzungshorizont. Sonst drohten Unsicherheiten für junge Menschen, Familien und Leistungsträger. Für Kommunen, die sich bereits auf den Weg zu neuen Strukturen gemacht hätten, seien Anreizsysteme nötig. Um Investitionen in den Umbau von Abläufen zu ermöglichen, erscheinen Anschubfinanzierungen erforderlich. Eine mit finanziellen Anreizen verbundene Drop-in-Lösung könnte einen schrittweisen Einstieg in neue Strukturen ermöglichen und dabei bestehende Entscheidungsfreiräume erhalten sowie die inklusive Zielorientierung sichern.
"Wir wünschen uns eine Kinder- und Jugendhilfe, die effiziente Strukturen, Inklusion, individuelle Rechtsansprüche und verlässliche Finanzierungsstrukturen verbindet", so Welskop-Deffaa.





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