KASSEL (kobinet)
Es gibt eine neue Aus-stellung.
Bei einer Aus-stellung zeigen Menschen viele Dinge an einem Ort.
Andere Menschen können diese Dinge ansehen und etwas lernen.
Die Aus-stellung heißt: Im Gedenken der Kinder.
Die Aus-stellung zeigt:
Die National-Sozialisten ermordeten Kinder und Jugendliche.
Das war in der NS-Zeit.
NS-Zeit bedeutet: Die Zeit von 1933 bis 1945.
Damals regierten die National-Sozialisten in Deutschland.
National-Sozialisten nennt man auch Nazis.
Die Aus-stellung zeigt Fotos und Dokumente.
Sie erzählt von Kindern aus der Region Kassel.
Studierende haben die Geschichten dieser Kinder erforscht.
Studierende sind junge Menschen.
Sie lernen an einer Hoch-Schule oder Uni-Versität.
Der LWV Hessen zeigt diese Aus-stellung.
LWV Hessen bedeutet: Landes-Wohl-fahrts-Verband Hessen.
Eine Organisation ist eine Gruppe von Menschen.
Der Landes-Wohl-fahrts-Verband ist eine Organisation in Hessen.
Er hilft Menschen mit Behinderung.
Er kümmert sich um ihre Rechte und Unter-stützung.
Susanne Simmler ist die Chefin des LWV Hessen.
Sie sagt:
Wir müssen zeigen, was damals passiert ist.
Jeder Mensch hat eine Würde.
Würde bedeutet: Jeder Mensch verdient Achtung und Respekt.
Kein Mensch darf schlecht behandelt werden.
Den LWV Hessen gibt es seit 1953.
Damals übernahm er 12 frühere Kranken-Häuser.
Ein Kranken-Haus ist ein Ort für kranke Menschen.
Ärzte und Pfleger helfen dort den Menschen.
In diesen Kranken-Häusern ermordeten die Nazis Menschen.
Deshalb trägt der LWV Hessen eine besondere Verantwortung.
Verantwortung bedeutet hier: Der LWV Hessen erinnert an das Geschehene.
Er setzt sich dafür ein, dass so etwas nicht wieder passiert.
Die Aus-stellung ist vom 1. Oktober bis 13. November 2026 zu sehen.
Sie ist im Ständehaus.
Montag bis Donnerstag ist die Aus-stellung von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Am Freitag ist sie von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist kostenlos.
Das Gebäude ist barriere-frei zugänglich.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können das Gebäude nutzen.
Auch Menschen mit Roll-stuhl kommen gut hinein.
Die Eröffnung ist am 1. Oktober 2026 um 19 Uhr.
Es gibt dann einen Vortrag von Prof. Dr. Maike Rotzoll.
Ein Vortrag ist eine Rede vor anderen Menschen.
Eine Person erklärt dabei ein Thema.
Den Vortrag übersetzt jemand in Gebärden-Sprache.
Das Gespräch danach auch.
Gebärden-Sprache spricht man mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen sie, um sich zu verständigen.
Danach kann man die Aus-stellung besuchen und etwas essen.
Es gibt außerdem 3 weitere Vorträge:
14. Oktober 2026:
Prof. Dr. Petra Fuchs spricht über Kinder mit Behinderungen.
Das Thema ist: Kinder mit Behinderungen in der NS-Zeit.
28. Oktober 2026:
Lisa Caspari spricht über die Geschichte des Kalmenhofs.
Der Kalmenhof war ein Ort, an dem Kinder ermordet wurden.
11. November 2026:
Prof. Dr. Jan Erik Schulte spricht über NS-Verbrechen.
NS-Verbrechen bedeutet: Die Nazis töteten viele Menschen.
Das war ein großes Unrecht.
Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr im Ständehaus.
Schul-Klassen ab Klasse 9 können die Aus-stellung kostenlos besuchen.
Es gibt dann eine Führung mit einer Begleit-Person.
Eine Führung bedeutet: Eine Person zeigt und erklärt euch etwas.
Ihr geht dabei gemeinsam durch die Aus-stellung.
Andere Gruppen können auch Führungen buchen.
Dafür schreibt ihr eine E-Mail an: [email protected]
Foto: Deutsche-Gesellschaft-für-Kinder-und-Jugendmedizin
KASSEL (kobinet)
Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen erinnert mit einer Ausstellung an die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde an Kindern und Jugendlichen. Die Wanderausstellung "Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit" der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e. V. wird vom 1. Oktober bis 13. November 2026 im Kasseler Ständehaus gezeigt. Das Archiv des LWV Hessen hat sie in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel um regionale Perspektiven und Biografien aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Kassel ergänzt. Die Ausstellung beleuchtet die NS-Kinder-"Euthanasie" und die nationalsozialistische Kranken- und Gesundheitspolitik. Anhand historischer Dokumente, biografischer Beispiele und regionaler Bezüge zeigt sie, wie Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ausgegrenzt, verfolgt und ihrer Rechte beraubt wurden. Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Lebensgeschichten.
Ein eigener Ausstellungsbereich widmet sich Kindern aus dem damaligen Regierungsbezirk Kassel. Die Aufarbeitung dieser Biografien geht auf eine Gruppe von Studierenden der Universität Kassel zurück, die sich ein Semester lang mit historischen Quellen, darunter aus dem Archiv des LWV, beschäftigt hat.
"Die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Kranken- und Gesundheitspolitik ist für den LWV Hessen eine besondere Verantwortung. Wir müssen sichtbar machen, was geschehen ist, und zugleich fragen, was wir daraus für unsere Gesellschaft heute lernen. Die Würde jedes Menschen ist unantastbar – unabhängig davon, ob ein Mensch behindert ist, krank ist oder Unterstützung benötigt. Die Ausstellung erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Menschenrechte, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe immer wieder zu verteidigen", sagte Susanne Simmler, Landesdirektorin des LWV Hessen.
Der LWV trägt seit seiner Gründung 1953 eine besondere Verantwortung gegenüber den Opfern und der Gesellschaft. Damals übernahm der Verband zwölf Landesheilanstalten der ehemaligen Bezirksverbände, die an den Krankenmorden während der NS-Zeit beteiligt waren.
Die Ausstellung wird am 1. Oktober 2026 um 19 Uhr im Ständesaal des Ständehauses in Kassel eröffnet. Den Einführungsvortrag "Kinder als Opfer der Patient:innenmorde im Nationalsozialismus" hält Prof. Dr. Maike Rotzoll (Marburg). Der Vortrag sowie ein anschließender Talk mit Vertreter*innen aus Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft werden simultan in Gebärdensprache übersetzt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch und Austausch bei einem Imbiss. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Hessischen Landtagspräsidentin Astrid Wallmann.
Ein Rahmenprogramm mit drei Vorträgen vertieft zentrale Aspekte der Ausstellung:
- 14. Oktober 2026: Prof. Dr. Petra Fuchs (Berlin), "Kinder mit Behinderungen in der NS-Zeit: Objekte ableistischer Medizin – Subjekte ableismuskritischen Gedenkens"
- 28. Oktober 2026: Lisa Caspari (Gedenkstätte Hadamar), "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die Geschichte der ‚Kinderfachabteilung‘ Kalmenhof und die Entwicklung eines Gedenk- und Lernortes"
- 11. November 2026: Prof. Dr. Jan Erik Schulte, "Von der ‚Euthanasie‘ zum Holocaust? – Brüche und Kontinuitäten. Zum Verhältnis zweier nationalsozialistischer Massenverbrechen"
Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Ständehaus statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch und Austausch.
Für Schulklassen und Kurse ab der Jahrgangsstufe 9 bietet der LWV Hessen kostenlose pädagogisch begleitete Führungen an. Auch für andere Gruppen sind Führungen nach vorheriger Anmeldung unter [email protected] möglich.
Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, der Zugang barrierefrei.
Kooperationspartner sind unter anderem die Universität Kassel, die Landesärztekammer Hessen, die Volkshochschule Region Kassel, die Hessische Landeszentrale für politische Bildung, der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde 1834 e. V., die Stadt Kassel und die Gedenkstätte Breitenau. Die Ausstellung ist eine Leihgabe der DGKJ e. V.
Foto: Deutsche-Gesellschaft-für-Kinder-und-Jugendmedizin
KASSEL (kobinet)
Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen erinnert mit einer Ausstellung an die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde an Kindern und Jugendlichen. Die Wanderausstellung "Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit" der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e. V. wird vom 1. Oktober bis 13. November 2026 im Kasseler Ständehaus gezeigt. Das Archiv des LWV Hessen hat sie in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel um regionale Perspektiven und Biografien aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Kassel ergänzt. Die Ausstellung beleuchtet die NS-Kinder-"Euthanasie" und die nationalsozialistische Kranken- und Gesundheitspolitik. Anhand historischer Dokumente, biografischer Beispiele und regionaler Bezüge zeigt sie, wie Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ausgegrenzt, verfolgt und ihrer Rechte beraubt wurden. Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Lebensgeschichten.
Ein eigener Ausstellungsbereich widmet sich Kindern aus dem damaligen Regierungsbezirk Kassel. Die Aufarbeitung dieser Biografien geht auf eine Gruppe von Studierenden der Universität Kassel zurück, die sich ein Semester lang mit historischen Quellen, darunter aus dem Archiv des LWV, beschäftigt hat.
"Die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Kranken- und Gesundheitspolitik ist für den LWV Hessen eine besondere Verantwortung. Wir müssen sichtbar machen, was geschehen ist, und zugleich fragen, was wir daraus für unsere Gesellschaft heute lernen. Die Würde jedes Menschen ist unantastbar – unabhängig davon, ob ein Mensch behindert ist, krank ist oder Unterstützung benötigt. Die Ausstellung erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Menschenrechte, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe immer wieder zu verteidigen", sagte Susanne Simmler, Landesdirektorin des LWV Hessen.
Der LWV trägt seit seiner Gründung 1953 eine besondere Verantwortung gegenüber den Opfern und der Gesellschaft. Damals übernahm der Verband zwölf Landesheilanstalten der ehemaligen Bezirksverbände, die an den Krankenmorden während der NS-Zeit beteiligt waren.
Die Ausstellung wird am 1. Oktober 2026 um 19 Uhr im Ständesaal des Ständehauses in Kassel eröffnet. Den Einführungsvortrag "Kinder als Opfer der Patient:innenmorde im Nationalsozialismus" hält Prof. Dr. Maike Rotzoll (Marburg). Der Vortrag sowie ein anschließender Talk mit Vertreter*innen aus Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft werden simultan in Gebärdensprache übersetzt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch und Austausch bei einem Imbiss. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Hessischen Landtagspräsidentin Astrid Wallmann.
Ein Rahmenprogramm mit drei Vorträgen vertieft zentrale Aspekte der Ausstellung:
- 14. Oktober 2026: Prof. Dr. Petra Fuchs (Berlin), "Kinder mit Behinderungen in der NS-Zeit: Objekte ableistischer Medizin – Subjekte ableismuskritischen Gedenkens"
- 28. Oktober 2026: Lisa Caspari (Gedenkstätte Hadamar), "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die Geschichte der ‚Kinderfachabteilung‘ Kalmenhof und die Entwicklung eines Gedenk- und Lernortes"
- 11. November 2026: Prof. Dr. Jan Erik Schulte, "Von der ‚Euthanasie‘ zum Holocaust? – Brüche und Kontinuitäten. Zum Verhältnis zweier nationalsozialistischer Massenverbrechen"
Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Ständehaus statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch und Austausch.
Für Schulklassen und Kurse ab der Jahrgangsstufe 9 bietet der LWV Hessen kostenlose pädagogisch begleitete Führungen an. Auch für andere Gruppen sind Führungen nach vorheriger Anmeldung unter [email protected] möglich.
Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, der Zugang barrierefrei.
Kooperationspartner sind unter anderem die Universität Kassel, die Landesärztekammer Hessen, die Volkshochschule Region Kassel, die Hessische Landeszentrale für politische Bildung, der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde 1834 e. V., die Stadt Kassel und die Gedenkstätte Breitenau. Die Ausstellung ist eine Leihgabe der DGKJ e. V.





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