Hannover (kobinet)
Am 9. September 2026 ist der Internationale FASD-Tag.
FASD ist eine Abkürzung.
FASD steht für Fetale Alkohol-Spektrum-Störung.
Fetal bedeutet: Das Kind ist noch im Bauch der Mutter.
Die Mutter hat Alkohol getrunken.
Das Kind war damals in ihrem Bauch.
Dadurch wurde das Kind geschädigt.
Eine Schädigung bedeutet: Der Körper funktioniert danach nicht mehr so gut.
Oder das Gehirn funktioniert nicht mehr so gut.
Diese Schädigung entsteht im Bauch der Mutter.
Die Schädigung bleibt für immer.
Ärzte können diese Schädigung nicht heilen.
In Deutschland leben etwa 800.000 Menschen mit FASD.
Davon sind rund 130.000 Kinder betroffen.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen mit Problemen.
Der SoVD in Nieder-Sachsen fordert mehr Hilfe.
Menschen mit FASD sollen besser versorgt werden.
Es soll mehr Beratungs-Angebote geben.
Ein Beratungs-Angebot ist ein Gespräch über ein Problem.
Fach-Leute erklären dabei, was man tun kann.
Dirk Swinke ist der Chef des SoVD in Nieder-Sachsen.
Er sagt: Wir wissen nicht genau, wie viele Menschen betroffen sind.
Wir wissen nicht, ob alle gut versorgt werden.
Das ist ein großes Problem.
Es gibt zu wenige FASD-Beratungs-Stellen in Nieder-Sachsen.
Beratungs-Stellen sind Orte, wo Fach-Leute helfen.
Dort kann man über Probleme reden.
Es gibt auch zu wenige Ärzte mit FASD-Wissen.
Der SoVD fordert: Zuerst muss man herausfinden, wie viele Menschen betroffen sind.
Dann muss die Politik mehr Hilfs-Angebote schaffen.
FASD ist eine unsichtbare Behinderung.
Unsichtbar bedeutet: Man sieht es den Menschen nicht an.
Menschen mit FASD sehen aus wie alle anderen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Deshalb schätzen andere Menschen Betroffene oft falsch ein.
Das ist ungerecht.
Das nennt man: Stigmatisierung.
Stigmatisierung bedeutet: Andere denken schlecht über Betroffene.
Zum Beispiel: Andere denken, die Person ist faul.
Aber das stimmt nicht. Die Person braucht einfach mehr Hilfe.
Menschen mit FASD haben oft Probleme im Alltag.
Sie brauchen Hilfe beim selbst-ständigen Leben.
Sie brauchen Hilfe bei der Arbeit.
Sie müssen ernst genommen werden.
FASD betrifft besonders viele Pflege-Kinder.
Rund 23 Prozent der Pflege-Kinder haben FASD.
Pflege-Kinder leben nicht bei ihren eigenen Eltern.
Sie leben bei anderen Menschen, die für sie sorgen.
Das bedeutet: Fast jedes 4. Pflege-Kind ist betroffen.
Pflege-Familien brauchen deshalb besondere Unterstützung.
Pflege-Familien brauchen mehr Beratung.
Sie brauchen auch mehr Geld für Hilfs-Angebote.
Der SoVD Nieder-Sachsen hat einen Podcast.
Ein Podcast ist eine Hör-Sendung im Internet.
Du kannst die Sendung jederzeit anhören.
Der Podcast heißt: Kein Ponyhof – aus dem Alltag einer Sozial-Beratung.
Kein Ponyhof bedeutet: Die Arbeit ist nicht einfach.
Der Podcast zeigt, wie die Beratung wirklich ist.
Eine Pflege-Mutter und eine betroffene Person erzählen darin.
Sie berichten von ihren Erfahrungen mit FASD.
Den Podcast findest du hier:
www.sovd-nds.de/podcast
Foto: Sozialverband Deutschland
Hannover (kobinet)
Anlässlich des "Internationalen FASD-Tags" am 9. September 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen eine bessere Versorgung und mehr Beratungsangebote für Menschen mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD). In Deutschland leben etwa 800.000 Betroffene, davon rund 130.000 Kinder. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu irreversiblen Schädigungen des zentralen Nervensystems, des Gehirns und zu körperlichen Einschränkungen beim Kind führen.
"Das größte Problem ist, dass es für Niedersachsen gar keine verlässlichen Zahlen gibt. Wir wissen also gar nicht, ob alle richtig versorgt werden", kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Diagnostik, Beratung und Unterstützung seien nicht flächendeckend gewährleistet, obwohl spezialisierte FASD-Beratungsstellen und Diagnostikzentren stark nachgefragt würden. "Der erste Schritt muss deshalb sein, den Unterstützungsbedarf systematisch zu erfassen und dann die Strukturen entsprechend auszubauen", fordert Swinke.
Zudem fehle eine spezialisierte ärztliche Versorgung. "Dass diese bislang nicht ausreichend vorhanden ist, hängt auch mit der Stigmatisierung von FASD zusammen", erläutert der Vorstandsvorsitzende. Da es sich um eine unsichtbare Behinderung handele, würden die Auswirkungen oft falsch eingeschätzt. "FASD-Erkrankte können erhebliche Probleme haben, ihren Alltag zu organisieren, selbstständig zu leben und zu arbeiten. Hier ist viel mehr Hilfe notwendig. Betroffene müssen ernst genommen und individuell unterstützt werden", so Swinke. Besonders relevant sei dies für Pflegefamilien, da rund 23 Prozent der Pflegekinder von FASD betroffen seien.
Der SoVD Niedersachsen hat zum Thema eine Folge seines Podcasts "Kein Ponyhof – aus dem Alltag einer Sozialberatung" veröffentlicht. Darin berichten eine Pflegemutter und eine Betroffene über ihre Erfahrungen. Die Folge ist unter www.sovd-nds.de/podcast abrufbar.
Foto: Sozialverband Deutschland
Hannover (kobinet)
Anlässlich des "Internationalen FASD-Tags" am 9. September 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen eine bessere Versorgung und mehr Beratungsangebote für Menschen mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD). In Deutschland leben etwa 800.000 Betroffene, davon rund 130.000 Kinder. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu irreversiblen Schädigungen des zentralen Nervensystems, des Gehirns und zu körperlichen Einschränkungen beim Kind führen.
"Das größte Problem ist, dass es für Niedersachsen gar keine verlässlichen Zahlen gibt. Wir wissen also gar nicht, ob alle richtig versorgt werden", kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Diagnostik, Beratung und Unterstützung seien nicht flächendeckend gewährleistet, obwohl spezialisierte FASD-Beratungsstellen und Diagnostikzentren stark nachgefragt würden. "Der erste Schritt muss deshalb sein, den Unterstützungsbedarf systematisch zu erfassen und dann die Strukturen entsprechend auszubauen", fordert Swinke.
Zudem fehle eine spezialisierte ärztliche Versorgung. "Dass diese bislang nicht ausreichend vorhanden ist, hängt auch mit der Stigmatisierung von FASD zusammen", erläutert der Vorstandsvorsitzende. Da es sich um eine unsichtbare Behinderung handele, würden die Auswirkungen oft falsch eingeschätzt. "FASD-Erkrankte können erhebliche Probleme haben, ihren Alltag zu organisieren, selbstständig zu leben und zu arbeiten. Hier ist viel mehr Hilfe notwendig. Betroffene müssen ernst genommen und individuell unterstützt werden", so Swinke. Besonders relevant sei dies für Pflegefamilien, da rund 23 Prozent der Pflegekinder von FASD betroffen seien.
Der SoVD Niedersachsen hat zum Thema eine Folge seines Podcasts "Kein Ponyhof – aus dem Alltag einer Sozialberatung" veröffentlicht. Darin berichten eine Pflegemutter und eine Betroffene über ihre Erfahrungen. Die Folge ist unter www.sovd-nds.de/podcast abrufbar.




