Berlin (kobinet)
Bundes-Gesundheits-Minister Karl Lauterbach möchte eine Pflege-Kommission einrichten.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Die Gruppe berät gemeinsam über ein Thema.
Die Gruppe macht dann Vor-Schläge.
Verena Bentele ist die Chefin des Sozial-Verbands VdK.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen sich gegenseitig.
Sie kämpfen gemeinsam für ihre Rechte.
Verena Bentele hat ihre Meinung dazu gesagt.
Sie sagt: Eine Kommission kann gut sein.
Aber es dürfen nicht nur Wissenschaftler dabei sein.
Auch Vertreter von Verbänden müssen dabei sein.
Ein Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Sie setzen sich gemeinsam für dieses Ziel ein.
Der VdK muss also auch dabei sein.
In den letzten Jahren gab es viele kleine Reformen.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird geändert.
Das Ziel ist, dass etwas besser wird.
Diese Reformen haben vieles nicht verbessert.
Diese Reformen haben viele Menschen verunsichert.
Das darf in der Pflege nicht wieder passieren.
Es braucht jetzt eine echte Lösung.
Die Lösung muss dauerhaft sein.
Viele Menschen werden zu Hause gepflegt.
Das sind zum Beispiel Mütter, Väter oder Verwandte.
Verena Bentele fordert: Diese Menschen dürfen nicht vergessen werden.
Politik und Gesellschaft hören oft auf Pflege-Heime.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus für Menschen, die viel Hilfe brauchen.
Diese Menschen können nicht mehr alleine zu Hause leben.
Aber pflegende Angehörige werden oft vergessen.
Angehörige sind Menschen aus der eigenen Familie.
Zum Beispiel die Mutter, der Vater oder die Schwester.
Pflege-bedürftig bedeutet: Ein Mensch braucht täglich Hilfe.
Er kann vieles alleine nicht mehr machen.
Der VdK vertritt 5,7 Millionen pflege-bedürftige Menschen.
Der VdK vertritt auch deren Angehörige.
Diese Menschen müssen in der Kommission vertreten sein.
Das fordert Verena Bentele.
Der VdK fordert außerdem:
Die Kosten für die Pflege müssen fair verteilt werden.
Versicherte dürfen nicht alleine zahlen müssen.
Versicherte sind Menschen, die monatlich Geld an eine Versicherung zahlen.
Der Bund muss mehr Geld beisteuern.
Menschen sollen nicht unbegrenzt viel für Pflege zahlen müssen.
Es soll eine Höchst-Grenze geben.
Pflege darf Menschen nicht arm machen.
Der VdK fordert auch:
Es soll eine einheitliche Pflege-Versicherung für alle geben.
Die Pflege-Versicherung zahlt Geld, wenn jemand Hilfe im Alltag braucht.
Zum Beispiel beim Waschen oder beim Essen.
Alle Menschen zahlen jeden Monat etwas ein.
So können alle Hilfe bekommen, wenn sie sie brauchen.
Das bedeutet: Alle zahlen in dieselbe Versicherung ein.
Alle bekommen dieselbe Hilfe.
Egal ob reich oder arm.
Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet)
Zum Entschluss des Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann, eine Pflegekommission einzurichten, hat sich die Präsidentin des Sozialverband VdK, Verena Bentele, zu Wort gemeldet: "Wieder soll eine Kommission richten, was die Politik allein nicht klären kann. Nichts gegen Kommissionen, aber nur, wenn neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Verbandsvertreterinnen und -vertreter mit am Tisch sitzen. Die bisherigen Reformvorschläge in den Bereichen Gesundheits- und Rentenpolitik haben für erhebliche Verunsicherungen in der Bevölkerung gesorgt. Das darf im sensiblen und fragilen Bereich der Pflegepolitik nicht noch einmal passieren. Nach Jahren kurzlebiger Reformen und kleinteiliger Nachbesserungen braucht es endlich eine tragfähige und langfristige Lösung."
Besonders wichtig ist für Verena Bentele, dass der große Anteil der Menschen, die zu Hause gepflegt werden, nicht vernachlässigt wird. "Während die Pflegeheime in einem solchen Gremium erfahrungsgemäß gehört werden, drohen pflegende Angehörige und häuslich Versorgte unterzugehen. Der Sozialverband VdK Deutschland macht sich für 5,7 Millionen Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen stark. Sie müssen in dieser Kommission vertreten und gehört werden. Der VdK setzt sich für eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung ein. Die kommende Pflegereform darf Versicherte nicht einseitig belasten. Der Bund muss endlich auch hier seiner Aufgabe gerecht werden und die Kosten für gesamtgesellschaftliche Leistungen übernehmen. Eigenanteile müssen begrenzt werden, um das weit verbreitete Armutsrisiko durch Pflege anzugehen und zu beheben. Der VdK fordert immer wieder: Pflege darf nicht arm machen. Darüber hinaus setzt sich der VdK für eine einheitliche Pflegeversicherung für alle Versicherten ein", erklärte Verena Bentele.
Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet)
Zum Entschluss des Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann, eine Pflegekommission einzurichten, hat sich die Präsidentin des Sozialverband VdK, Verena Bentele, zu Wort gemeldet: "Wieder soll eine Kommission richten, was die Politik allein nicht klären kann. Nichts gegen Kommissionen, aber nur, wenn neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Verbandsvertreterinnen und -vertreter mit am Tisch sitzen. Die bisherigen Reformvorschläge in den Bereichen Gesundheits- und Rentenpolitik haben für erhebliche Verunsicherungen in der Bevölkerung gesorgt. Das darf im sensiblen und fragilen Bereich der Pflegepolitik nicht noch einmal passieren. Nach Jahren kurzlebiger Reformen und kleinteiliger Nachbesserungen braucht es endlich eine tragfähige und langfristige Lösung."
Besonders wichtig ist für Verena Bentele, dass der große Anteil der Menschen, die zu Hause gepflegt werden, nicht vernachlässigt wird. "Während die Pflegeheime in einem solchen Gremium erfahrungsgemäß gehört werden, drohen pflegende Angehörige und häuslich Versorgte unterzugehen. Der Sozialverband VdK Deutschland macht sich für 5,7 Millionen Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen stark. Sie müssen in dieser Kommission vertreten und gehört werden. Der VdK setzt sich für eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung ein. Die kommende Pflegereform darf Versicherte nicht einseitig belasten. Der Bund muss endlich auch hier seiner Aufgabe gerecht werden und die Kosten für gesamtgesellschaftliche Leistungen übernehmen. Eigenanteile müssen begrenzt werden, um das weit verbreitete Armutsrisiko durch Pflege anzugehen und zu beheben. Der VdK fordert immer wieder: Pflege darf nicht arm machen. Darüber hinaus setzt sich der VdK für eine einheitliche Pflegeversicherung für alle Versicherten ein", erklärte Verena Bentele.





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